(openPR) Köln, 22. Dezember 2011 – Der Bundespräsident steht in der Kritik, die Glaubwürdig-keit der Politik ist wieder einmal in der Diskussion. Wir wollten wissen - interessiert sich die deutsche Mittelschicht überhaupt für Politik? Ist sie auch bereit, sich zu en-gagieren? Das wurde in der großen Gothaer Mittelschichtstudie 2011 untersucht, die von Forsa im Auftrag der Versicherung erstellt wurde.
60 Prozent der insgesamt 1.000 Befragten im Alter von über 18 Jahren interessieren sich sehr stark (18 Prozent) oder stark (42 Prozent) für Politik. 40 Prozent interessieren sich we-niger stark (36 Prozent) oder überhaupt nicht (4 Prozent) für Politik. Zwischen den einzelnen Alters- und Regionalgruppen zeigen sich eher geringe Unterschiede in der Stärke ihres Poli-tikinteresses.
40 Prozent der Befragten können sich vorstellen, sich einmal politisch zu engagieren. Etwas häufiger können sich dies die 18- bis 29-Jährigen und die Anhänger der Grünen vorstellen. Allerdings gaben nur 4 Prozent der Befragten an, Mitglied einer politischen Partei zu sein – am ehesten noch die Westdeutschen und die über 60-Jährigen. Für die Mehrheit der Befrag-ten (60 %) käme ein politisches Engagement hingegen nicht in Frage. Insbesondere die Ost-deutschen, Frauen, und die über 60-Jährigen äußern daran kein Interesse.
Die Angehörigen der Mittelschicht rechnen sich auch politisch im Schnitt eher der Mitte zu. Auf einer Skala von 1 bis 10, bei der 1 links und 10 rechts bedeutet, geben die Befragten sich selbst im Durchschnitt einen Wert von 4,7. Die deutlichsten Unterschiede zeigen sich erwartungsgemäß zwischen den Anhängern der einzelnen Parteien.








