(openPR) - Aber nur jeder Vierte überprüft die Zuverlässigkeit dieser Informationen
Eine neue internationale Gesundheitsstudie von Bupa, die am 4. Januar 2011 veröffentlicht wurde, zeigt, dass 80 Prozent der deutschen Internetnutzer das Internet heutzutage für Gesundheitsfragen sowie Informationen zu Medikamenten und Krankheiten verwenden (Bupa Health Pulse 2010 Forschung: ipsos MORI befragte zwischen dem 10. Juni und 14. Juli 12.262 Bürger aus 12 Ländern. Alle Befragungen erfolgten über Ipsos Online-Foren oder Partnerforen von Ipsos. In Deutschland wurden 1007 Bürger befragt).
Das weltweite Interesse an Gesundheitsfragen im Internet erreicht seinen Höchststand im Januar (basierend auf „Google Insights for Search“ Daten (abgerufen 09/12/2010), die die Anzahl an Suchanfragen für „Gesundheitsfragen“ im Vergleich mit anderen Google-Suchen vergleichen ), da die Menschen zum Beginn eines neuen Jahres größeres Interesse an ihrer Gesundheit zeigen. Der Studie von Bupa zufolge verwenden zwei Drittel der Deutschen (67 %) das Internet für die Suche nach Informationen über Medikamente, und vier von zehn Deutschen verwenden es, um Selbstdiagnosen stellen zu können (42 %) oder um an Erfahrungen von anderen Patienten mit vergleichbaren Beschwerden zu kommen (43 %).
Erschreckenderweise überprüft jedoch nur ein Viertel dieser Personen die Quelle der Gesundheitsberatung (D McDaid und A-La Park. Online Health: Untangling the Web, London School of Economics: untersucht die Rolle des Internets im Gesundheitswesen und setzt die Bupa Health Pulse 2010 Ergebnisse ins Verhältnis).
Mit höheren Verkaufszahlen für Smartphones und Tablet-Computer im Vergleich zu normalen PCs, die für 2012 erwartet werden (Katy Huberty, Ehud Gelblum, Morgan Stanley Research. Daten und Schätzungen von 11/2010), zeigt ein von Bupa in Auftrag gegebener Bericht der London School of Economics (LSE), der am 4. Januar 2011 veröffentlicht wurde, dass es bald noch mehr Gesundheitsinformationen im Internet geben wird, sowie mehr Wege denn je, um darauf zugreifen zu können. Gemäß dieser Studie werden die meisten Nutzer nicht mehr wissen, auf was sie sich verlassen können, da der meiste Inhalt nicht geprüft wird.
Dr. Sneh Khemka, medizinischer Leiter von Bupa International, sagt: „Die Nutzung von unzuverlässigen Gesundheitsinformationen aus dem Internet kann schwere Folgen haben. Eine der Gefahren ist, dass Personen eine falsche Sicherheit für möglicherweise gefährliche Symptome vorgespielt wird und sie nicht mehr die Hilfe in Anspruch nehmen, die sie benötigen. Viel größer ist jedoch die Gefahr, dass sich Menschen unnötigen Sorgen, Untersuchungen und sogar Behandlungen aussetzen, die sich sogar nachteilig auf die Gesundheit auswirken können. Wenn Sie sich also im Internet nach Gesundheitsinformationen umsehen, ist es wesentlich, dass diese von einer zuverlässigen Quelle stammen.“
David McDaid, Senior Research Fellow bei der LSE, fügte hinzu: „Neue Technologien helfen Menschen überall auf der Welt, mehr über ihre Gesundheit zu erfahren und fundiertere Entscheidungen zu treffen. Jedoch sollten die Personen, die diese Internetangebote nutzen, sicherstellen, dass die Informationen ihren Zustand verbessern und nicht verschlechtern. Es ist wichtig, dass die Quellen dieser Informationen auf Qualitätszeichen geprüft, der Bereich „Über Uns“ auf der Internetseite gelesen und kontrolliert wird, wann die Informationen zuletzt aktualisiert wurden.“
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Bupas Tipps bei der Suche nach Gesundheitsinformationen im Internet
1. Verbessern Sie Ihre Suche:
Bei der Suche nach Gesundheitsinformationen im Internet ist es wichtig, so spezifisch wie möglich bei Ihren Suchbegriffen zu sein, da Sie so noch schneller das finden, wonach Sie gerade suchen.
