(openPR) Die Zweite Kammer des Niederländischen Parlaments beschloss am 17. Februar auf Antrag der „Partei für Tiere“ (Partij voor de Dieren) ein Moratorium für den Bau weiterer Mega-Tierhaltungsanlagen. Damit soll dem wachsenden Unmut der Bevölkerung entsprochen werden.
Staatssekretär Bleker vom Ministerium für Wirtschaft, Landwirtschaft und Innovation (Ministerium voor Economische Zaken, Landbouw en Innovatie) kündigte einen breiten, öffentlichen Dialog über Massentierhaltung und Massenproduktion an. Der Parlamentsbeschluss beinhaltet auch ein Moratorium, das bis auf weiteres keine Neubauten zulässt. Damit erhöht sich in mehrfacher Hinsicht der Druck auf die Bundesrepublik. „Niederländische Agrarindustrielle werden nun noch mehr nach Deutschland und Osteuropa drängen, weil hier die Politik noch immer die Augen vor den vielfältigen Schäden durch die Massentierhaltung verschließt“, befürchtet Eckard Wendt von der Arbeitsgemeinschaft für artgerechte Nutztierhaltung e.V. (AGfaN) und weist darauf hin, dass man in den Niederlanden schon vor etwa 15 Jahren die Massentierhaltung als Verursacher für die hohe Nitratbelastung des Grundwassers erkannt und gegenzusteuern versucht habe. Hinzu kommen Gestank, Staubbelastung und gefährliche luftgetragene Krankheitserreger aus den Ställen, die mit zunehmender Tierdichte überproportional zunehmen. Die AGfaN fordert von der Bundesregierung und den Bundesländern, auch in Deutschland der ausufernden agrarindustriellen Tierhaltung Einhalt zu gebieten. Das sei nicht nur im Interesse des Erhalts bäuerlicher Familienbetriebe wichtig, sondern ermögliche darüber hinaus, mehr Tierschutz in der Nutztierhaltung zu verwirklichen.












