(openPR) München, 5. Februar 2013. Neurofeedback ist eine nicht-medikamentöse Therapiemethode, um gezielt die Selbstregulation der Gehirnaktivitäten zu fördern. Kinder und Erwachsene mit ADHS können durch Neurofeedback lernen, ihre Konzentrationsfähigkeit zu verbessern und ihre Aufmerksamkeit gezielt zu fokussieren. Kernsymptome von ADHS können somit besser kontrolliert werden. Dies erleichtert den Alltag der Betroffenen oft erheblich. Medikamente können durch Neurofeedback zudem deutlich reduziert oder teilweise ganz ersetzt werden.
Neurofeedback basiert auf der Messung der Gehirnaktivität (EEG). Die EEG-Signale werden über Elektroden gemessen, in Echtzeit ausgewertet und dem Patienten über eine Animation auf einem Bildschirm zurückgespielt. Sobald Veränderungen der Gehirnaktivität - beispielsweise eine erhöhte Konzentration – erreicht werden, erhält der Patient über den Monitor eine visuelle und auch akustische Rückmeldung. So bewegt sich beispielsweise die Animation auf dem Monitor oder das Bild wird klarer und schärfer. Durch diese Rückmeldung – das Feedback – lernen Patienten, Symptome wie Konzentrationsschwächen, selbstbestimmt zu regulieren.
In der Praxis hat sich Neurofeedback bewährt. Bei der Anwendung durch einen geschulten Arzt oder Therapeuten ist Neurofeedback nebenwirkungsfrei und kann bei Kindern ab dem Grundschulalter angewendet werden. Weiterer Vorteil: Die betroffenen Kinder nehmen selbstbestimmt Einfluss auf die Therapie und erfahren unmittelbar, dass sie aktiv etwas bewegen können.
Der Behandlungszeitraum mit Neurofeedback ist in der Regel zeitlich begrenzt, die Wirkung aber langfristig - ein weiterer Nutzen gegenüber Medikamenten, deren Wirkung mit dem Absetzen verloren geht.
Neurofeedback gilt derzeit als individuelle Gesundheitsleistung und wird beim Anwendungsgebiet ADHS bisher nur auf Einzelantrag hin durch die gesetzlichen Krankenkassen erstattet.



