(openPR) Immer mehr Menschen in der Region setzen angesichts der drohenden Inflation und niedriger Zinsen auf Immobilien als Kapitalanlage. Worauf es dabei ankommt, erklärt Markus Streicher (Bild), Baufinanzierungsexperte bei der Volksbank Ludwigsburg, im Interview.
Frage: Herr Streicher, ist gerade ein guter Zeitpunkt für den Kauf oder Bau einer Immobilie?
Streicher: Auf jeden Fall! Wann immer in den Medien von der „Krise am Kapitalmarkt“ die Rede ist, sollten Häuslebauer aufhorchen. Denn sie profitieren von der Krise.
Frage: Wie denn das?
Streicher: In Krisenzeiten sind die Zinsen niedrig, um die Wirtschaft wieder in Schwung zu bringen. Was schlecht für Sparer ist, freut alle, die den Kauf oder Bau einer Immobilie planen. Denn sie profitieren von den niedrigen Zinsen für Baugeld.
Frage: Sollte ich mich bei der Baufinanzierung für die Bank mit den niedrigsten Zinssätzen entscheiden?
Streicher: Nicht unbedingt. Wichtiger als die Höhe ist die lange Bindung des Zinssatzes. Denn was nützt mir der beste Zinssatz, wenn die Laufzeit nur zehn oder gar fünf Jahre beträgt? Nach Ablauf dieser Zeit kann es dann ein böses Erwachen geben, wenn der Zins in der Zwischenzeit deutlich gestiegen ist. Und das ist angesichts des derzeit historisch niedrigen Niveaus nicht unwahrscheinlich. Deshalb haben wir das Angebot „VobaOption10+10“ entwickelt. Damit können sich unsere Kunden die derzeit gültigen Zinssätze für bis zu 20 Jahre sichern.
Frage: Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Immobilie als Kapitalanlage. Worauf sollten sie achten?
Streicher: Die drei wichtigsten Punkte sind: Lage, Lage und nochmals Lage. Im Grunde gilt das auch für diejenigen, die ihre Immobilie selber nutzen wollen. Für Kapitalanleger ist die Lage aber noch entscheidender. Denn bei einer Immobilie in guter Lage sind die voraussichtlichen Mieteinnahmen und der Wiederverkaufswert in der Regel deutlich höher.
Frage: Abgesehen von der Lage: Worauf kommt es noch an beim Immobilienerwerb?
Streicher: Wie oben bereits erwähnt, sollte man sich nicht vom aktuell niedrigsten Zinssatz blenden lassen, sondern stattdessen auf die lange Zinsbindung achten. Außerdem darf man auf keinen Fall überstürzt handeln. Schließlich ist der Erwerb einer Immobilie – auch wenn es der Kapitalanlage dient – eine Investition fürs Leben. Und die will gut überlegt sein. Diskussionen wie die zur Erhöhung der Grunderwerbsteuer sollten deshalb zwar aufmerksam verfolgt werden. Verrückt machen lassen sollte man sich dadurch aber nicht.
Frage: Zum Abschluss noch eine Bitte: Erklären Sie den Lesern in einem Satz, worauf es beim Immobilienerwerb ankommt.
Streicher: Um es auf eine Formel zu bringen: Wer sich für eine billige Lage und eine billige Finanzierung entscheidet, spart zwar zunächst Geld. Aber später könnte er diese Entscheidung teuer bezahlen.








