(openPR) Ein Kooperation der Allgemeinbildenden Schulen, der Musikschule und Partnern aus der Wirtschaft
Dieses Projekt beinhaltet zwei Aspekte: Zum einen das Schulprojekt, in dem Kinder und Jugendliche in verschiedenen fachbezogenen Kursen an einem Theaterprojekt arbeiten und zum anderen eine kindgerechte Auslegung der Nibelungen-Sage.
Das Musical „Nibili“ ist ein Theaterprojekt, die „Theaterwerkstatt“. Ziele dieses Pionier-projekts‘, welches als erstes in der Nibelungenstadt Plattling mit Unterstützung des Ministeriums für Unterricht und Kultus (gefördert vom bayerischen Kulturfond) und dem Schirmherrn Mdl Bernd Sibler im Schuljahr 2009/10 durchgeführt werden soll, sind Schulübergreifende Kooperation, Ganztagsschule als Zukunftskonzept, kreative Berufsbildung und Integration.
„Zum ersten Mal werden Kinder und Jugendliche aller Plattlinger Schularten zusammen arbeiten und ein gemeinsames Theater-Projekt durchführen: Schülerinnen und Schüler aus Grund-, Haupt-, Real- und Musikschule können sich mit ihrer individuellen Leistung einbringen.
Weiterführende Schulen, wie Berufsfachschulen für Musik und Theater, sowie Partner aus der regionalen Wirtschaft unterstützen die Jugendlichen mit ihrem Können und ihrer wertvollen Erfahrung. Jener Aspekt des Ganzheitlichen ist gerade das herausragende Merkmal dieses Projektes. Die Jugend lernt und profitiert von der Erfahrung der Berufstätigen und von weiterführenden Schulen, bekommt dabei einen Einblick in unterschiedlichste Berufsfelder und knüpft Kontakte zu späteren Ausbildungsstätten und potentiellen Arbeitgebern.“ So Mdl Bernd Sibler, Schrimherr des Projektes.
Förderung und Forderung, sowie gegenseitiger Ansporn sind der Nährboden für eine erfolgreiche Durchführung dieses Projektes.
Die Story des Musicals um den kleinen Drachen Nibili – der einst Hauptdrache der Nibelungen war und diese bei ihrem großen Zug begleitet – vermittelt in kindgerechter Art die historischen Themen um die Nibelungen-Sage.
Dazu sollte man wissen, dass zu Zeiten der Nibelungen gutartige und bösartige Drachen lebten. Die gutartigen Drachen fungierten als Beschützer der Menschheit und taten ihnen nützliche Dienste. Sie halfen zum Beispiel beim Feuermachen oder wärmten Kriemhilds „Sitzsteine“ um auf Reisen etwas Komfort zu haben. Ein solcher Drache war auch unser Nibili. Doch er war noch sehr klein und etwas unbeholfen. Die Strapazen der langen Reise machten ihn sehr müde und so schlief er bei der Rast in Plattling ein. So geschah es, dass die Nibelungen ihn vergasen, als sie plötzlich nach eintreffen der Nachricht von Bischof Pilgrim aufbrachen und nach Passau weiter zogen.
Die kindgerechte Auslegung des Nibelungen-Themas soll entgegen der politischen und ideologischen Verwendung (oft auch Missbrauch) der Sage in der deutschen Geschichte nun eine neue Betrachtungsweise an den Tag legen. Nibili entdeckt in seiner kindlichen und manchmal auch tollpatschigen Art die Welt wie sie heute ist und erklärt uns aus welcher Welt er stammt. „Verherrlichung des großen Deutschtums“, die „Nibelungen-Treue“ und die „Dolchstoss-Legende“ – was bisher in der Geschichte von der Sage verwendet wurde, treten in den Hintergrund und werden durch integrative Gedanken und Zusammenhalt ersetzt. Dazu dient der historische Hintergrund des Nibelungen-Zuges, welcher an der Donau entlang durch halb Europa führte.
Projektrelevante Zielsetzungen
Konzipiert und entwickelt wurde es von Manfred Göttl (Leiter der Städtischen Musikschule Plattling / musicndesign.com) und Mag. (FH) Bettina Gayer (musicndesign.com).
1. Schul-übergreifende Kooperation
In diesem Projekt soll die Zusammenarbeit verschiedener Schultypen und der Musikschule gefördert werden. Grund-, Haupt-, Real- und Musikschule erarbeiten innerhalb eines Jahres eine Musicalaufführung. Weiters sollen Fachbezogene Partner aus der Wirtschaft (wie z.B. Eventagenturen), Weiterführende Schulen (wie z.B. Berufsfachschulen) und soziokulturell engagierte Unternehmen aktiv mit eingebunden werden.
Interdisziplinäres und Teamorientiertes Denken und Handeln
Kinder und Jugendliche mit verschiedenen sozialen und fachlichen Hintergründen (Schultypen), sollen in diesem Projekt Offenheit und interdisziplinäres Denken und Handeln im Team erfahren und auch selbst anwenden. Wirtschaftspartner und weiterführende Schulen begleiten die Schüler und Schülerinnen in diesem Lernprozess.
