(openPR) Die Zahl der Asbestfälle ist in den letzten zwei Jahrzehnten regelrecht explodiert. 74 Todesfälle in Folge einer asbestverursachten Berufskrankheit wurden 1980 verzeichnet, im Jahre 2002 waren es 1009. Darauf weisen die en anlässlich der Europäischen Asbestkonferenz vom 3. bis 6. September in Dresden hin. Im vergangenen Jahr gab es damit mehr Todesopfer durch Asbest als durch Arbeitsunfälle. Bei den Todesfällen Berufserkrankter ist Asbest die weitaus häufigste Todesursache. Mehr als die Hälfte der insgesamt 2000 Todesfälle Berufserkrankter entfallen auf den gefährlichen Mineralstoff.
Die BG-Experten befürchten auch in den kommenden Jahren weiterhin hohe Fallzahlen. Zu berücksichtigen ist bei dieser Entwicklung allerdings, dass die heutige Zunahme auf Gefährdungen zurückgeht, die bis zu 30 und mehr Jahre zurückliegen können. Mittlerweile ist die Verwendung von Asbest in Deutschland vollständig verboten. Für den Umgang mit Asbest bei notwendigen Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten gelten umfassende Sicherungsvorschriften, deren Einhaltung eine Gefährdung praktisch vollständig ausschließt. Um Asbesterkrankungen möglichst frühzeitig erkennen und behandeln zu können, bieten die en gefährdeten Arbeitnehmern intensive regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen an. Außerdem fördern sie die Forschung bei der Suche nach neuen Therapieansätzen zur Behandlung der bösartigen Krebserkrankungen.
Ansprechpartner:
Andreas Baader
Pressesprecher des HVBG
Tel. 02241/231 - 1206
Fax: 02241/231 - 1391
E-Mail:
Dr. Dagmar Schittly
Pressesprecherin des HVBG, Büro Berlin
Tel. 030/288763 - 62
Fax: 030/288763 - 70









