(openPR) ZEUGENSCHAFT DER DINGE
Ortsspezifische Projekte, Installationen, Zeichnungen und Prints von Lada Nakonetschna
Eröffnung am Mittwoch, den 04.11.2009, 19 Uhr, in der
galerieGEDOKmuc
Elisabethstr. 13/RGB.
80796 München
Ausstellungsdauer 05.11.–14.11.2009
KUNSTAKTION „Roter Teppich Theatinerstraße“, Donnerstag, 05.11.2009, 13–16 Uhr (Odeonsplatz/Muenchen)
Lada Nakonetschna versteht Kunst als Form des öffentlichen Dialogs und als Möglichkeit der Wissensbildung. Ihr Projekt „Zeugenschaft der Dinge“ in der galerieGEDOKmuc bezieht Besucher wie Besucherinnen aktiv mit ein. Durch von ihnen mitgebrachte Kleidungsstücke füllt sich im Verlauf der Ausstellung ein „Schaufenster“ der Arbeit und des Konsums von Frauen – als Anstoß für anregende Gespräche. Geschichte, Zielsetzung und der kommunikative Dialog der GEDOK München werden dabei in Beziehung gebracht zu einer gemeinsamen Auseinandersetzung über Globalisierung und Massenproduktion.
Daneben zeigt Lada Nakonetschna in der galerieGEDOKmuc Werke der letzten Jahre, die sich insbesondere mit der Lebenswirklichkeit in Kiew auseinandersetzen – Veränderungen im Stadtbild, Konsumverhalten und Wertewandel in der Bevölkerung. Sie arbeitet mit Video und Transferprints, aber auch mit feinen Wandzeichnungen, die in direktem Bezug zum Ausstellungsort stehen.
Seit 2005 ist Lada Nakonetschna Mitglied der ukrainischen Künstlergruppe R.E.P., mit der sie sich an Ausstellungen, Projekten und kritischen Kunstaktionen im öffentlichen Raum sowie an dem transnationalen Dialog mit Künstlern in Ost- und Mitteleuropa beteiligt. So wird sie sich auch mit ihrer vom Kulturreferat der Landeshauptstadt München geförderten KUNSTAKTION „Roter Teppich Theatinerstraße“ am Münchner Odeonsplatz auf originelle und kritische Weise mit Konsum und KonsumentInnen auseinandersetzen.
Die 1981 in der Ukraine geborene Künstlerin richtet in ihren Installationen, Video-, Foto- und Grafikarbeiten den Blick auf das öffentliche Zeitgeschehen und scheut in keiner Weise vor Gesellschaftskritik zurück. Neben Themen wie menschliches Konsumverhalten, Überlegenheitsansprüche sowie Rolle und Funktion von Massenmedien setzt sie sich mit dem Einfluss der neoliberalen Strömungen in ihrem Land auseinander. Dabei unternimmt sie den Versuch aufzuzeigen, inwieweit sich diese auf zwischenmenschliche Beziehungen auswirken und gegebenenfalls verändern. In den Arbeiten Lada Nakonetschnas geht es immer auch um die Verantwortung des Menschen gegenüber sich selbst, seinen Mitmenschen und seiner Umwelt sowie um seinen Umgang mit Geschichte und Erinnerung.
Im Herbst 2009 ist Lada Nakonetschna auf Einladung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München Stipendiatin/Artist in Residence in der Villa Waldberta, Feldafing.













