(openPR) Düsseldorf/Solingen. Am 11. Juli 1920 blickten die Menschen in Deutschland mit Spannung auf die Geschehnisse im Osten des Reiches. Die Bewohner der Abstimmungsgebiete Ost- und Westpreußens begaben sich nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages an die Wahlurnen, um über die staatliche Zugehörigkeit ihrer Heimat zu entscheiden. Das Ergebnis des unter alliierter Kontrolle stattgefundenen Referendums hätte eindeutiger nicht ausfallen können: Im Regierungsbezirk Allenstein votierten 97,9% der Bevölkerung für den Verbleib bei Ostpreußen. Im Bezirk Marienwerder sprachen sich 92,4% gegen die polnischen Annexionsbestrebungen aus. Masuren, Ermländer und Westpreußen hatten mit ihrem überwältigenden Bekenntnis zu Deutschland ein unmissverständliches Signal gesetzt.
Am 11. Juli 2010 treffen sich die vertriebenen Ostpreußen in NRW auf Schloss Burg an der Wupper, um an den beispiellosen Akt der Selbstbestimmung vor 90 Jahren zu erinnern. Festredner ist WDR-Redakteur Hubert Maessen. Das Ereignis führt vor Augen, dass die Vertreibung der Deutschen nicht monokausal mit den Verbrechen der Nationalsozialisten begründet werden kann. Die aktuelle Debatte um die Bundesstiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“ bleibt unredlich, solange sich die Beteiligten der Erkenntnis verweigern, dass Polen, Tschechen und Sowjets die günstige Gelegenheit des Kriegsendes 1945 nutzten, um lange gehegte Annexions- und Vertreibungspläne zu verwirklichen.
Gemeinsam mit den Vertriebenen Europas setzt sich die Landsmannschaft Ostpreußen für Rechtsfrieden ein. Rudi Pawelka, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien, wird über die Aktivitäten der Europäischen Union der Flüchtlinge und Vertriebenen (EUFV) berichten.












