(openPR) Meppen. „Die emsländische Wirtschaft ist von der Finanz- und Wirtschaftskries nicht in dem Maße betroffen worden und schaut optimistisch in die Zukunft“, so beschreibt der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Emsland, Ludwig Jansen, das Ergebnis aus einer Umfrage unter den Mitgliedern. Sie waren aufgerufen worden, einen Fragebogen zur Unternehmensentwicklung für die Jahre 2009/2010 auszufüllen.
Insgesamt konnte laut Verbandsangaben bei einer Rücklaufquote der Fragebögen von mehr als 30 Prozent ein aussagekräftiges, repräsentatives Stimmungsbild der emsländischen Wirtschaft erstellt werden. Demnach hat sich das Jahr 2010 für 73 Prozent der befragten Unternehmen positiv im Vergleich zum Vorjahr entwickelt. Es konnte laut Umfrageergebnis im Jahr 2010 ein durchschnittliches Umsatzwachstum von sieben Prozent realisiert werden. „Zwei Drittel der Unternehmen haben nach eigenen Angaben die Krise überstanden, ein Drittel ist auf einem guten Weg“, fasst Jansen die Ergebnisse zusammen. Recht stabil habe sich auch die Exportquote der emsländischen Unternehmen gehalten. Trotz der Weltwirtschaftskrise hätten nur neun Prozent der exportierenden emsländischen Unternehmen Umsatzeinbußen hinnehmen müssen. Bei 64 Prozent sei der Exportumsatz gleich geblieben, bei satten 27 Prozent hätte er sich sogar in der Krisenzeit erhöht. „38 Prozent unserer Betriebe exportieren ihre Produkte und Dienstleistungen ins Ausland und das mit Erfolg“, ist Jansen überzeugt. Mehr als 60 Prozent der exportierenden Unternehmen würden laut Jansen auch vom Export leben auch. Dass der überwiegende Anteil der exportierenden Unternehmen nicht von der Krise betroffen worden sei, mache deutlich, dass im Emsland Expertenwissen vorhanden sei, auf welches auch in Krisenzeiten nicht verzichtet werden könne. Durchweg positiv sehen die emsländischen Betriebe die eigene zukünftige Unternehmensentwicklung. Derzeit sind 77 Prozent der befragten Unternehmen voll ausgelastet oder sogar überlastet. Dieses Ergebnis schlägt sich auch auf die Umsatzerwartung innerhalb der nächsten sechs Monate nieder. So gehen 55 Prozent der emsländischen Betriebe von einem Umsatzwachstum und 37 Prozent von einem gleichbleibenden Umsatz aus. Auch eine Entlassungswelle blieb während der Wirtschaftskrise aus. Nur acht Prozent der Mitgliedsunternehmen mussten Mitarbeiter entlassen. Dagegen haben 51 Prozent der befragten Betriebe sogar eingestellt. In 41 Prozent der Fälle wurden die Mitarbeiter auch mit Unterstützung der Bundesagentur für Arbeit gehalten. „Dass die Unternehmen an ihren Mitarbeitern festgehalten haben, zahlt sich nun in Zeiten der Vollbeschäftigung aus“, ist Jansen überzeugt. Erfreulich für ihn ist auch die positive Arbeitsmarktentwicklung. Zwei Drittel der Unternehmen planen in nächsten sechs Monaten die Einstellung von Mitarbeitern. So wollen alleine die Unternehmen, welche an der Befragung teilgenommen haben, rund 200 Mitarbeiter einstellen. Die Investitionsbereitschaft der Betriebe hält auch in der nächsten Zeit weiter an. So entspricht die Investitionsquote genau der Höhe des Umsatzwachstums von sieben Prozent. In der Ergebnisauswertung nach Branchen hat der Dienstleistungs-, Gesundheits- und Handelssektor an Fahrt aufgenommen, während die Metallverarbeitungsbranche noch stagniert. An den Nachfolgen der Krise leidet derzeit noch der Fahrzeug-, Maschinen- und Anlagenbau. Bei 57 Prozent der befragten Unternehmen aus diesem Sektor ist der Umsatz vor der Krise noch nicht erreicht worden. „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass das Emsland im Vergleich zu den Nachrichten aus anderen Regionen, nicht so stark unter der Weltwirtschaftskrise gelitten hat“, ist Jansen überzeugt. Die Aussagen und Ergebnisse aus der Mitgliederbefragung deckten sich durchaus mit den Erkenntnissen des Zukunftsatlas der Prognos-Studie, welche dem Emsland sehr gute Zukunftschancen in Aussicht stellt.











