(openPR) Zukünftige Pflegeeltern trafen sich zum Vorbereitungs-Workshop beim VSE NRW in Münster
Pflegefamilie werden ist wie Fahrradfahren in der Großstadt: Nicht ohne Hürden, aber ein Abenteuer für alle, die gern unterwegs und nicht ängstlich sind. Dieses Bild benutzt der VSE, der Verbund sozialtherapeutischer Einrichtungen, gern, wenn er neue Pflegeeltern einlädt.
Am vergangenen ersten Frühlingswochenende trafen sich sieben zukünftige Pflegeelternpaare aus Münster und dem Münsterland beim VSE an der Meerwiese, um sich gemeinsam auf ihre neue Aufgabe vorzubereiten. Über einen Zeitraum von bis zu eineinhalb Jahren nehmen sie hier an unterschiedlichen Workshops teil, die von Familienberatern und -beraterinnen mit speziellen therapeutischen Ausrichtungen begleitet werden.
Der aktuelle Workshop legte die Schwerpunkte auf die Bedeutung der Herkunftsfamilie und den Umgang mit ihr. „Die leiblichen Eltern und andere Verwandte spielen im Leben von Pflegekindern natürlich eine wichtige Rolle“, sagt Diplom-Sozialpädagogin Gabi Feldbrügge. „Das muss den Pflegeeltern klar sein.“ Daneben arbeiteten die werdenden Pflegeeltern an der Frage, wie Kinder und Jugendliche, die bisher keine verlässliche Bindung kennen, Vertrauen finden und dabei unterstützt werden können. „Die Möglichkeiten der Unterstützung sind vielfältig“, sagt Familienberater Günter Möllers „dazu muss man aber wissen, welche Bindungsmuster es gibt und wie man selbst in Beziehung geht, damit die eigenen Erwartungen mit der Realität des Kindes überhaupt zusammenpassen können.“
Der VSE NRW e.V. begleitet als freier Träger derzeit 250 Pflegefamilien in ganz Westfalen-Lippe. Auf die intensive Vorbereitung der Pflegeeltern und eine vertraute Zusammenarbeit bei der oft herausfordernden Aufgabe legt der Verein großen Wert. Der nächste Workshop für die zukünftigen Pflegeväter- und -mütter findet im Mai statt und hat die Themen Integration und Trauma.
Der VSE sucht laufend neue Pflegefamilien. Nach 20-jähriger Erfahrung mit Pflegefamilien sagt VSE-Berater Günter Möllers augenzwinkernd: „Wer Bungeejumpen, Dschungelcamp und Fahrradfahren in der Großstadt überlebt hat und weitere Herausforderungen sucht, der soll sich sehr gerne bei uns melden.“











