(openPR) Alarmierende Ergebnisse eines Lausmittel-Tests – Kinderköpfe brennen schnell – hochkonzentrierte Wirkstoffe schaden der Kopfhaut und der Lunge – Das Läuseproblem hat sich schon längst auf das ganze Jahr ausgedehnt
Wenn es kalt wird, mögen Läuse das warme Klima von Kinderköpfen ganz besonders. Immer wieder gibt es Lausalarm in Schulen und Kindergärten und Eltern stellen sich die Frage, wie sie die kleinen Parasiten eliminieren sollen, ohne ihre Kinder schädlichen Wirkstoffen auszusetzen. Ein Sicherheitstest an 13 im Handel befindlichen Lausmitteln brachte jetzt alarmierende Ergebnisse: Einige Lausmittel, die über längere Zeit auf dem Haar verbleiben, stellen eingeatmet eine Gefahr für die Lunge dar. Tatsächlich enthalten zahlreiche Lausmittel z.B. Permethrin, Allethrin oder Malathion, gegen die Läuse mittlerweile resistent werden, oder ätherische Öle wie Anis-, Kokosnuss- oder Teebaumöl, von denen neurotoxische Wirkungen bekannt sind. Sind Pestizide enthalten, kommt es oft zu allergischen Reaktionen. Höchst problematisch sind Lausbekämpfungsmittel, die Dimethicon oder Cyclomethicon enthalten. Sie zeigten sich in der jüngsten Vergangenheit in Holland, Deutschland und Österreich als brand- und lebensgefährlich: selbst wenn das Produkt als solches nicht brennbar war, erwies sich die Kombination dieser Substanzen mit dem Haar als entflammbar - es genügte der Versuch, sich zu föhnen, um die Haare explosionsartig in Brand zu setzen. 6 von 13 Produkten waren im Sicherheitstest entflammbar!
Der Salzburger Internist, Infektiologe und Tropenmediziner Dr. Arno Lechner, selbst Vater von 6 Kindern und mit Resistenzen und Nebenwirkungen von Lausmitteln konfrontiert, entdeckte beim international renommierten Düsseldorfer Parasitologen Prof. Dr. Heinz Mehlhorn dessen neu entwickeltes Lausmittel Wash Away Laus und brachte es nach Österreich, wo es bereits in Apotheken erhältlich ist. Das Laus-Shampoo mit seinen natürlichen pflanzlichen Wirkstoffen ist hautfreundlich und unbedenklich in der Anwendung und effizient in der Laus tötenden Wirkung. In mehreren kürzlich publizierten Studien wurde bewiesen, dass die enthaltenen Wirkstoffe aus dem Extrakt von Samen des Neembaumes die Aufnahme von Sauerstoff in die Atmungsorgane der Läuse blockieren und sie damit töten. Die Anwendung erfordert lediglich zwei viertelstündige Kopfwäschen im Abstand von etwa 9 bis 10 Tagen.
Keine Resistenzen
Während Läuse zunehmend gegen chemische Mittel resistent werden, werden sie es aber viel weniger schnell gegen die Extrakte aus Neemsamen, weil dieser aus einer großen Zahl natürlicher Stoffe besteht. Die Läuse haben es daher schwer, eine Unempfindlichkeit gegen alle diese Substanzen aufzubauen. Das ist auch der Grund für die gute Wirksamkeit des rein physikalisch wirkenden neuen Shampoos. „Eines kann das neue Laus-Shampoo aber genauso wenig wie alle anderen Lausmittel, nämlich prophylaktisch gegen Kopfläuse wirksam zu sein“ betont Dr. Lechner. . Lausbefall muss von den Eltern der betroffenen Kinder den Kindergärten bzw. Schulen gemeldet werden. Mediziner empfehlen dringend, auch alle Kontaktpersonen auf Läuse zu untersuchen bzw. zu behandeln. Die Pedikulose – wie der Kopflausbefall genannt wird - ist die häufigste durch Parasiten verursachte Kinderkrankheit und mittlerweile die zweithäufigste Kinderkrankheit überhaupt.
Wie es wirkt
Das neue Wash Away Laus ist eine Formulierung mit Polyphenolen und grenzflächenaktiven Stoffen aus einem Extrakt von entöltem Neempreßkuchen. (Es enthält gemäß lediglich etwa 0,00072 mg Azadirachtin/g und auch dieses wird innerhalb weniger Tage vollständig abgebaut. Azadirachtin hat somit keinen insektiziden Effekt.)
Die feinen Verzweigungen der Tracheen der Läuse sind innen von einer hydrophilen Schicht aus Proteinen überzogen, durch die Sauerstoff in die Zellen gelangen. Polyphenole überziehen nun bei Behandlung mit Wash Away Laus diese Proteinschicht mit einer feinen, lackartigen Schicht und unterbinden bzw. erschweren dadurch die Sauerstoffzufuhr. Die Parasiten ersticken innerhalb kurzer Zeit. Der so ausgelöste Sauerstoffmangel bewirkt außerdem, dass die Läuse sich nicht mehr mit ihren Klammerbeinen an den Haaren festklammern können und nach dem Shampoonieren der Haare und dem anschließenden Spülen der Haare mit warmem Wasser vom Kopf entfernt und im Spülwasser abgeschwemmt werden. Diese Wirkungsweise von Wash Away Laus wurde in Laborversuchen an der Universität Düsseldorf (Arbeitsgruppe Prof. Dr. Heinz Mehlhorn), von Prof. Heukelbach in Australien und von Prof. Dr. Abdel-Ghaffar an der Universität in Kairo näher bestätigt.