2. Wählen Sie mit Bedacht:
Aber auch wenn Ihre Suche zu einer vielversprechenden Internetseite führt, ist es wichtig, den Ursprung der Informationen zu prüfen und Informationen zu Gesundheitsseiten mit Bedacht auszuwählen.
- Prüfen Sie auf Qualitätszeichen:
Vertrauenswürdige Gesundheitsseiten werden ein anerkanntes Qualitätszeichen ausweisen. Verschiedene Länder haben verschiedene Qualitätszeichen, da nicht alle medizinischen Verfahren in den unterschiedlichen Ländern übereinstimmen. In Großbritannien hat das Gesundheitsministerium einen Informationsstandard entwickelt, der an qualitativ hochwertige Internetseiten wie www.bupa.co.uk und www.diabetes.org.uk vergeben wurde. Ein offizielles Qualitätszeichen zeigt Ihnen sofort, ob eine Internetseite objektive und vertrauenswürde Gesundheitsinformationen enthält.
- Prüfen Sie den Bereich „Über Uns“:
Wenn es kein Qualitätszeichen gibt, ist es wichtig herauszufinden, wer diese Gesundheitsseite betreibt und warum. Seriöse Internetseiten werden klarstellen, ob die Verfasser zur Bereitstellung dieser Informationen qualifiziert sind und ob ein redaktioneller Prozess verwendet wird, um sachlichen Inhalt zu produzieren (im Vergleich zu Werbeinhalten oder Online-Inseraten).
- Prüfen Sie das Datum:
Medizinische Hinweise können ihre Gültigkeit verlieren. Aus diesem Grund sollten Sie prüfen, wann die Gesundheitsinformationen veröffentlicht wurden. Seriöse Internetseiten zeigen das Veröffentlichungsdatum sowie das Datum der letzten Aktualisierung an. Als Daumenregel gilt, dass Gesundheitsinformationen, die mehr als zwei Jahre alt sind, als überholt betrachtet werden sollten.
3. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt:
Zum Schluss das Allerwichtigste: Auch wenn es hilfreich sein kann, mehr über Ihre Gesundheit zu erfahren, und unabhängig davon, wie zuverlässig die gefunden Informationen auch erscheinen, so sollten Sie bei gesundheitlichen Bedenken dennoch weiteren Rat von Ihrem Hausarzt erfragen.
Bupa Health Pulse 2010 Forschung:
Ipsos MORI befragte 12.262 Bürger aus 12 verschiedenen Ländern im Zeitraum zwischen dem 10. Juni und dem 14. Juli 2010. Diese Länder waren Australien, Brasilien, China, Frankreich, Deutschland, Indien, Italien, Mexiko, Russland, Spanien, Großbritannien und die USA.
Alle Befragungen erfolgten über Ipsos Online-Foren oder Partnerforen von Ipsos.
Die Stichproben der befragten Personen sind landesweit repräsentativ für Geschlecht, Alter und Regionen der gesamten Länder, mit der folgenden Ausnahme:
- In Brasilien, China, Mexiko und Russland wurde der national repräsentative Anteil der befragten auf ein Höchstalter von 50 festgelegt.
- In Indien wurden die Anteile der befragten Personen nach Alter, Geschlecht und Region so ausgewählt, um für die Online-Bevölkerung repräsentativ zu sein.
Die Daten sind gewichtet.
