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Energiewende - Franz Untersteller: Energieeffizienz muss attraktiv sein

17.01.201210:27 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft
Bild: Energiewende - Franz Untersteller: Energieeffizienz muss attraktiv sein
(vL)Umweltminister Franz Untersteller, Rainer König, 1. Vorsitzender des Fachverband der Stuckateure
(vL)Umweltminister Franz Untersteller, Rainer König, 1. Vorsitzender des Fachverband der Stuckateure

(openPR) Die neue Landesregierung strebt an, bis 2050 die CO2-Emission um bis zu 90 Prozent abzusenken. Dieses ehrgeizige Ziel formulierte der baden-württembergische Umweltminister, Franz Untersteller am Freitag in Stuttgart vor den Delegierten des Fachverbandes der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg (SAF). Laut Untersteller bedeute dies, die Strom- und Wärmeerzeugung fast vollständig auf emissionsfreie Alternativen umzustellen. Große Potenziale sehe er dabei in der Nutzung von Windenergie und Photovoltaik. Flexible Gaskraftwerke sollen den Strom-Mix ergänzen. Unverzichtbar sei in diesem Zusammenhang die effizientere Nutzung aller Energieträger, insbesondere die energetische Sanierung von Gebäuden. Ein Klimaschutzgesetz und integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept sollen helfen, diese Ziele konsequent umzusetzen.



Sanierungsquote bis 2020 verdoppeln

Neben dem Umbau der Energieversorgung sieht Franz Untersteller vor allem bei der energetischen Sanierung von Gebäuden einen großen Handlungsbedarf. "Die Anhebung der Sanierungsquote auf zwei Prozent ist alternativlos." Derzeit betrage sie unter einem Prozent, für Untersteller viel zu wenig. Mit einem "Mix aus Fördern und Fordern" will die Landesregierung die Quote mittelfristig verdoppeln. In diesem Zusammenhang warnte der Minister davor, bestehende Richtlinien aufzuweichen. "Wir dürfen heute nicht die Sanierungsfälle von 2050 bauen."

Sein Ministerium wolle künftig aber die Bauämter deutlich stärker sensibilisieren, konsequenter als bisher die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften zu überwachen, indem beispielsweise die Fachunternehmererklärung von den ausführenden Betrieben grundsätzlich eingefordert werden solle.

EnEV-easy

Trotz allem achte die Landesregierung darauf, dass sie sanierungswillige Bürgerinnen und Bürger nicht überstrapaziere, im Gegenteil: Vereinfachte Verfahren sollen es ihnen erleichtern, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. Einer Idee aus Baden-Württemberg folgend sei beispielsweise für die neue EnEV eine Vereinfachung in Form einer "EnEV-easy" vorgesehen.

Steuererleichterungen für energetische Sanierung

Franz Untersteller ging in seiner Rede auch auf die Unsicherheit bei staatlichen Fördermaßnahmen ein. "Ich weiß, dass Ihnen die Stop-and-Go-Politik bei der Förderung der energetischen Gebäudesanierung das Leben schwer macht", äußerte er sich verständnisvoll gegenüber den anwesenden Handwerksunternehmern. Gleichzeitig stellte er eine baldige Klärung in Aussicht, denn im Grundsatz sei die Förderung unumstritten. Der derzeitige Streit ginge lediglich darum: "Wer zahlt das?" Zu Details wollte sich der Minister jedoch nicht äußern, da der Vorgang derzeit im Vermittlungsausschuss sei. Er versprach, sich für eine Erhaltung und verbesserte finanzielle Ausstattung bestehender Förderprogramme einzusetzen. Vor allem möchte er durchsetzen, dass auch Teilsanierungen gefördert würden.

Energetische Gebäudemodernisierung ist Kernaufgabe des Stuckateurs

Abschließend hob Minister Franz Untersteller die Rolle der Stuckateurfachbetriebe beim Thema Energieeinsparung hervor. "Das Thema energetische Gebäudemodernisierung ist eines Ihrer Kernaufgabengebiete. Sie sind diejenigen, die die Gebäudefassaden auf Vordermann bringen." Außerdem seien Stuckateure wichtige Ansprechpartner für gesundes Wohnen. Er bat die Anwesenden mitzuhelfen, in der Bevölkerung den Wunsch nach "zukunftsfähigen Wohlfühlhäusern" zu verbreiten. Den Hausbesitzern müsse deutlich gemacht werden, dass die energetische Sanierung nicht nur von gesellschaftspolitischer Bedeutung sei, sondern auch eine Steigerung des Wohnkomforts und eine Aufwertung der Immobilie bedeute. "Energieeffizienz muss attraktiv sein." Zudem sei Wohneigentum und dessen Werterhalt als Form der Alterssicherung in schwierigen und unübersichtlichen Zeiten auf den Kapitalmärkten bestens geeignete Argumente.

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