(openPR) Ex- und Hopp: Junge Tigerpython im Hochhaus ausgesetzt Vergangene Woche wurde eine Tigerpython in einem Karton in der achten Etage eines Hochhauses in Riesa bei Meißen ausgesetzt. Die erst einen Meter lange, noch junge Riesenschlange wurde von Bewohnern des Hauses gefunden.
Nachdem es in Riesa keine Örtlichkeiten gibt, in denen derartige Tiere untergebracht werden können, wurde der von den Behörden beschlagnahmte Python in die Exotenauffangstation des Tierschutzzentrums Meißen gebracht. Bei der Auffangstation für exotische Wildtiere handelt es sich um ein Gemeinschaftsprojekt von aktion tier e.V. und dem Tierheim Meißen-Winkwitz. Mario Assmann vom Tierheim Meißen-Winkwitz ist empört: " Hier hat sich je-mand wieder einmal unüberlegt ein exotisches Tier als Heimtier zugelegt und war dann mit der Haltung überfordert. Der nicht mehr gewollte Exot wird dann einfach in einem Pappkar-ton entsorgt. Eine Tigerpython wird unter günstigen Bedingungen 30 Jahre alt und vier Meter lang."
Laut Tierschutzgesetz kann das Aussetzen von Tieren mit einer Geldbuße bis zu 25 000 EUR geahndet werden. Mario Assmann vom TH Meißen-Winkwitz hat jetzt Anzeige gegen Unbe-kannt erstattet.
aktion tier e.V. beobachtet seit einigen Jahren mit großer Besorgnis eine wachsende Vorliebe in der Bevölkerung, sich ein exotisches Haustier zuzulegen. Wird der einstige Liebling dann zu groß, oder wird die Haltung zu aufwendig und zu teuer, wird das Tier einfach entsorgt.
"Mit der aktuellen aktion tier -Kampagne "Wildtiere gehören nicht ins Wohnzimmer - artge-recht ist nur die Freiheit" versuchen wir Menschen dazu zu bringen, sich erst gar keine exoti-schen Wildtiere anzuschaffen", führt Judith Brettmeister, von der aktion tier Geschäftstelle in München aus, "denn die Lösung des Problems kann nicht sein, dass überall Auffangstationen errichtet werden."











