(openPR) Fritz R. Ostermann, Geschäftsführer der AEP GmbH, Digital Arts Academy und des Verbandes Druck und Medien Nord e.V, ist Initiator der Ausstellungsreihe „AEP Formate: Plakatbotschaften“. Am 27.Mai wurde die dritte Ausstellung der Reihe mit dem Titel „printing is a way of life - Plakate von Josua Reichert“ eröffnet.
Fritz R. Ostermann über Plakatbotschaften, Kulturpolitik und Kreativität in der Ausbildung.
Das Gespräch führte Anne Müller.
A. Müller: Herr Ostermann, die Ausstellungsreihe AEP Formate: Plakatbotschaften zeigt in ihrer dritten Ausstellung die Arbeiten des diesjährigen Jerg-Ratgeb-Preisträgers Josua Reichert. Zunächst die Frage, was ist die AEP?
F. Ostermann: Die AEP ist eine vielseitige Akademie für Ausbildung, Weiterbildung und Qualifizierung in der Medienproduktion. Wir vermitteln zukunftsfähige Anwendungen und Techniken in der Ausbildung professioneller Gestalter als praxisorientierte Produzenten, die auf die vielfältigen Herausforderungen der aktuellen Berufsfelder in der Medien- und Unterhaltungsindustrie vorbereitet werden.
Und – die AEP ist ein engagierter Bildungsanbieter mit langer Tradition. Seit Mitte der 90er-Jahre ist die AEP feste Größe in Hamburg in der Aus- und Weiterbildung für die Medienbranche. Seit 2006 gehört die AEP zum Verband Druck und Medien Nord e.V. (VDM Nord).
A. Müller: Was sind die Inhalte und Ziele der Ausstellungsreihe AEP Formate: Plakatbotschaften?
F. Ostermann: Die Ausstellungsreihe zeigt Werke herausragender, zeitgenössischer internationaler Plakatkunst. Zum Beispiel mit HAP Grieshaber, dem Urvater des politischen Plakates nach 1945. Oder mit Josua Reichert, dem großen Typografen und Drucker der vergangenen 40 Jahre, der gerade deshalb am 12. Mai mit dem renommierten Jerg-Ratgeb-Preis ausgezeichnet wurde, einer der höcht-dotierten Kunstpreise Deutschlands. Mit den Ausstellungen betonen wir den kreativ-gestalterischen Anspruch unseres Bildungsspektrums. Die Ausstellungen machen es uns möglich, die AEP für Publikum zu öffnen. Unsere Räume im Dachgeschoss, die wir 2008 einweihen konnten, bieten sich für interessante Ausstellungen förmlich an.
A. Müller: Wieso konzentrieren Sie sich mit der Ausstellungsreihe auf das Plakat als Gestaltungsmedium?
F. Ostermann: Plakatausstellungen passen besonders gut zur AEP als Akademie, die zum VDM Nord gehört, dem Wirtschaftsverband der Druck- und Medienbranche. Denn das Plakat repräsentiert die Branche der Druckindustrie regelrecht.
Selbes gilt auch für die Auswahl der herausragenden Typografen. Hier wird die Brücke zum kreativ-gestalterischen Anspruch der AEP geschlagen. Plakate sind überdies Wort-Bild-Botschaften, die eine Aussage oder Information auf den Punkt bringen.
A. Müller: Welchen Stellenwert hat der künstlerische Aspekt für die Studierenden und Seminarteilnehmer der Akademie?
F. Ostermann: Für das AEP Studium ist Kreativität Voraussetzung, um überhaupt an der Akademie aufgenommen zu werden. Wir haben aber für alle Bildungsangebote den Anspruch, neben dem notwendigen technischen Know-how die Kreativität und gute Gestaltung zu entwickeln und zu fördern.
A. Müller: Wie und von wem werden die Ausstellungen entwickelt?
F. Ostermann: Die Ausstellungen werden von zwei erfahrenen Kuratoren entwickelt, die ausgewiesene Fachleute im Bereich zeitgenössischer Plakatkunst sind. Das sind Johannes Göbel, Kurator zahlreicher HAP Grieshaber-Ausstellungen, und Dr. Martin Müller, jahrelanger Direktor des Plakatmuseums PAN Kunstforum, Kurator von mehr als 80 Plakatkunstausstellungen im In-und Ausland. Durch die Kuratoren werden der besondere Anspruch und die Professionalität der Ausstellungsreihe sichergestellt.
A. Müller: Glauben Sie, dass sich die AEP Formate zukünftig in der Konkurrenz der Hamburger Kulturlandschaft etablieren kann?
F. Ostermann: Vor dem Hintergrund unserer vielfältigen Tätigkeiten im Medienbereich möchten wir einen Beitrag zur Bereicherung der Kultur in Hamburg leisten. Wir glauben, wir werden in der buntgefächerten Hamburger Kulturszene mit unserer speziellen Ausrichtung der Ausstellungen wahrgenommen werden.
Danke.
Vita Fritz R. Ostermann
seit 1979
Rechtsanwalt
1973–1997
in leitender Position in Unternehmen der Hamburger Hafenwirtschaft
seit 1997
Geschäftsführer des Verbandes Druck und Medien Nord e.V. (VDM Nord), Geschäftsführer der zum VDM Nord gehörenden Unternehmen AEP GmbH Digital Arts Academy, Upgrade Gesellschaft für Medien Beratung Training mbH











