(openPR) Neubau-Wohnungen weiter auf niedrigem Niveau
160.000 in Deutschland fertiggestellte Wohnungen zählt das Statistische Bundesamt für das vergangene Jahr. Das waren 0,5% bzw. 845 mehr als im Jahr zuvor. Da 2009 der niedrigste Wert seit der Wiedervereinigung erreicht worden war, bedeute dies nur eine "leichte Erholung für den Wohnungsbau", so die Statistiker. Für Verbände ist das weiterhin ein zu niedriges Niveau.
Von den 2010 fertig gestellten 160.000 Wohnungen entfallen 140.000 auf Neubauten - plus 2,6% gegenüber dem Vorjahr. Dabei stieg die Zahl der Fertigstellungen von Wohnungen in Einfamilienhäusern auf knapp 71.000 (+2,7%) und Mehrfamilienhäusern auf etwa 53.000 (+3%), in Zweifamilienhäusern wurden dagegen mit 14.400 2,8% weniger neu gebaut.
2010 seien etwa 10.000 Neubau-Wohnungen mehr genehmigt worden als im Jahr zuvor. Da liege das Plus von knapp 3.600 im Jahresvergleich tatsächlich mehr errichteten Einheiten deutlich dahinter zurück, so der IVD. Dementsprechend sei eine echte Trendwende für das vergangene Jahr nicht festzustellen. Weiterhin würden in Deutschland zu wenig neue Wohnungen gebaut.
Vor diesem Hintergrund sind die Fertigstellungszahlen 2010 auch für den Deutschen Mieterbund "enttäuschend". Vor allem in den Ballungsräumen und Universitätsstädten führe "ein unzureichendes Wohnungsangebot und eine steigende Wohnungsnachfrage zu stark steigenden Mieten". So sieht es auch der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen. Er befürchtet, dass "preisgünstiger Wohnraum deshalb zur Mangelware wird".
„Für Hamburg bedeutet dies, Kauf- und Mietpreise werden auch in 2011überdurchschnittlich steigen“, bilanziert Michael J. Schneider, GF der Wertplan Nord Immobilien GmbH. Auf der Homepage des Unternehmens sind Anlageobjekte so gut wie ausverkauft.





