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“Bei zwei Drittel aller Medikamente wurden die Auswirkungen auf stillende Frauen noch nie getestet“

10.04.201211:21 UhrGesundheit & Medizin
Bild: “Bei zwei Drittel aller Medikamente wurden die Auswirkungen auf stillende Frauen noch nie getestet“
Dr. Tom Hale, Texas Tech University School of Medicine
Dr. Tom Hale, Texas Tech University School of Medicine

(openPR) Auf den Verpackungen und den Beipackzetteln der meisten Medikamente finden sich standardisierte Empfehlungen, die von einer Einnahme während der Schwangerschaft oder der Stillzeit abraten. Häufig liegt dies daran, dass die Auswirkungen bisher noch nicht ausreichend erforscht und bewertet wurden. Dr. Tom Hale, Professor für Kinderheilkunde und Assistenzdekan für Forschung an der Texas Tech University School of Medicine, wird die neuesten wissenschaftlichen Empfehlungen im Zusammenhang mit dem Stillen und der Einnahme von Medikamenten auf dem 7. Internationalen Still- und Laktationssymposium am 20. und 21. April 2012 in Wien präsentieren. Er empfiehlt Frauen sich von ihrem Arzt und anderen Experten beraten zu lassen, aber die Anweisungen der Medikamentenhersteller nicht immer zu wörtlich zu nehmen. Erste Forschungsergebnisse zeigen, dass nicht jede Medikation gestoppt werden sollte, denn es gibt wirksame Alternativen - vor allem für Antidepressiva und Neuroleptika.

Dr. Hale und sein Team haben den Transfermechanismus von Medikamenten in die Muttermilch untersucht. Die Untersuchungen basieren auf der Annahme, dass nahezu alle stillenden Mütter während der Stillzeit wahrscheinlich ein Medikament einnehmen. Die Wissenschaftler haben insbesondere das Eindringen des Arzneimittels in die Milch analysiert, sowie das daraus resultierende Risiko für den Säugling in Bezug auf die Wahl des Medikamentes, dem Alter des Säuglings (Frühgeborene vs. ältere Säuglinge) und das Milchvolumen (Kolostrum, ausschließliches Stillen, Stillen in der Spätphase). Die Auswirkungen der Anti-Baby-Pille und von Antibiotika wurden ebenso untersucht, wie die Transferwirkungen von viralen Infekten wie z. B. Grippe und Hepatitis im Vergleich zu den dagegen verabreichten Impfungen. Spezifische Forschungen wurden auch bezüglich der Auswirkung von Medikamenten auf die Milchproduktion gemacht.

„Die Anzahl neuer Medikamente steigt jährlich. Das macht es so unglaublich schwierig, auf dem Gebiet des Stillens immer auf dem Laufenden zu bleiben; vor allem wenn neue Medikamente vermarktet werden, die keine Informationen im Zusammenhang mit dem Stillen anbieten. Wir schätzen, dass Daten zum Stillen für weniger als 33 Prozent der sich auf dem Markt befindlichen Arzneimittel verfügbar sind. Wir tun unser Bestes, um Studien für die in der Stillzeit am häufigsten benutzten Arzneimittel zu entwickeln – dazu zählen Antidepressiva und Neuroleptika - um Müttern zu helfen und um sie zu beruhigen. Wir freuen uns auf den Tag, an dem Studien über das Stillen gesetzlich vorgeschrieben sind, bevor Medikamente vermarktet werden dürfen“, sagt Dr. Hale.

Dr. Hale wird bei dem 7. Internationalen Still- und Laktationssymposium die Ergebnisse seiner neuesten Studien erläutern und den Teilnehmern praktische wissenschaftliche Ratschläge vermitteln. Er wird den Delegierten Instrumente an die Hand geben, mit denen die Auswirkung von Medikamenten während der Stillzeit bewertet werden können, und die helfen, Entscheidungen auf diesem komplexen Gebiet zu treffen. Dr. Hale wird auch Ergebnisse über die Auswirkung spezifischer Medikamentengruppen präsentieren und konkrete Empfehlungen geben, ob diese Medikamente während der Stillzeit eingenommen werden sollen oder nicht, und mit welchen Auswirkungen zu rechnen ist.

Leon Mitoulas, Leiter der Still-Forschung bei Medela: „Medela ist überaus glücklich, dass Dr. Tom Hale bei dem diesjährigen Symposium seine neuesten wissenschaftlichen Empfehlungen zum Thema Stillen und Medikamenteneinnahme präsentieren wird. Mütter müssen Zugang zu klaren und genauen Informationen über Medikamente haben, wenn sie weiterhin erfolgreich und sicher stillen sollen. Dies ist ein Forschungsgebiet, das sowohl für Mütter als auch für Gesundheitsexperten von großer Bedeutung ist.“

Beim 7. Internationalen Still- und Laktationssymposium, das heuer am 20. und 21. April in Wien stattfindet, stehen die einzigartigen Bestandteile der Muttermilch, der Nutzen dieser Milch im Bereich der Neonatologie sowie neueste Empfehlungen für die forschungsbasierte Praxis, im Mittelpunkt. Dr. Tom Hale sowie zahlreiche andere internationale Experten werden ihre neuesten Erkenntnisse präsentieren. Themen sind unter anderem Stammzellen in der Muttermilch, die Bedeutung von Spender-Milch in der Neonatologie und die einzigartige Rolle von Oligosacchariden in der Muttermilch. An diesem jährlich stattfindenden Symposium nehmen Kinderärzte, Neonatologen, Hebammen und Laktationsberaterinnen teil, die alle ein besonderes Interesse daran haben mehr über die einzigartige Zusammensetzung von Muttermilch zu erfahren.

Medela beabsichtigt heuer noch mehr Teilnehmer aus Wissenschaft, Forschung und Technologie gewinnen zu können, um eine Diskussion anzufachen und engere Kontakte zwischen Laktationsforschern und deren Kollegen aus anderen Bereichen, sowie den Medien und anderen Akteuren herzustellen.

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