(openPR) Mit zwei CD-Neuveröffentlichungen erschließen sich die Carl Orff-Festspiele Andechs denen, die die Festspiele nicht live erleben können. Auf cpo sind mit Orffs Bearbeitungen von Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ und Monteverdis „Orpheus“ zwei Vorjahresproduktionen erschienen. Zugleich öffnen die beiden Werke den Blick für Orffs oft jahrzehntelange, intensive Auseinandersetzung mit einzelnen Werken und Komponisten.
Auf einer Doppel-CD legen die Carl Orff-Festspiele Andechs Orffs Musik in der endgültigen Fassung von 1964 zu Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ vor.
Im Gesamtschaffen von Orff ist seine Musik zu „Ein Sommernachtstraum“ von besonderer Bedeutung: Über fast 50 Jahre hinweg hatte er sich mit zwei Entwürfen und vier Fassungen um gerade dieses Werk bemüht. Orff, dem zeitlebens das Theater ebenso wichtig war wie die Musik, konnte sein Anliegen hier exemplarisch verwirklichen: Sein Ziel war es, Musik, Sprache, Tanz, Darstellung und Raum mit zeitgemäßen Mitteln fernab der bekannten Gattungen miteinander zu verbinden.
„[…] so frisch und pointiert […], als hätte das Stück auf diese Musik gewartet“, lobte die Süddeutsche Zeitung die Aufführung in der Regie von Marcus Everding bei den Carl Orff-Festspielen Andechs 2010. Neben den Solisten ist auf der vorliegenden Aufnahme die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters zu hören, die unter Christian von Gehren spielt. Mit dem Orchester haben die Carl Orff-Festspiele Andechs einen sich jährlich neu formierenden Klangkörper gegründet, der zugleich den Schulgedanken Orffs weiterträgt.
Carl Orff: Ein Sommernachtstraum
Solisten, Andechser Festspielchor, Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters
Christian v. Gehren
cpo 777 657 - 2
Die zweite CD, die im Rahmen der Carl Orff-Festspiele entstanden ist, dokumentiert die Beschäftigung mit Claudio Monteverdi. Nach mehr als 30 Jahren intensiver Auseinander- setzung veröffentlichte Orff die „Lamenti, Trittico teatrale“, zu denen u. a. die auf der vorliegenden CD eingespielten Werke gehören: „Orpheus“ in der 3. Fassung von 1940 und die „Klage der Ariadne“ in der 2. Fassung aus demselben Jahr.
Orff, stetig auf der Suche nach neuen Formen des Musiktheaters, fand im Geist des Neuen, Offenen, noch-im-Entstehen-Begriffenen in Monteverdis Musik eine Quelle der Inspiration. Er begibt sich mit seinen Bearbeitungen „in freier Neugestaltung“ auf die Gratwanderung zwischen Bewahren und Umgestalten. Mit dem Ziel einer „Resurrectio auf unserem heutigen Theater“ transponiert Orff die Werke Monteverdis gleichsam in einen veränderten kulturellen Kontext.
Das Münchner Rundfunkorchester spielt unter Ulf Schirmer, zu den namhaften Solisten gehören u. a Janina Baechle (Botin) und Kay Stiefermann (Orpheus), außerdem Michaela Selinger (Eurydike), Tareq Nazmi (Wächter der Toten) und Marcus Everding (Sprecher).
Carl Orff / Claudio Monteverdi
Orpheus (3. Fassung 1940);
Klage der Ariadne (2. Fassung 1940)
orpheus chor münchen; Solisten,
Münchner Rundfunkorchester, Ulf Schirmer
cpo 777 656 - 2











