(openPR) BAD LIEBENZELL. Einblicke in die weltweite Arbeit der Liebenzeller Mission bekamen die Besucher am vergangenen Samstag beim „Forum Weltmission ´10“ in Bad Liebenzell. In Workshops und Vorträgen stellten Mitarbeiter der Liebenzeller Mission Trends in der Weltmission vor und informierten über aktuelle Nachrichten aus verschiedenen Projekten. Außerdem konnten die Besucher den Missionaren im persönlichen Gespräch Fragen stellen.
Samuel und Anke Meier berichteten über den Alltag in Nabwalya, einem abgelegenen Tal in Sambia. Vier Jahre arbeiteten die beiden in dem Land im südlichen Afrika und werden im Sommer wieder dorthin ausreisen. Im Nabwalya-Tal hatte das Ehepaar Meier eine christliche Gemeinde gegründet, die sie auch nach ihrer Rückkehr im Sommer vorerst wieder betreuen werden. „Wir bieten Glaubenskurse an, haben einen Kindergottesdienst begonnen und wollen den Menschen vermitteln, dass jeder Einzelne von ihnen von Gott geliebt ist“, erzählt Samuel Meier. Zu sehen wie die christliche Botschaft Menschen verändere, gehöre zu schönsten Erfahrungen seiner Arbeit, so Meier weiter. Auch dass die Missionare den Dorfbewohnern mit Autofahrten bei Notfällen in die nächstgelegene, vier Stunden entfernte Stadt helfen, wird von den Einheimischen geschätzt. Möglich ist dies allerdings nicht das ganze Jahr über. Während der Regenzeit können auch die Missionare das Tal weder mit dem Auto noch per Flugzeug verlassen. „Als zum Ende der Regenzeit das Essen knapp wurde, konnten wir das Nabwalya-Tal nur mit einem viertägigen Fußmarsch verlassen“, erzählen Anke und Samuel Meier. Trotz der Entbehrungen freut sich das Ehepaar, wieder nach Sambia auszureisen: „Wir möchten noch vielen Menschen im abgelegenen Nabwalya-Gebiet von der Liebe Gottes weitersagen und neue Gemeinden gründen.“
Wie sich auch Gemeinden in Deutschland für Afrika engagieren können, zeigte die Vorstellung einer Projektpatenschaft zwischen der evangelischen Kirchengemeinde Friedrichstal bei Karlsruhe und dem Mushili-Aids-Projekt in Sambia. Walter Bacher, stellvertretender Vorsitzender des Kirchengemeinderats, berichtete von verschiedenen Aktionen in der Gemeinde, deren Erlös für das Projekt gespendet wurde. Einige Gemeindemitglieder planten, in Zukunft selbst nach Afrika zu reisen, um sich vor Ort über das Projekt zu informieren.
Zum Abschluss der Veranstaltung rief Ernst Vatter, ehemaliger Direktor der Liebenzeller Mission und früher selbst Missionar in Japan, die Besucher dazu auf, die weltweite Missionsarbeit auch weiterhin zu unterstützen. Die Unterstützung könne dabei ganz unterschiedliche Formen haben. Es sei wichtig, dass Missionare Menschen hätten, die für sie beteten und finanziell unterstützten. Aber auch ein Päckchen oder ein netter Brief täte den Missionaren, die oft weit weg von der Heimat lebten, gut.
Das „Forum Weltmission“ findet jedes Jahr im März statt und wurde in diesem Jahr zum vierten Mal veranstaltet.
Die Liebenzeller Mission ist ein freies Werk innerhalb der evangelischen Kirche. Mit rund 240 Missionarinnen und Missionaren in 26 Ländern ist sie eine der großen, evangelischen Missionsgesellschaften in Deutschland.













