(openPR) Langes Sitzen und zu wenig Bewegung – eine gesundheitsschädliche Kombination für den Rücken. Inzwischen kennt jeder dritte Deutsche Schmerzen im Kreuz. Bemerken Betroffene zusätzlich Taubheitsgefühle im Lendenwirbelbereich, Gesäß oder in den Beinen, lautet die mögliche Diagnose Spinalkanalstenose – eine verschleißbedingte Einengung des Rückenmarks. Unerträgliche Schmerzen machen tägliche Aktivitäten Betroffener zu einer Tortur und bringen erhebliche Einbußen an Lebensqualität mit sich. Erlösung verschafft oftmals nur eine operative Entlastung des Spinalkanals, die sogenannte Dekompression. Anschließend folgte bisher eine Versteifungsoperation, die aber die Nachbarsegmente mehr belastet und bei einigen Patienten weitere Operationen erfordert. Wer den Wirbelsäulenabschnitt dauerhaft schmerzbefreit und auch beweglich erhalten möchte, findet nun in der flexiblen Wirbelsäulenstabilisierung eine Alternative.
Engen Knochen- und Gewebestrukturen Rückenmark und Spinalnerven ein, schafft eine Druckentlastung wieder Platz und lindert Schmerzen. „Bei der Dekompressionsoperation entfernen Operateure Teile des Wirbelbogens und der Dornfortsätze“, beschreibt Dr. Thomas Bierstedt, Wirbelsäulenchirurg und Facharzt für Neurochirurgie aus Recklinghausen, den ersten Schritt in ein schmerzfreieres Leben. Je nach Umfang führt dies zu einer deutlichen Instabilität der Wirbelsäule. Bisher stellte eine Wirbelsäulenversteifung, die benachbarte Segmente knöchern miteinander versteift, die Stabilität wieder her. Jedoch geht bei diesem OP-Verfahren die Stabilität zulasten der segmentalen Beweglichkeit. „Um die Schmerzfreiheit infolge der Dekompression jedoch dauerhaft zu erhalten, bietet nun die flexible Wirbelsäulenstabilisierung eine Alternative zur Versteifung“, berichtet der Spezialist. „Das dynamische, mobile Implantat stabilisiert und erhält die Beweglichkeit der Wirbelsäule in alle Richtungen. Beugen, Strecken, seitliches Neigen und Drehen ist dem operierten Patienten weiterhin möglich.“ Die Dekompression vor der flexiblen Wirbelsäulenstabilisierung beseitigt potentielle Schmerzauslöser vollständig und führt zu einer dauerhaften Schmerzlinderung. Danach schützt die flexible Wirbelsäulenstabilisierung mit ihrer bewegungserhaltenden Funktion auch Nachbarsegmente vor Verschleiß. „Im Gegensatz dazu findet nach einer Versteifung eine Lastenübertragung auf benachbarte Wirbelsegmente statt, sie können schneller verschleißen und es kann zu erneuten Schmerzen kommen“, weiß Dr. Bierstedt aus Erfahrung. Diese Beseitigung von Schmerzauslösern durch die flexible Wirbelsäulenversteifung führt dazu, dass nach der Operation Rückenschmerzen seltener auftreten. „Dieses neue Operationsverfahren bedeutet für Menschen mit einem aktiven Lebensstil einen erheblichen Zugewinn an Lebensqualität“, versichert der Neurochirurg. „Operierte Patienten können ihrer Arbeit und Freizeit ohne quälende Rückenschmerzen und unter Erhalt ihrer Beweglichkeit wieder nachgehen.“
Mit der flexiblen Wirbelsäulenstabilisierung, auch bekannt unter dem Namen TOPSTM System, erlangten weltweit bisher etwa 300 Patienten ihre Beweglichkeit nach einer Spinalkanalstenose wieder. Studien liefern zudem überzeugende Resultate und bestätigten den Bewegungserhalt und dauerhafte Schmerzlinderung gegenüber alleinigen dekomprimierenden Verfahren. Indikation ist die Spinalkanalstenose, wobei derartige Versorgungen ausreichend Erfahrung in der Wirbelsäulenchirurgie voraussetzen und Kontraindikationen beachtet werden müssen.
Weitere Infos unter www.besseralswirbelfusion.de.








