(openPR) Stuttgart, 27.10.2009 Der Qualifizierungsanbieter Integrata AG beschäftigt sich seit geraumer Zeit ausführlich mit dem Thema „Demographischer Wandel“ und seinen Folgen für die Unternehmen. In diesem Zusammenhang fand am 2. Oktober der Workshop „Der demographische Faktor in der Bildungsplanung – Auswirkungen auf Unternehmen, Mitarbeiter und Kunden“ in der Berliner Geschäftsstelle statt, an dem 19 Personalverantwortliche aus unterschiedlichen Branchen teilgenommen haben.
Folgende Fragestellungen wurden an diesem Tag angesprochen:
„Was bedeutet der demographische Wandel konkret für Unternehmen?“
„Was kommt auf die Unternehmen zu – wie können sie den Herausforderungen begegnen?“
„Welche Maßnahmen sind notwendig, um auf Unternehmensebene rechtzeitig entgegen zu steuern?“
„Wie können Unternehmen trotz (oder gerade mit) alternden Belegschaften wettbewerbsfähig, innovativ und erfolgreich bleiben?“
Gerlinde Schönberg, Diplom-Pädagogin und Demographie-Beraterin eröffnete die Veranstaltung. Sie beschrieb anhand von Daten und Fakten den demographischen Faktor in der Bildungsplanung, zeigte die Auswirkungen auf Unternehmen, Kunden und Mitarbeiter auf und diskutierte abschließend die Frage, wie sich das Kundenverhalten von morgen ändern wird und wie mit den Veränderungen der Kundenwünsche umzugehen ist. In den Mittelpunkt ihres Vortrages stellte sie vor allem die Botschaft, dass das Thema Demographie im Unternehmen die Mitarbeitenden aller Altersgruppen betrifft und sich keineswegs nur auf den Umgang mit älteren Arbeitnehmern bezieht, was irrtümlicherweise oft angenommen wird. Weiterhin befasste sie sich mit der Frage, wie Unternehmen ein sinnvolles Miteinander zwischen „Alt und Jung“ herstellen und wie alle Altersgruppen voneinander profitieren können. „Die Jungen laufen zwar schneller, aber die Alten kennen die Abkürzung“, so ihr Resümee.
Diesen Faden aufgreifend stellte Anke Hellmann, HR Beraterin bei E.ON, den demographischen Wandel aus ihrer Sicht und die daraus für E.ON resultierenden personalpolitischen Maßnahmen vor. Ebenso wie in vielen anderen deutschen Unternehmen, ist die Altersstruktur bei E.ON unausgewogen und der Frauenanteil in Führungspositionen sehr niedrig. Dies alles – und die Tatsache des Geburtenrückgangs - haben zur Folge, dass in naher Zukunft der Altersdurchschnitt der Erwerbstätigen drastisch steigen wird. E.ON reagiert auf diese demographischen Herausforderungen mit unterschiedlichen Maßnahmen, wie z.B. konzernweiten Gesundheitskampagnen, Talentförderungen und Personalentwicklungs-Programmen.
Bei den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG) ist eine ähnliche Situation festzustellen. Bettina Jankovsky, Stabsabteilungsleiterin Strategieentwicklung Personal, beschrieb in ihrem Vortrag eindrucksvoll die Leistung der BVG. „Die BVG ist das größte deutsche Nahverkehrsunternehmen – wir umfahren jeden Tag 15 Mal die Erde, haben jährlich 850 Millionen Fahrgäste und 13.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, so Bettina Jankovsky. Allerdings wurde der Personalbestand der BVG während der letzten Jahre drastisch verringert und auch hier steigt das durchschnittliche Mitarbeiteralter kontinuierlich an. Auch bei der BVG begegnet man diesem Trend mit unterschiedlichen Maßnahmen. Personalgewinnung, lebenslanges Lernen und Gesundheitsmanagement sind Themen, die bei der BVG einen hohen Stellenwert haben.
Claudia Förster, Group Diversity Management Deutsche Telekom AG, stellte im dritten Referenzbericht das Projekt Generation@Telekom vor. Dieses Projekt dient der Sicherung der „Demographie-Fitness“ der Deutschen Telekom AG. Die Herausforderung wird sein, die Beschäftigten durch ein interessant gestaltetes Arbeitsumfeld an das Unternehmen zu binden, außerdem nachhaltig, systematisch und zielgruppenorientiert neue Beschäftigte zu gewinnen und die Kompetenzentwicklung und das Gesundheitsmanagement im Unternehmen weiter voranzutreiben. Claudia Förster dazu: „Wir müssen jetzt die Rahmenbedingungen schaffen und Maßnahmen einführen, um das Generationenverständnis und das Miteinander der Generationen im Unternehmen weiter zu fördern“.
Als abschließender Redner betrachtete Peter Bleidt von der Integrata AG die Demographie aus Sicht des Weiterbildungsträgers und stellte die Frage, wie sich das Lernverhalten älterer Menschen ändert und ob im Hinblick auf die Altersverschiebung spezielle Angebote für ältere Arbeitnehmer notwendig sind. Die Beantwortung dieser Frage blieb offen, da es sowohl Pros als auch Contras dazu gibt. Klar ist allerdings, dass Unternehmen daran arbeiten, die Kommunikation zwischen Alt und Jung zu verbessern, die berufliche Weiterentwicklung von älteren Mitarbeitern zu fördern und über alle Grenzen hinweg ein stringentes Gesundheitsmanagement aufzubauen. Die Integrata AG berücksichtigt in ihrem speziell dazu entwickelten Angebot „Senior Professional Qualifizierung“ die Bedürfnisse älterer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen und unterstützt so die Unternehmen bei ihren Herausforderungen für die Zukunft.
Bei der Abschlussrunde zeigten sich die 19 Teilnehmer und 4 Referenten des Workshops begeistert. Christian Schwarz von der Deutschen Rentenversicherung Mitteldeutschland, Leipzig: „Der Tag war informativ und hat gezeigt, dass alle Unternehmen mit den gleichen Herausforderungen zu kämpfen haben. Gerne nehmen wir an solchen Workshops auch in der Zukunft teil“.








