(openPR) Das Malteser Gefäßzentrum Duisburg hat ein neues, besonders schonendes Verfahren erstmalig durchgeführt, mit dem Undichtigkeiten von Gefäßimplantaten wirksam und dauerhaft verschlossen werden können. Zum Einsatz kommt das neue Verfahren, wenn die nach einer Operation von Erweiterungen der Bauchschlagader eingesetzten Gefäßprothesen undicht werden.
So wie bei Emmi Wältermann, die vor zwei Jahren im Malteser Krankenhaus St. Anna an einem Bauchaortenaneurysma operiert wurde. Bei der routinemäßigen halbjährlichen Nachuntersuchung entdeckten die Gefäßchirurgen im Huckinger Krankenhaus Anfang diesen Jahres Endoleckagen bei der 84-jährigen Duisburgerin.
„Diese undichten Stellen, so genannte Endoleckagen, konnten bislang entweder durch ein Katheterverfahren behoben werden. Dabei treten allerdings trotz zunächst erfolgreicher Behandlung im weiteren Verlauf häufig Endoleckagen an anderen Stellen auf. Eine Alternative dazu war eine aufwändige und für den Patienten sehr belastende Bauchoperation“, erklärt Dr. Damian Schubert, Chefarzt der Gefäßchirurgie. Er hat gemeinsam mit Dr. Amin Laali, Chefarzt der Radiologie, das Verfahren am Malteser Gefäßzentrum Duisburg eingeführt. Das Malteser Gefäßzentrum Duisburg führt jährlich etwa 50 Operationen an der Bauchschlagader durch. Undichte Stellen sind dabei eine Komplikation, die in wenigen Fällen eine weitere Behandlung erfordern.
Mit dem neuen Verfahren werden die betroffenen Stellen an der Schlagader punktiert, wobei das Verfahren durch einen Computertomographen überwacht wird. „Computertomographie-unterstützte Punktionen gehören in der Radiologie inzwischen zum Alltag. Allerdings wurden hierbei bisher keine Schlagaderpunktionen vorgenommen“, erläutert Dr. Laali.
„Das neue Verfahren erfordert große Erfahrung, denn bei der CT-gesteuerten Punktion wird eine Nadel millimetergenau an eine bestimmte Stelle platziert. Dort wird durch die Haut punktiert und ein Mikrokatheter eingeführt. Durch den Katheter wird ein so genanntes „Flüssigembolisat“ eingespritzt, das beim Kontakt mit Blut ein schwammartiges Gebilde bildet und die betreffenden Stellen sicher und dauerhaft verschließt“, so Dr. Schubert. Mit diesem Verfahren, das für den Patienten schonend durchführbar ist, nimmt das Malteser Gefäßzentrum eine Vorreiterrolle im Ruhrgebiet ein.
Erstmalig davon hat Emmi Wältermann profitiert. „Die Ärzte haben mir und meiner Tochter das neue Verfahren gut erklärt, deshalb konnte ich mich auch direkt dafür entscheiden. Ich habe mich während der ganzen Behandlung sehr sicher und gut betreut gefühlt“, erklärt sie. Jetzt war sie zur Kontrolluntersuchung nochmals im Malteser Krankenhaus St. Anna und die Computertomographie-Aufnahmen haben gezeigt, dass die Endoleckage erfolgreich verschlossen werden konnte und sich die Schlagadererweiterung weitgehend zurückgebildet hat.












