(openPR) Der Biogasanlagen-Hersteller WELtec Biopower GmbH aus Vechta verzeichnet im ersten Quartal 2010 im Vergleich zum Vorjahr eine stark anziehende Nachfrage aus dem Ausland. So konnten die Niedersachsen unter anderem ihre erste Biogasanlage nach China verkaufen. Ein Hauptgrund für die Aufträge, die in Vechta aus aller Welt eingehen: Bei WELtec kommen alle Anlagenkomponenten aus dem Unternehmen. Das schätzen vor allem ausländische Investoren, weil damit ein standortunabhängiges Qualitätsniveau gewährleistet wird.
Das Konzept der WELtec-Anlage, die noch im Jahr 2010 in Wuxi, 45 Autominuten von Shanghai entfernt, in Betrieb gehen wird, basiert auf der Gasaufbereitung zu Biomethan zur Eigennutzung, da es in China nicht üblich ist, den generierten Strom ins Netz einzuspeisen. Die Stadt Wuxi ist bereits Sitz vieler Investoren aus dem Bereich erneuerbarer Energien.
Im Moment bekommt die Anlage in China Referenzcharakter für WELtec BioPower, weil Shanghai Austragungsort der Weltausstellung Expo 2010 ist. Der Investor ist dort Aussteller und bekommt immer häufiger Anfragen zur Anlage. Das Potenzial für eine wachsende Anlagenpopulation im Land ist groß, und der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung soll in China bis zum Jahr 2020 auf 15 Prozent ansteigen. Besonders auf dem Land, wo rund 900 Millionen Chinesen leben, wird Biogas als Rohstoff zum Kochen und Heizen immer beliebter.
Einen Biogasboom verzeichnet auch Tschechien. Im ersten Quartal 2010 ging in Liberec (Nordböhmen) eine Biogasanlage aus Vechta an den Start. Ausschlaggebend war hier der lückenlose Kundendienst, der den Betreibern zur Seite steht. In Liberec stehen zwei Fermenter mit je rund 2500 Kubikmeter sowie zwei Endlager mit je 4000 Kubikmeter Volumen. Das darin entstehende Methan sorgt im Blockheizkraftwerk mit einem Gasmotoren-Aggregat für 536 Kilowatt Leistung. Die darin generierte grüne Energie versorgt rund 1000 Drei-Personen-Haushalte.
Auch aus Frankreich hat WELtec im Jahr 2010 erneut zwei Aufträge erhalten, nachdem im Jahr 2009 zwei Anlagen ins Nachbarland verkauft wurden. Zusammen mit dem Partner CLAIE wurde eine 104-Kilowatt-Anlage nach Saint Sigismond, zwischen Nantes und Angers, verkauft, die ab Juni 2010 mit Rinder-, Entengülle und Ganzpflanzensilage gefüttert wird.
Überzeugt waren die Investoren hier vor allem von Wärmekonzept, das den Wirkungsgrad der Anlage deutlich anhebt. Er beträgt über 75 Prozent, weil Ställe und Wohnungen des Dorfes ans Wärmenetz angeschlossen werden konnten. Der Vorteil für den Investor wiegt doppelt, weil der Landwirt neben der Wärmenutzung bei diesem Wirkungsgrad mit dem maximalen Einspeisetarif von rund 15 Cent pro Kilowattstunde belohnt wird.