Für weitere Informationen gehen Sie auf www.bupa.com/healthpulse
Zusätzliche Kennzahlen über Deutschland von Bupa Health Pulse:
- Acht von zehn deutschen Internetnutzern (80 %) verwenden das Internet, um Ihre Gesundheit zu überprüfen, im Vergleich zu nur 59 % in Frankreich
- Zwei Drittel (67 %) der deutschen Internetnutzer verwenden das Internet zur Suche nach Medikamenten. Vier von zehn deutschen Internetnutzern verwenden es zusätzlich zur Erstellung von Selbstdiagnosen (42 %) und um nach Informationen von Patienten mit ähnlichen Beschwerden zu suchen (43 %)
- Lediglich 15 % der Deutschen glauben, dass sie Ihrem Hausarzt eine E-Mail schicken und anhand einer Beschreibung ihrer Beschwerden ein Rezept ausgestellt bekommen können. 14 Prozent können ein Wiederholungsrezept bestellen.
- Zwei Fünftel der Deutschen wären gerne in der Lage, ihre Arzttermine Online zu buchen (40 %) und Zugang zu ihren Krankenakten und Untersuchungsergebnissen zu haben (39 %)
- Nur 7 Prozent der Deutschen überprüfen ihre Gesundheit anhand kostenloser Gesundheitsfragebögen im Internet
Zusätzliche internationale Kennzahlen von Bupa Health Pulse
Acht von zehn Internetnutzern (81%) überall auf der Welt nutzen das Internet, um nach Gesundheitsfragen oder Informationen über Arzneimittel oder Beschwerden zu suchen
- Russen suchen am meisten nach Gesundheitsinformationen im Internet (96 %), gefolgt von China (92 %), Indien (90 %), Mexiko (89 %) und Brasilien (86 %). Die Franzosen nutzen es am wenigsten bei der Suche nach Gesundheitsinformationen (59 %).
- Es sind mehr Frauen (86 %), die das Internet nach Gesundheitsinformationen durchsuchen, als Männer (77 %)
Beinahe sieben von zehn Internetnutzern (68 %) haben das Internet bereits zur Suche nach Arzneimitteln verwendet, wobei die zweithäufigste Verwendung das Erstellen von Selbstdiagnosen ist (46 %). Nahezu vier von zehn Internetnutzern (39 %) verwenden das Internet, um Erfahrungsberichte von anderen Patienten mit den gleichen Beschwerden zu finden
- Die USA und Großbritannien sind die Nationen, die am ehesten eine Selbstdiagnose im Internet erstellen (58 % beider Bevölkerungen haben dies bereits gemacht), gefolgt von China und Russland (beide 56 %)
- Die Briten suchen weniger nach Informationen über Ärzte als alle anderen Nationalitäten (nur 12 %)
- Nur wenige Spanier (10 %), Briten und Amerikaner (beide 11 %) veröffentlichen Fragen oder Kommentare zu einem Gesundheitsproblem, im Vergleich zu anderen Nationen, wie Russland (35 %) oder Indien (33 %), in denen dies häufiger vorkommt
- Junge Menschen (18-24 und 25-34) verwenden soziale Medien, um mehr über Gesundheitsprobleme zu erfahren – ungefähr ein Viertel dieser Altersgruppe hat bereits Kommentare/Fragen veröffentlicht oder eine Seite wie Facebook oder MySpace zur Suche nach Gesundheitsinformationen verwendet. Dieser Prozentsatz sinkt mit dem Alter.
Überall auf der Welt können Patienten bereits jetzt den Termin mit ihrem Arzt über das Internet vereinbaren (21 %) und ihrem Arzt E-Mails zukommen lassen (20 %).