Bei unbehandeltem Läusebefall drohen Infektionen
Da eine Laus alle 3 bis 6 Stunden eine Blutmahlzeit benötigt, sticht sie – sofern sie nicht vorher eliminiert wird - im Verlaufe ihres 20 bis 25 Tage dauernden Lebens ca. 150 Mal in die Kopfhaut, die auf den Läusespeichel immunologisch reagiert: es entstehen 2 bis 3 mm große, hochrote, stark juckende Papeln. Das ständige Kratzen beschädigt die Kopfhaut und Bakterien können eindringen. Passiert das über längere Zeit, kann es, so der Infektiologe Dr. Lechner, „zu Superinfektionen, chronischen Ekzemen und regionalen Lymphknotenvergrößerungen kommen“. Der Juckreiz führt aber auch zu Schlafstörungen und in der Folge zu Aufmerksamkeitsdefiziten der Kinder in der Schule.“
Wie man die Kopfläuse bekämpft
Vielfach werden hygienische Maßnahmen empfohlen, wie z.B. Kämme, Bürsten oder Haarspangen in heiße Seifenlösung oder Kleidung, Wäsche und Stofftiere in den Tiefkühler zu legen, um Läuse abzutöten. „Das alles ist“, so Univ.-Prof. Mehlhorn „absolut nicht notwendig, weil ja die Läuse nur auf dem Kopf lebensfähig sind. Läuse brauchen eine Umgebungstemperatur von 28-29 Grad, wie sie der Haarboden bietet. Nur so können sie überleben. Abseits des Körpers werden sie schnell bewegungsunfähig und sterben (verhungern) rasch innerhalb von Stunden. Unbedingt abzuraten ist von der Verwendung von Insektiziden (Insektensprays) zur Umgebungsbehandlung. Die Nebenwirkungen können verheerend sein!“
Wie man Läuse überträgt
Eine einzige Laus kann innerhalb kurzer Zeit in einer Schulklasse zu einer regelrechten Epidemie führen: dabei werden Kopfläuse aber so gut wie ausschließlich bei engem Körperkontakt von Haar zu Haar übertragen. Sie werden nicht von Tieren übertragen und können nicht springen, fliegen oder schwimmen. Eine indirekte Übertragung über Kämme, Haarbürsten, Schals oder Kopfbedeckungen ist unwahrscheinlich und selten. Lausbefall lässt sich weder durch häufiges Haare waschen vermeiden noch ist er Ausdruck mangelhafter Körperhygiene. Trotzdem bewirkt Läusebefall sehr oft neben den beträchtlichen Krankheitssymptomen fast noch größere psychologische Probleme. Mit Läusen befallene Kinder werden ausgegrenzt und gemobbt, ihre Familien als "asozial" eingestuft, weil sie vermeintlich die Hygiene vernachlässigen. Solche Kinder verweigern dann häufig den Besuch des Kindergartens oder der Schule, was den häuslichen Arbeitsablauf massiv stört und Mütter zum Verzweifeln bringt.
Stichwort Kopflaus
Sie klebt ihre Eier mit einem festen, wasserunlöslichen Kleister ein bis zwei Millimeter oberhalb der Kopfhaut an den Haarschaft. Innerhalb von 6 bis 9 Tagen schlüpfen Larven aus dem Chitingehäuse und häuten sich in den 17 Tagen bis zur Geschlechtsreife noch zwei Mal. Weibchen produzieren je nach Lebensdauer 50 bis 150 Eier – die Massenvermehrung ist damit garantiert. Die erwachsene Kopflaus misst 2 bis 3 mm und ist gelb bis dunkelbraun. Nach einer Blutmahlzeit erscheint sie rot oder schwarz. Sie liebt Temperaturen von 28-29 Grad und fühlt sich daher auf dem menschlichen Haarboden besonders wohl. Nur dort kann sie überleben und stirbt abseits des Körpers rasch innerhalb von 6-26 Stunden.
Stichwort Neembaum
Der Neembaum (Azadirachta indica) ist vor allem bekannt für seine Samen, die ein natürliches Insektengift enthalten, das jedoch schwer zu extrahieren und konservieren ist. Extrakte werden jetzt erfolgreich gegen Läuse eingesetzt. Polyphenole und grenzflächenaktive Substanzen aus einem Extrakt des entöltem Samen-Presskuchen blockieren die Aufnahme von Sauerstoff in die Atmungsorgane. Die schnell wirkende Methode ist für Menschen hautfreundlich und ohne jede Nebenwirkung.
Zur Person Mehlhorn
Univ.-Prof. Heinz Mehlhorn vom Institut für Zoomorphologie, Zellbiologie und Parasitologie in Düsseldorf ist im Steering Committee der Weltgesellschaft für Parasitologie, war Präsident der Weltgesellschaft für Protozoologie und ist seit 1981 Herausgeber der Internationalen Zeitschrift Parasitology Research. Seine Hauptarbeitsgebiete sind Untersuchungen zur Feinstruktur und zu den Lebenszyklen von parasitischen Organismen und die Entwicklung von Medikamenten gegen Parasiten, wofür er 27 Patente erlangte.
Zur Person Dr. Lechner
Dr. Arno Lechner ist Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzfach Infektiologie und Tropenmedizin. Er arbeitet als klinischer Infektiologe am Univ.-Institut für Medizinische Mikrobiologie, Hygiene und Infektiologie des Universitätsklinikums Salzburg sowie als Internist an der EMCO-Privatklinik bei Salzburg. Zusätzlich ist Dr. Lechner Lehrbeauftragter für Infektiologie an der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität in Salzburg.
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