(openPR) Bonn. – Brustkrebs ist immer noch eine der häufigsten Tumorerkrankungen in Deutschland und mit 29 Prozent die häufigste Krebserkrankung der Frau. Jährlich erkranken in Deutschland rund 58.000 Frauen neu an Brustkrebs. Bezogen auf 100.000 Einwohner sind jedes Jahr 130 Frauen betroffen – für eine Stadt wie z. B. Bonn bedeutet dies weit über 400 Neuerkrankungen in jedem Jahr. Trotz der immer weiter verbesserten Methoden zur Früherkennung des Brustkrebses ist es bis heute nicht gelungen, alle Tumoren brusterhaltend zu operieren. Bei ca. einem Drittel der Patientinnen, die an Brustkrebs erkranken, muss aufgrund verschiedener Faktoren die Brust abgenommen werden. „Die daraus entstehende äußerliche Veränderung und Verletzung der körperlichen Integrität bedeutet für viele der Patientinnen eine erhebliche psychische Belastung“, weiß Dr. Kay-Hendrik Busch, Chefarzt der seit Jahresbeginn neu eingerichteten Abteilung für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie im Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg. Im Sinne einer optimalen Unterstützung der betroffenen Patientinnen sei es daher umso wichtiger, alle Möglichkeiten des Wiederaufbaus der Brust zu nutzen. Der Brustaufbau ist, so Busch, trotz aller neuen Erkenntnisse in Deutschland nach wie vor ein unterrepräsentiertes Verfahren und wird nur bei der Hälfte aller Patientinnen nach Brustamputation überhaupt durchgeführt.
Die neu etablierte Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie am Malteser Krankenhaus in Bonn widmet sich seit Beginn des Jahres schwerpunktmäßig der Rekonstruktion der weiblichen Brust nach Amputation. Die Klinik bietet das gesamte Spektrum der Brustchirurgie an. Hierbei steht neben dem Brustaufbau mit Eigengewebe aus dem Unterbauch auch die Möglichkeit der Brustrekonstruktion durch sogenannte Expander und Silikonprothesen zur Verfügung.
Ein Wiederaufbau der Brust mit Implantaten ist laut Busch das für die Frauen schonendste Verfahren, da kein zusätzliches Gewebe an anderen Körperstellen entnommen werden muss. Gleichzeitig ist mit dieser Methode die Zahl der Folgeoperationen sehr gering. „Ein großes Manko dieser Operationsmethode war in der Vergangenheit die Ausbildung der sogenannten Kapselfibrose“, erklärt Busch. Die Kapselfibrose ist eine Vernarbung, die um das Implantat entsteht und durch ein Zusammenziehen und Schrumpfen der Narbe auf Dauer zu einer Verformung bis hin zu einer schmerzhaften Verhärtung der Brust führen kann. „Mittels modernster Netze, die aus biologischem Material gewonnen werden, haben wir es geschafft, in unserem Hause die Rate der Vernarbungen deutlich zu reduzieren und das Risiko für unsere Patientinnen damit deutlich zu senken.“
„Wir haben aber auch sehr gute Erfahrungen mit der Rekonstruktion der Brust aus körpereigenem Gewebe gemacht“, so Busch. „Dank neuester schonender OP-Techniken kann Gewebe aus der Bauchdecke weitgehend unverletzt übernommen werden, so dass eine Narbenbildung im Bauchraum verhindert werden kann. Mit diesem Gewebe kann die Brustform der Gegenseite optimal nachempfunden werden.“ Das körpereigene Gewebe bedarf keiner weiteren Formkorrekturen und es sind auch keine langfristigen Komplikationen zu erwarten.
Zukünftig können wesentlich mehr Patientinnen, die bisher entweder Sorge vor der großen Operation mit Verwendung von Eigengewebe oder Angst vor einer Vernarbung der Implantate hatten, durch die Anwendung der neu entwickelten biologischen Netze die Brust rekonstruieren lassen.
Ein Beratungsgespräch in der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie im Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg ist jederzeit möglich.
Kontakt:
Chefarzt Dr. Kay-Hendrik Busch
Malteser Krankenhaus Bonn/Rhein-Sieg
Von-Hompesch-Str. 1, 53123 Bonn
Telefon: 0228 6481-9161
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