2. die Ganztagsschule als Zukunftskonzept
In einem neu geschaffenen Schul- oder Wahlfach, der „Theaterwerkstatt“, sollen die Kinder und Jugendlichen innerhalb eines Schuljahres ein Musical-Projekt inszenieren, in allen eine Theaterproduktion betreffenden Bereichen. Dieses Fach stellt ein attraktives Angebot für den Ganztagsschulbetrieb und birgt so die einzigartige Chance einer aktiven und produktiven Jugendarbeit in sich als attraktive Ergänzung zum herkömmlichen Schulbetrieb.
Raum für eine aktive und produktive Jugendarbeit
Die Theaterwerkstatt und die teilnehmenden Schulen bieten ein weitgestreutes Betätigungsfeld für Jugendliche sich im sozialen und kulturellen Bereich zu engagieren und produktiv an einem gemeinsamen Projekt kontinuierlich über ein Schuljahr lang zu arbeiten.
3. Kreative Berufsbildung
Unser Wirtschafts- und Arbeitssystem befindet sich in einem ständigen Wandel. Der derzeitig stattfindende Wechsel von der Produktionsökonomie hin zur Wissensökonomie, bringt neue Chancen, aber auch neue Aufgaben für die Bildungsstätten mit sich. Die Kinder und Jugendlichen müssen auf ein sich änderndes Berufsleben vorbereitet werden. Der Bereich der kreativen Berufsbildung greift hier ein. Traditionelle und neue sehr zukunftsträchtige Berufssparten und Weiterbildungsmöglichkeiten, wie Eventkauffrau/mann oder PATechniker werden im Rahmen des Projekts vorgestellt und den SchülerInnen sollten auf diesem Wege Kontaktmöglichkeiten für Ausbildungsplätze geboten werden.
Berufs-Perspektiven und Kontaktmöglichkeiten zu Ausbildungsstätten
Die kreative Berufsbildung ist ein neuer Ansatz zur herkömmlichen Berufsberatung. Kinder und Jugendliche können über ein Jahr lang in mögliche Ausbildungsberufe schnuppern, das Betätigungsfeld kennenlernen und so Kontakte zu möglichen Ausbildungsstätten knüpfen. Nachwuchs-Bühnenbildner treffen auf Branchen-Profis, wodurch ein Interessens- und Erfahrungsaustausch stattfinden kann.
4. Integrative Gedanken – Musik verbindet
In der heutigen Zeit werden wir mit multikulturellen Einflüssen auf Grund starker Zuwanderung konfrontiert. Oft fällt es einem schwer den Kulturkreis des jeweilig anderen kennen und verstehen zu lernen. Mitunter sind sprachliche Barrieren der Grund dafür, dass ein zufriedenstellender Austausch im herkömmlichen Schulunterricht stattfinden kann. Die Musik dagegen braucht keine linguistische Ausdrucksweise, sie ist selbst eine Sprache, die weltweit mit ein bisschen Offenheit verstanden werden kann. Mit der Sprache Musik lassen sich Emotionen und Stimmungen ausdrücken. Dur und Moll, ob traurig oder fröhlich. Das Musical Nibili ist offen für musikalische Einflüsse anderer Kulturkreise und schafft dadurch die Möglichkeit zur gegenseitigen Integration.
kultureller Austausch durch Förderung von Offenheit
Musikalische Einflüsse aus anderen Kulturkreisen sollen das Verständnis und das Wissen über kulturelle Hintergründe immigrierter Mitmenschen fördern.
5. Pionierprojekt in Plattling
Aufgrund Schul- und Wirtschaftstruktureller Gegebenheiten bringt die Stadt Plattling die idealen Vorraussetzungen für ein Pionierprojekt dieser Art mit sich. In Plattling befinden sich Grund-, Haupt-, Real- und Städtische Musikschule, sowie eine Berufsfachschule für Musik mit sehr engagierten und kreativen LehrerInnen und SchülerInnen.
Projektpartner
Für dieses Projekt konnten bereits zahlreiche Partner aus dem Bildungsbereich und der Wirtschaft gewonnen werden. Dabei sind an erster Stelle die teilnehmenden Schulen zu nennen: Die Grundschule Plattling - Herr Lehner, Hauptschule Plattling - Herr Sperl, Realschule Plattling - Frau Schabel und die Städtische Musikschule - Herr Göttl.
Fachliche Unterstützung werden die Kids seitens der Wirtschaftspartner durch Kreativwerkstatt Atelier & Friends im Bereich Werbeplanung und –gestaltung finden. Redaktionelle Arbeiten werden von BR Bayern 4 bei onAir-Produktionen und von der PNP Redaktion Plattling bei Pressearbeiten betreut. Das Musikhaus Piano Werner aus Straubing wird die Theatermacher mit entsprechenden Bühnenequipment und einem dazugehörigem professionellem Coaching betreuen. Im Bereich Finanzkalkulation werden die Mitarbeiter derSparda Bank Platting ihr fachliches Wissen zur Verfügung stellen.












