(openPR) Die Trophäe des John Lennon Talent Award 2010/2011, die E-Gitarre "Garage 2" aus der Serie des Scorpions-Gitarristen Matthias Jabs, geht nach Bayern: Die Shenaniganz aus Haag überzeugten die Jury und holten sich den Siegertitel.
Die Konkurrenz schlief nicht in der gut besuchten Kieler TraumGmbH: Die Alternative-Rock-Formation Dear Lament... aus Köln ließ gleich zu Beginn des Wettbewerbs nicht nur durch die beachtliche Stimme von Frontfrau Jenny Späth erahnen, dass dies ein Konzertabend auf hohem Niveau werden würde. On a SunDay aus München setzten im Anschluß daran zwar auf leise, aber nicht minder eindrucksvolle Töne. Der ausdrucksstarken Stimme von Sängerin Katja Petri lieferten Gitarre, Schlagzeug und Percussion das passende Gewand. Es folgte der Auftritt der vor Energie und Kraft nur so strotzenden vier Musiker von Shenaniganz aus Haag in Oberbayern, die mit viel Spielfreude und mit Bad Ass Rock’N‘Roll innerhalb von kürzester Zeit die Halle zum Kochen brachten. Dieses Tempo wurde von den fünf Jungs von She wants chaos gehalten: Sie begeisterten ihre zahlreichen Fans mit einem abwechslungsreichen Programm und bewiesen neben viel Gespür für harten Rock auch Mut fürs Zarte.
Eingerahmt wurden die vier Wettbewerbsauftritte durch die Shows von zwei specials guests. Ludwig van, Sieger des JLTA 2008/2009, eröffneten mit viel Charme, Witz und Tempo den Abend. Dúné sorgte mit einer energievollen Mischung aus dem Punk der Siebziger, 80´s Pop und Neunziger-Indierock dafür, dass dem Publikum die Beratungszeit der Jury nicht zu lang wurde.
Am Ende holten sich den Titel Shenaniganz, die das Publikum mit einer auf deutsch gesungenen Zugabe überraschten. „Handwerk, Performance, Spannungsbogen - bei Shenaniganz stimmte einfach das Gesamtpaket, auch wenn uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gefallen ist“, sagte Sängerin Anna Depenbusch, die beim Finale Jurysprecherin war. Zusammen mit Holger Jung (Jung von Matt), Franz Plasa (Produzent), Label-Chef Heinz Canibol (105music) und Michael Böttcher (A&R Manager) hatte sie die schwierige Aufgabe, unter den vier Finalisten die beste Band auszuwählen.
Auch der Veranstalter des John Lennon Talent Awards zeigte sich zufrieden mit dem Abend: „Wir haben heute vier tolle Bands gesehen und ich hätte nicht in der Haut der Juroren stecken wollen. Für mich sind alle Gruppen Gewinner – sie hatten alles, was man sich von guten Musikern wünschen kann“, sagte Wolfgang Bitter, Vorstandvorsitzender der Itzehoer Versicherungen, die den JLTA seit 1991 ausrichten.
Und dass die vier Finalisten sich vom Rest der Newcomerlandschaft in Deutschland durch ihr Können abheben, zeigen die Bewerberzahlen. Mehr als 1000 Bands und Solokünstler hatten sich für den JLTA 2010/2011 beworben. Insgesamt 25 von ihnen durften Anfang 2010 vor einer Fachjury drei Songs präsentieren, elf kamen letztendlich ins Förderprogramm. Über den Zeitraum von einem Jahr wurden alle elf Preisträger zu gemeinsamen Arbeitswochenenden mit Praktikern aus der Musikbranche eingeladen und individuell gefördert. Inhalte der Coachings waren unter anderem Songwriting, Gesang, Bühnenshow, Moderation, Promotion und Recht.
Doch es ging in dem einen Jahr nicht nur darum, das Musikbusiness besser zu verstehen und an den künstlerischen Fähigkeiten zu arbeiten. Unter den Preisträgern haben sich durch gemeinsame Konzerte und regen Gedankenaustausch zahlreiche Freundschaften entwickelt, die auch über das Ende des Awards hinaus Bestand haben werden: „Es ist fast so, als wenn eine schöne Klassenfahrt zu Ende geht – man möchte einfach noch nicht nach Hause“, verriet Jennifer Späth, Sängerin der Band Dear Lament…. Auch während der abschließenden Live Contests, die die elf Teilnehmer des Förderprogramms über München, Hamburg und Berlin bis zum Finale nach Kiel führten, war von Konkurrenzdenken nichts zu spüren. Die Bands wünschten sich gegenseitig Glück, bevor sie auf die Bühne gingen und sprachen sich nach den Auftritten gut zu, wenn einmal etwas nicht nach Plan gelaufen war.
So verwunderte es auch nicht, dass alle Finalisten noch bis spät in die Nacht zusammen mit Shenaniganz ihren Sieg feierten und sogar Mitglieder bereits im Vorwege ausgeschiedener Bands anreisten. „Wir haben vorher schon abgemacht: Egal wer gewinnt, wir feiern zusammen“, sagte Daniel Rehbein von der Band Shenaniganz. Und was sagen die Sieger zum vergangenen Jahr? „Wir haben uns noch nie so stark weiterentwickelt, wie in der Zeit beim JLTA. Wir sind zu einer anderen Band geworden: Shenaniganz 2.0!“
Für den JLTA 2012/2013 können Bands und Solokünstler sich voraussichtlich ab Oktober 2011 direkt auf der Website www.jlta.de bewerben.













