(openPR) Los Angeles. Eine ganz besondere wissenschaftliche Auszeichnung hat jetzt Ivelina Alexandrova, Studentin des Studiengangs Medien- und Kommunikationsinformatik erhalten. Auf eine der bedeutendsten Konferenzen für Grafik und Visualisierungen, der APGV in Los Angeles, hat sie am Samstag (24.07) ihre Ergebnisse präsentiert.
Die Einladung zur Konferenz kam für die 25 jährige MKI Studentin vollkommen überraschend. „Ich habe nie damit gerechnet, dass ich die Ergebnisse dort präsentieren darf. Schließlich habe ich noch nicht mal das Studium abgeschlossen.“ Umso überraschender war für die Master-Studentin die Entscheidung der Konferenz Jury, dass sie ihre Ergebnisse im Hauptprogramm der Konferenz präsentieren soll. Vorgeschlagen für die Konferenz hatte sie Prof. Dr. Heinrich Bülthoff vom Max Planck Institute für biologische Kybernetik in Tübingen. An der Hochschule in Reutlingen wird sie zudem von Prof. Dr. Uwe Kloos betreut, der sich über die besondere Auszeichnung für seine Studentin sehr freut.
In ihrem Vortrag bei der APGV Konferenz in Los Angeles stellte Ivelina Alexandrova ihre Ergebnisse aus der wissenschaftlichen Vertiefung ihres Master-Studiums vor, die sie am Max Planck Institut für biologische Kybernetik in Tübingen erforscht hat. Bereits seit längerer Zeit forschen Studierende des Studiengangs für Medien- und Kommunikationsinformatik am Tübinger Institut. Basis ist eine Kooperation der beiden wissenschaftlichen Einrichtungen. Zuletzt hatte die die amerikanische Wissenschaftlerin Dr. Betty Mohler die Ergebnisse der Zusammenarbeit auf der Konferenz „Informatics Inside“ der Fakultät Informatik präsentiert.
In dieser Forschergruppe um Betty Mohler arbeitet auch die Reutlinger MKI Studentin. Für ihre Experimente entwickelte und programmierte sie einen speziellen virtuellen Raum, der eine möglichst exakte Kopie eines real existierenden Raumes am Institut ist. In vergleichenden Experimenten untersuchte Ivelina Alexandrova, dann, wie Entfernungen in der Realität und in virtuellen Räumen wahrgenommen und abgeschätzt werden. Ziel der Untersuchung: Welche Faktoren helfen, welche stören bei der Wahrnehmung. Licht und Schatten sind zum Beispiel wichtige Faktoren, um sich auch in virtuellen Welten zu Recht zu finden. Denn nach wie vor gibt es in der Wahrnehmung zwischen virtueller und realer Welt erhebliche Unterschiede.
Über die erfolgreiche Zusammenarbeit ist auch Prof. Dr. Uwe Kloos von der Fakultät Informatik begeistert. Er betreut Ivelina Alexandrova und ist selbst auch an den Forschungen beteiligt. Dass die mit dem Tübinger Institut gemeinsam entwickelten Erkenntnisse nun eine so große Beachtung finden, zeigt nach seiner Ansicht, dass der Studiengang Medien- und Kommunikationsinformatik auch im wissenschaftlichen Bereich auf einem guten Weg ist. Die Zusammenarbeit mit den Forschern in Tübingen soll daher weiter intensiviert werden, so Kloos.













