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EDNA-Fachkongress „Treffpunkt IT“: Energiewende wird Anforderungen an die IT drastisch erhöhen

07.05.201209:38 UhrIT, New Media & Software
Bild: EDNA-Fachkongress „Treffpunkt IT“: Energiewende wird Anforderungen an die IT drastisch erhöhen
Treffpunkt IT 2012-Podiumsdiskussion
Treffpunkt IT 2012-Podiumsdiskussion

(openPR) Tempo des Wandels verursacht Qualitätsprobleme

„Der Bedarf an IT wird durch die Energiewende massiv zunehmen“. Auf diesen Punkt brachten es die Teilnehmer der abschließenden Podiumsdiskussion des ersten Fachkongresses „Treffpunkt IT“ des EDNA Bundesverbands Energiemarkt & Kommunikation e.V. Dies hatte auch schon Franzjosef Schafhausen, Ministerialdirigent im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, gleich zu Beginn festgestellt und damit die rhetorische Frage im Kongresstitel „Energiewende – wie viel IT braucht der Markt?“ eindeutig beantwortet. Nicht ganz einig zeigten sich die Diskutanten des Podiums allerdings bei der Frage der Schnelligkeit des Wandels. Alexander Kleemann vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, plädierte dafür, die jeweiligen Vorgaben möglichst zügig umzusetzen. Sonst könnten die „enormen Chancen des Wandels“ nicht erschlossen werden und der „Drive“ in der Entwicklung verloren gehen. Sowohl das EDNA-Vorstandsmitglied Christoph Roenick von der Kisters AG als auch Eric Ahlers vom BDEW wiesen darauf hin, dass das Tempo machbar bleiben müsse. Die Geschwindigkeit des Wandels sei schon jetzt „hochdramatisch“, so Roenick, und führe zu massiven Qualitätsproblemen. Dazu komme ein mangelhaftes Change Management. Dies illustrierte auch Bernhard Mildebrath von der Schleupen AG in seinem Vortrag am praktischen Beispiel: Allein bei den Marktprozessen GPKE und GeLi Gas hat es in den letzten Jahren 35 Regelinterpretationen und -änderungen gegeben. In einem Fall wurde eine 56 Seiten umfassende Fehlerkorrektur nur sieben Tage vor dem Stichtag zur Einführung verteilt. „Zu diesem Zeitpunkt ist die Software längst beim Kunden installiert. Da kann unmöglich noch etwas korrigiert werden“, betont Mildebrath.



Ein wichtiges Fazit dieses ersten EDNA-Fachkongresses war demnach, dass sich die Bundesnetzagentur endlich an die eigentlich abgesprochenen sechsmonatigen Umsetzungsfristen halten sollte. Ständige Änderungen während dieser Zeit würden nicht nur die Entwicklung behindern, sondern auch zu massiven Qualitätsproblemen führen, die der Kunde dann dem Software-Hersteller ankreide. Das mangelhafte Change Management sowie fehlende Standards für Tests der Marktkommunikation verursachen darüber hinaus zusätzliche Kosten von rund 100 Millionen Euro im Jahr. „Zahlen muss das am Ende der Kunde. Wir würden gerne weniger Umsatz machen, und stattdessen qualitativ bessere Produkte liefern, die den Anwender vollauf zufrieden stellen“, beschrieb einer der Teilnehmer das Kernproblem. Deswegen gewinne auch die Forderung nach einer zentralen Testinstanz zunehmend Befürworter. Mit dieser könnte beim Start eines neuen oder geänderten Prozesses geprüft werden, ob die an der Marktkommunikation beteiligten Software-Systeme diesen korrekt abbilden. „Eine Investition in eine solche, webbasierte Testmaschine könnte den Aufwand sowohl für die Hersteller als auch für die Anwender deutlich senken und würde sich damit in kürzester Zeit rechnen“, so EDNA-Geschäftsführer Rüdiger Winkler, der es begrüßt, dass nun auch andere Verbände über die Einführung eines solchen Systems nachdenken würden.

Weg vom Gießkannenprinzip
Ein weiteres Thema des EDNA-Fachkongresses war die Einführung „smarter“ Infrastrukturen. Dabei kritisierte Stefan Söchtig von der Wilken GmbH und gleichzeitig Leiter des Projektes T-City in Friedrichshafen das Gießkannenprinzip bei der Förderung einzelner regenerativer Energien: „Es ist unsinnig, ein Mini-BHKW in Cuxhaven zu fördern – die Netze dort quellen über vor Windstrom“, schilderte er das Grundproblem. Die Förderung müsse vielmehr spezifisch auf die regionalen Besonderheiten abgestimmt werden. Sinnvoll sei beispielsweise der Aufbau lokaler und regionaler Cluster virtueller Kraftwerke, wie sie ohnehin schon vorhanden sind. „Hier können sich Stadtwerke im Bereich der ‚Smart Energy’ viel sinnvoller profilieren und IT-unterstützt neue und wirtschaftlich interessante Angebote aufbauen. Allein mit dem massenhaften Einbau digitaler Zähler wird dies nicht gelingen“, stellte er auf Basis der in Friedrichshafen gemachten Erfahrungen fest. „Smart Generation“ und „Smart Consumption“ bräuchten ein ebenso „smartes“ Management – gerade für Stadtwerke ein ideales neues Geschäftsfeld.

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