- Fast sechs von zehn Spaniern (59 %) können ihren Arzttermin im Internet vereinbaren
- In Indien (E-Mail: 36 %, SMS: 35 %) und Mexiko (E-Mail: 38, SMS: 35 %) können mehr Menschen als überall anders auf der Welt ihren Ärzten E-Mails und Kurzmitteilungen schicken
- Die Amerikaner (37 %) können mehr Wiederholungsrezepte im Internet bestellen als alle anderen Länder, gefolgt von Großbritannien (27 %) und Indien (17 %)
Mehr als die Hälfte (56 %) der Befragten gab an, gerne Einsicht in ihre Krankenakten haben zu wollen, gefolgt von denen, die Arzttermine (48 %) und Wiederholungsrezepte (47 %) gerne im Internet buchen würden
12 Prozent sagen aus, ihren Gesundheitszustand über kostenlose Online-Gesundheitsfragebögen zu prüfen. Die Mehrheit (58 %) macht dies über Routinebesuche bei ihrem Hausarzt
Erkenntnisse aus dem LSE Bericht, ‚Die Rolle des Internets und der sozialen Medien im Gesundheitswesen‘:
- Die Folgen schlechter oder falscher Informationen können schwerwiegend sein. Sie können nicht nur zu unnötiger Besorgnis, überflüssigen Arztbesuchen, Überbeanspruchung des Gesundheitssystems und/oder Verzögerungen der korrekten Diagnose führen, sondern manchmal können solche Informationen auch falsche Hoffnungen aufbauen oder zu unnötigen Kosten und Gesundheitsschäden führen, die durch die Anwendung von unbestätigten, wirkungslosen oder sogar vorsätzlich falschen Behandlungen entstehen
- Die Bereitstellung von mehr und besseren Informationen über die Gesundheit kann für Einzelpersonen von Nutzen sein, aber es wird immer schwieriger, die Korrektheit der Gesundheitsinformationen im Internet zu gewährleisten. Die Informationen sind widersprüchlich und es ist schwer zu beurteilen, ob sie mit einer gewerblichen Handlung in Verbindung stehen
- Eine der Folgen des eingeschränkten Zugangs zu Computern in den ländlichen Regionen in China, sowie die steigende Verwendung von Mobiltelefonen ist, dass die meisten großen Internetseiten mit Gesundheitsinformationen zur Verwendung auf Mobiltelefonen entworfen wurden. Man geht davon aus, dass zukünftige Investitionen in Gesundheitsinformationen über Mobiltelefone eine mögliche Alternative zu Festnetzinternettechnologien darstellen können
- Mobiltelefontechnologien werden in der Zukunft von Schwellenländern wahrscheinlich eine wichtige Rolle im wachsenden Zugang zu Gesundheitsinformationen über das Internet spielen
- 17 Prozent aller Mobiltelefonbenutzer und 29 Prozent aller Mobiltelefonnutzer zwischen 18 und 29 Jahren verwenden ihr Telefon zum Erhalt von Gesundheitsinformationen. Das zeigt sich auch an der Tatsache, dass drei der fünf häufigsten Suchanfragen bei Yahoo, die von Mobiltelefonen geschickt werden, mit Sex, Schwangerschaft, Herpes und sexuell übertragbarer Krankheiten in Verbindung stehen
- Patienten können sich besser über ihre Symptome informieren, sobald sie sich über bestimmte auftretende Symptome sorgen machen. Sie können zuerst im Internet suchen und ein Verständnis über die Krankheit und die Behandlungsmöglichkeiten bekommen. Gesundheitsinformationen im Internet können auch dazu verwendet werden, um gefühlte Aufklärungslücken der Mediziner zu füllen
- Die Verwendung der Dienstleistungen im Internet sind bei einigen Bevölkerungsgruppen besonders beliebt, darunter auch junge Menschen, die im Internet auf die Gesundheitsinformationen zugreifen, da sie die Anonymität und die schnelle Reaktion schätzen, vor allem dann, wenn sie nach Informationen bezüglich sexuell übertragbarer Krankheiten oder Suchterkrankungen suchen




