(openPR) Nürnberg, den 13.07.2012: Erschöpft, ausgelaugt, aber glücklich, gewannen fränkische Radsportler als jüngstes Team das Race Across America (RAAM) 2012. Ein Rennen, das unter Ausdauerathleten als das härteste Radrennen der Welt gilt und quer durch die USA führt. Triathlon-Profi Fabian Conrad, Florian Lechner, Tobias Matulla (alle drei aus Roth) und der Nürnberger Lasse Ibert schafften die 5000 km in nur fünf Tagen, achtzehn Stunden und fünfundfünfzig Minuten. „Unsere Mitarbeiter fieberten mit dem Team „twenty six“ mit. Wir alle hofften auf einen der vorderen Plätze, einen Sieg hatten wir nicht erwartet,“ freut sich UDI Geschäftsführer Georg Hetz. Das Unternehmen beteiligt sich erstmalig als Sportsponsor.
„Es ist einfach bemerkenswert, wie diese jungen Leute neben Studium und Beruf ein solches Abenteuer meistern konnten. Die Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei mehr als zwanzig Meilen pro Stunde und der amerikanische Favorit, ein Team aus der Mountainbike- und Cross-Nationalmannschaft, wurde auf Platz zwei verwiesen.“
Als Drittletzte gestartet, hatten die Franken bereits nach vier Stunden das Feld von hinten aufgerollt und waren auf Platz vier gefahren. Das Quartett hatte sich vorge-nommen, von Anfang an Vollgas zu fahren und das ist gelungen. Im Laufe der ersten Nacht kämpften sich die Sportler auf Platz zwei vor. Leider verlor man dann aber eine halbe Stunde zu Beginn des zweiten Tages, da Tobias Matulla in Flagstaff (Arizona) in die falsche Richtung gelotst wurde. Die von ihrem Staatspräsidenten unterstützten Slovenen nutzten die Gunst der Stunde. Doch Lasse Ibert und Florian Lechner holten sie bis zum Monument Valley wieder ein. Am dritten Tag ging es durch die Rocky Mountains. Hier wechselten sie sich so ab, dass jeder nur ganz kurze Passagen zu überwinden hatte. Eine gute Taktik, doch das amerikanische Team konnte seinen Vorsprung noch halten. In der folgenden Nacht wechselten die Franken auf Zeitfahrräder. Lasse Ibert übernahm dann in Colorado die Führung für die Deutschen und Florian Lechner übergab an der Hälfte der Strecke mit einem Vorsprung zu den Amerikanern von bereits 5 Minuten.
Eine 12-köpfige Crew betreute die Athleten während der enormen Strapazen auf der Strecke, die durch 15 ameri-kanische Bundesstaaten führt - durch die kalifornische Wüste über die Rocky Mountains bis zur Ostküste. Das Quartett ist sich sicher: “Wir hatten die beste Crew der Welt!” Das ist mit ein Grund dafür, dass Männer und Material durchhielten. Die letzten Meilen allerdings waren eine Quälerei, obwohl feststand, dass der Sieg sicher ist. „Wir waren fix und fertig und mussten uns noch einmal richtig aufraffen“, erklärt Florian Lechner.
Trotz Unterstützung durch UDI und weiterer Sponsoren, war es für die jungen Leute ein teurer Spaß: Probleme mit der Reise, den Wohnmobilen etc. Der Stand nach Rückkehr: 10.000 Euro Schulden und extremer Jetlag. Trotzdem das riesige Glücksgefühl, das härteste Rennen der Welt gewonnen zu haben.
„Die UDI-Mitarbeiter sind alle begeistert vom deutsche Team, dem vermutlich jüngsten, das je am RAAM teilge-nommen hat“, so Georg Hetz. „Wir waren völlig überrascht von dem souveränen Erfolg. Die vier Radler haben gezeigt, dass nicht nur intensives Training, sondern vor allem eine clevere Planung den Sieg bedeuten können. Ihre durchdacht eingeteilten Schichten ermöglichten es Vollgas durchzuhalten, auch wenn das bedeutete, dass sie kaum mehr als zwei Stunden am Stück geschlafen haben.“
Eine gemeinnützige Charity-Aktion für die Anton-Seitz-Schule in Roth wurde mit dem sportlichen Ehrgeiz von „twenty-six“ verbunden. Die 55 Timestations auf der RAAM-Strecke konnten je von einem Spender für 50 bis 200 Euro „erworben“ werden.
Es gingen aber auch zahlreiche Kleinspenden ein, wie man auf der Homepage des Teams nachlesen kann. Um die bisher erreichte Summe von circa 1.100 Euro für die Seitz-Schule noch zu erhöhen, möchte das Team bei seiner Filmpremiere im Winter noch Spenden einsammeln.
Mehr Informationen und Bildmaterial unter:
www.raam2012.com oder www.udi.de












