(openPR) Köln, 31. März 2011 – "Der Zug überholt unaufhörlich die Zeit. Jeden Morgen stellt man die Uhren neu. Der Zug geht vor, und die Sonne geht nach", schrieb der französische Dichter Blaise Cendrars auf einer Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn 1904. Heute gilt in den Wagons der Transsib immer Moskauer Zeit. Und doch macht die fortlaufende Verschiebung der Stunden spürbar, wie gewaltig und nahezu surreal die Distanzen sind, die auf der längsten Bahnstrecke der Welt bewältigt werden – mehr als 9000 Kilometer durch zwei Kontinente, 89 Städte, fünf Zeit- und mehrere Klimazonen. Im Mai beginnen die schönsten Monate dieses großen Reiseklassikers, den der Veranstalter Djoser im Rahmen einer 24-tägigen Tour von Moskau nach Peking bietet. Die Fahrt führt auch über die Schienen der Transmongolischen Eisenbahn und zu Exkursionen in die Wildnis der Mongolei.
Die Vorfreude auf das Abenteuer steigt in Moskau auf ihren Höhepunkt, wo sich gleich zu Beginn der Reise die Eindrücke ballen. Sie reichen vom Prunk der stalinistischen U-Bahnhöfe über die skurrile Atmosphäre des Gorki-Parks bis zum Nebeneinander russischer Babuschkas und schriller Trendsetter. Dann endlich rattern am dritten Tag die Wägen der Transsib aus dem Jaroslawler Bahnhof, während es sich die Teilnehmer in ihren Vierer-Abteilen gemütlich machen. Schon bald hinter der Metropole treten die ersten russischen Passagiere in Pyjamas auf den Gang, und der Duft mitgebrachter Speisen weht durch den Zug. Stunden später gähnen endlose, mit Birkenwäldern gespickte Ebenen hinter den Fenstern und lassen erahnen, dass es nun Richtung Sibirien geht.
Immer wieder hält der Zug in Bahnhöfen, in denen Händler Räucherfisch, Blinis und andere Spezialitäten verkaufen. Auch in Jaroslawl ist dies so, wo die Transsib die Wolga überquert, die hier einen ganzen Kilometer breit ist. Hinter Jekaterinburg geht es durch das grüne Grasuniversum der Baraba-Steppe und nach einem kurzen Aufenthalt in Novosibirsk durch die nichts als grandiose Monotonie der sibirischen Taiga. Hunderte von Kilometern gleiten die Wagons durch den größten Wald der Welt, bis die Djoser-Reisenden in Irkutsk den Zug verlassen. „Paris Sibiriens“ nennt sich die Stadt mit ihrer abwechslungsreichen Architektur – ob zu Recht, lässt sich hier einen ganzen Tag lang erkunden. Von Irkutsk aus ist auch eine Exkursion zum gigantischen Baikalsee möglich, in dem sich die Wellen drei Meter hoch auftürmen können und Fischer ihren Fang in kleinen Restaurants servieren.
Am nächsten Tag geht es wieder in den Zug und auf den Gleisen der Transmongolischen Eisenbahn nach Ulan Bator, in dessen verwegenem Stilmix ein Viertel aller Mongolen lebt. Die mongolische Hauptstadt ist der Auftakt zu einer achttägigen Exkursion mit Kleinbussen in die so schroffe wie rätselhafte Welt der Wüste Gobi mit ihren wilden Kamelherden und aus der Zeit gefallenen Klöstern. Übernachtet wird dort in Iglu-Zelten oder Jurten. Die Toiletten und Waschmöglichkeiten sind einfach, doch das stört kaum angesichts der Herzlichkeit der Nomaden und Landschaften wie jener von Bayanzag: Das monumentale Durcheinander von roten Sandsteinblöcken wirkt wie das Eröffnungsbild eines Science-Fiction-Films.
Später bringt der Transmongolei-Express die Gruppe zum letzten Höhepunkt der Reise: Peking. In der chinesischen Kapitale haben die Teilnehmer gut zwei Tage Zeit, die dynamische Weltstadt und ihre Jahrtausende alte Kultur auf eigene Faust unter die Lupe zu nehmen. Der Djoser-Reisebegleiter weiß genau, wo die aufregendsten Plätze zu finden sind, bevor es mit dem Flugzeug zurück nach Deutschland geht – quer über zwei Kontinente, denen jeder Transsib-Fahrer auf unvergleichliche Weise nahe gekommen ist. Und darum nie mehr vergessen wird.
Djoser bietet diese Reise ab 2495 Euro an. Die Termine 2011 sind der 21. Mai, der 4. und 18. Juni, der 2. und 16. Juli sowie der 6. und 20. August. Informationen unter www.djoser.de.










