(openPR) Die Zeichen der Zeit stehen auf Erneuerung und Wandel. Vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien trifft das zu. Durch die Ereignisse der letzten Monate hat sich das „gewohnte“ Bild komplett verschoben. Wer sich jetzt für eine alternative Energiegewinnung einsetzt, gilt nicht mehr als Hippie oder grüner Spinner sondern als Vorreiter und zukunftsorientierter Planer. In diesem Rahmen rücken natürlich auch die Messen der letzten Monate in einen neuen Fokus. Auf der Messe in Hannover waren die Bereiche der erneuerbaren Energien zwar auch schon gut besucht, aber die Masse konnten sie trotzdem nicht anziehen. Nach dem Erdbeben und der Reaktorkatastrophe in Japan war das in Anaheim, CA schon anders. Gerade in den USA mit ihrem immensen Energiebedarf war auf einmal das Interesse größer.
Im Hinblick auf die chinesische Teilnahme auf diesen Messen muss gesagt werden, dass es sehr deutlich eine steigende Tendenz gibt. Die Teilnahme von chinesischen Ausstellern auf der Husum Wind Messe im letzten Jahr war noch recht übersichtlich. Und laut Aussagen einiger Insider wären durchaus mehr Chinesen damals schon bereit gewesen, nach Husum zu kommen.
In Bezug auf die Zukunft wird dementsprechend deutlich, dass verstärkt mit einer Präsenz von chine-sischen Unternehmen gerechnet werden muss. Hier gilt es zu planen und vorzubereiten. Denn mittelfristig werden die chinesischen Unternehmen immer mehr ihre Aufmerksamkeit auch auf die Möglichkeit der Produktion in Europa legen. Dies wird unter anderem an der Tatsache der steigenden Preise für Transporte aufgrund von begrenzten Rohstoffen liegen. Öl als Energielieferant wird mittelfristig ausfallen oder so teuer werden, dass sich ein Transport per Schiff oder Flugzeug finanziell nicht unbedingt immer lohnt. Dann gilt es, die Rohstoffe für die Produktion so nah wie möglich an den Absatzmarkt zu bringen. Wir können also davon ausgehen, dass dasselbe Produkt an verschiedenen Standorten hergestellt wird, damit die Produktionskosten geringer gehalten werden können.
Vor diesem Hintergrund muss auch beachtet werden, dass sich durch die erneuerbaren Energien Ver-kehrswege mittelfristig ändern werden. Es sollte schon jetzt ein Auge auf diese Situation geworfen und versucht werden, sich entwickelnde Trends frühzeitig zu erkennen und abzuwägen.
An der Intersolar haben in diesem Jahr über 500 chinesische Aussteller teilgenommen und stellten damit bei insgesamt 2.300 teilnehmenden Unternehmen gut ein Viertel der Aussteller (Welt, 9.06.2011). Auch die Besucherzahl war mit 75.000 sehr hoch und zeigt trotz der schwierigen finanziellen Lage in der Branche, auch bedingt durch die neuen Gesetze der Bundesregierung, dass das Interesse an Solarenergie ungebrochen ist. Natürlich ist auch das auf die letzten politischen Entscheidungen im Bereich Energie zurückzuführen.
Was kann also aus den jetzigen Erfahrungen geschlossen werden? Der Markt der erneuerbaren Energien ist einer der wichtigsten der kommenden Jahre, es sollte sich eher früher als später mit den Optionen und Möglichkeiten befasst werden. Die chinesischen Unternehmen werden immer stärker auf den Weltmärkten vertreten sein.
DanRevision-Gruppe,
Dietrich Keip, Manager China Desk












