(openPR) „Impeccable sense of style“ (New York Times) – seit seiner Gründung 1983 ist das Mandelring Quartett geradezu auf Begeisterungsstürme von Kritikern wie Publikum abonniert. Nach seinem euphorisch aufgenommenen „Berlin-Zyklus“ 2010 im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie beginnt das Ensemble jetzt ein neues Kapitel dieser Erfolgsgeschichte. Mit drei attraktiven Programmen setzt das Mandelring Quartett am 14. Februar, 31. März und 12. Mai 2011 die Serie fort.
Um „Frühe und späte Meisterschaft“ geht es am 14. Februar 2011 mit dem Streichquartett op. 12 von Mendelssohn Bartholdy, dem Streichquartett op. 77/2 von Haydn und dem Klavierquintett von César Franck. Den Klavierpart übernimmt Tomer Lev aus Israel. Während Mendelssohns Schaffen sehr früh beginnt – sein berühmtes Oktett komponierte er im Alter von 16 Jahren und das Quartett op. 12 nur wenig später – entstammen César Francks bedeutende Werke seinem letzten Lebensjahrzehnt. Haydn, der allgemein als „Vater des Streichquartetts“ gilt – seine musikalische Entwicklung führte vom Spätbarock bis an die Grenze der Romantik – schrieb sein letztes vollendetes Quartett op. 77/2 im Alter von fast 70 Jahren.
„Innere Verbundenheit“ ist das Thema des Konzerts am 31. März 2011. Auf dem Programm stehen Haydns Streichquartett op. 64/4, das Streichquartett F-Dur op. 7 von Felix O. Dessoff und Brahms’ Streichquartett op. 51/1. Haydn schuf in einem Zeitraum von 50 Jahren über 70 Streichquartette. Dabei hat er seinen Stil immer weiter entwickelt und wurde zum Vorbild vieler späterer Komponisten. Brahms faszinierte besonders Haydns „motivische Arbeit“. Dessoff, Komponist und erster Kapellmeister der Wiener Philharmoniker, war mit Brahms befreundet und ließ seine Kompositionen von ihm begutachten. Als Dessoff ihm sein Quartett op. 7 widmen wollte, antwortete Brahms: „Du machst mir die größte Freude, wenn Du meinen Namen auf den Quartett-Titel schreibst...“ Als weiteres Zeichen seiner Wertschätzung vertraute er Dessoff 1876 die Uraufführung seiner ersten Sinfonie an.
„Brahms, Dvorák, Janácek – Komponistenfreundschaften“ schließt am 12. Mai 2011 die Konzertreihe ab – mit Dvoráks Streichquartett op. 51, Janáceks Streichquartett Nr. 1 „Kreutzersonate“ und Brahms’ Streichquartett op. 51/2. Eine enge Freundschaft verband Dvorák sowohl mit Brahms als auch mit Janácek. Brahms setzte sich bekanntlich für die Veröffentlichung von Dvoráks Werken ein und verhalf ihm so zum endgültigen Durchbruch. Janácek befreundete sich während seines Studiums in Prag mit Dvorák und wohnte sogar zeitweise bei ihm. Gemeinsam unternahmen sie ausgedehnte Wanderungen durch Böhmen.
Bereits 2010 sorgte das Mandelring Quartett bei seinem ersten Konzert-Zyklus im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie für Furore: „In den seither gut 25 Jahren haben sich die Mandelrings ähnlich entwickelt wie Spitzenwein, was auch ihre gerade abgeschlossene, mehrfach ausgezeichnete Gesamteinspielung der Schostakowitsch-Quartette belegt. Gut, dass die weinseligen vier jetzt auch in Berlin präsent sind […]“, so der Tagesspiegel. Neues Deutschland schwärmte: „Der Besuch sei empfohlen: Wenn das Mandelring Quartett anreist, ist nicht weniger zu erwarten als eine Sternstunde der Kammermusik.“
Das Mandelring Quartett hat sich als eines der profiliertesten Ensembles der internationalen Kammermusikszene etabliert. Markenzeichen sind seine Expressivität und seine phänomenale Homogenität in Klang, Tongebung und Phrasierung. Zahlreiche CD-Aufnahmen, mehrfach mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet und für den Cannes Classical Award sowie den International Classical Music Award nominiert, belegen die außergewöhnliche Qualität und das breite Repertoire. Alljährlich wird das seit 1997 von dem Quartett ausgerichtete HAMBACHERMusikFEST zum Treffpunkt für Kammermusikfreunde aus aller Welt. Konzertreisen führen die Musiker in die berühmten Musikzentren Europas, Nord- und Südamerikas, Kanadas, des Nahen wie des Fernen Osten.
Das Ensemble ist Gast bei Festivals von Weltrang. Im August 2011 wird das Mandelring Quartett bei den Salzburger Festspielen den vielleicht bedeutendsten Quartettzyklus des 20. Jahrhunderts – die 15 Streichquartette von Dmitri Schostakowitsch – aufführen. Als „Referenzaufnahme“ adelt BR-Klassik die bereits davon vorliegende CD-Einspielung des Ensembles. „Auf oberstem Niveau. […] Solche „sprechende“ Interpretationskunst hat sich das Quartett neben aller stupenden Spieltechnik ganz zu eigen gemacht und verinnerlicht“, lobt Fono Forum. „Fast schon zum Weinen schön. So wirkt musikalische Wahrheit“ (Pizzicato).
Zunächst erwartet das Mandelring Quartett eine Amerika-Tournee mit Streichquartetten von Mozart, Beethoven, Mendelssohn und Bartók vom 22. Februar bis 1. März. Weitere Informationen und Termine auf www.mandelring.com
Mandelring Quartett im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie 2011
Der Berlin-Zyklus I: Montag, 14. Februar 2011, 20.00 Uhr
„Frühe & Späte Meisterschaft“
F. Mendelssohn Bartholdy: Streichquartett Es-Dur op. 12
J. Haydn: Streichquartett F-Dur op. 77/2
C. Franck: Klavierquintett f-Moll
mit Tomer Lev, Tel Aviv, Klavier
Der Berlin-Zyklus II: Donnerstag, 31. März 2011, 20.00 Uhr
„Innere Verbundenheit“
J. Haydn: Streichquartett G-Dur op. 64/4
F. O. Dessoff: Streichquartett F-Dur op. 7
J. Brahms: Streichquartett c-Moll op. 51/1
Der Berlin-Zyklus III: Donnerstag, 12. Mai 2011, 20.00 Uhr
„Brahms, Dvorák, Janácek – Komponistenfreundschaften“
A. Dvorák: Streichquartett Es-Dur op. 51
L. Janácek: Streichquartett Nr. 1 "Kreutzersonate"
J. Brahms: Streichquartett a-Moll op. 51/2







