(openPR) Bösartige Tumorerkrankungen sind in Deutschland neben den Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Abstand die häufigste Todesursache. Jeder zweite Mann und 43% aller Frauen müssen während ihres Lebens damit rechnen, an Krebs zu erkranken. Zwar liegt das mittlere Erkrankungsalter bei Frauen und Männern bei 70 Jahren.
Krebsneuerkrankungen bei jedem zweiten unter 65
Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts von 2012 treten jedoch vor dem 65. Lebensjahr Krebsneuerkrankungen bei den Männern zu 45 % und bei den Frauen bereits zu 57 % auf. Im Darmzentrum Südwestfalen unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Karl-Heinz Ebert wurden in den letzten drei Jahren rund 220 Patienten behandelt, die neu an Dickdarmkrebs erkrankten. Jeder fünfte war dabei jünger als 60 Jahre. Ein wichtiges Ziel eines Krebszentrums ist es, die Weichen für die Wiedereingliederung in das berufliche und soziale Umfeld des Erkrankten zu stellen. Der Betroffene soll in die Situation zurückkehren können, in der er sich vor Ausbruch der Erkrankung befand. Hilfen zur Erreichung dieses Ziels können Rehabilitationsmaßnahmen, Selbsthilfegruppen und Aufklärung von Angehörigen sein.
Chefarzt der Reha-Klinik Reichshof referiert
Der 7. Tag der Begegnung des Darmzentrums Südwestfalen stellt daher die Reintegration von Krebspatienten in den Fokus. Das Hauptreferat hält Privatdozent Dr. Dietmar Söhngen, Chefarzt der Onkologie im MediClin Reha-Zentrum Reichshof. Er wird von Frau Blasius, Leiterin der sozialmedizinischen Abteilung der MediClin unterstützt. Der Vortrag soll Grundlage für die anschließende Diskussion über die Situation von Krebspatienten im Kreis Olpe sein. Die Veranstaltung richtet sich an Krebspatienten, Angehörige, Selbsthilfegruppen, Interessierte, Ärzte und Pflegepersonal und findet am 17. Juni ab 17.00 Uhr im Verwaltungsgebäude am St. Martinus-Hospital in Olpe statt. Der Eintritt ist kostenfrei









