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Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer: Denkmalschutz und Klimaschutz müssen kooperieren

11.08.200913:59 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Einweihung eines umweltfreundlichen Blockheizkraftwerkes im historisch wertvollen Ensemble „Lindenhof“
- Berliner Energieagentur bietet Bewohnern Strom und Wärme aus verbrauchernaher Produktion an
- GeWoSüd investierte elf Millionen Euro in energetische Modernisierungsmaßnahmen



Berlin, 10. August 2009. – Die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, hat heute in der denkmalgeschützten Schöneberger Siedlung „Lindenhof“ eine umweltfreundliche Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zur Energieerzeugung in Betrieb genommen. Das von der Berliner Energieagentur betriebene sogenannte Blockheizkraftwerk (BHKW) versorgt 72 Wohnungen der Gemeinnützigen Wohnungsgenossenschaft Berlin-Süd eG (GeWoSüd) mit Strom und Wärme und reduziert die jährliche Kohlendioxid-Belastung um 80 Tonnen. Zuvor sind in dem historisch wertvollen Gebäudeensemble aus den 20er Jahren aufwändige energetische Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen worden, die neuen Dachgeschosse entsprechen sogar dem Niedrigenergiehaus-Standard. Dadurch konnte die GeWoSüd den primären Jahresheizwärmebedarf um 62 Prozent reduzieren.
Bei der Einweihung des BHKW lobte Senatorin Junge-Reyer, wie Klimaschutz und Denkmalschutz beim „Lindenhof“ ineinander greifen. „Dieses Beispiel zeigt, dass der Schutz des Klimas und der Schutz unserer historischen Bausubstanz nicht in Konkurrenz zueinander stehen müssen. Wärmedämmung und umweltfreundliche Energie-versorgung sind auch in denkmalgeschützten Gebäuden möglich, wenn Investoren und die unterschiedlichen Behörden partnerschaftlich und konstruktiv zusammenarbeiten.“
Die Modernisierungsarbeiten in dem historisch wertvollen Gebäude-ensemble Suttnerstr.-/Reglinstraße dauerten ein Jahr. Sämtliche Dach-geschosse wurden ausgebaut und es entstanden 21 neue Wohnungen mit Maisonette-Charakter. 51 Wohnungen im Bestand sind nach den Wünschen der Bewohner saniert und modernisiert worden. Unter anderem ließ die GeWoSüd eine komplette Außendämmung vor-nehmen, ohne dabei charakteristische Stilelemente zu beeinträchtigen. Ingesamt investierte die GeWoSüd elf Millionen Euro. Die Energie-versorgung mittels dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung ist laut GeWoSüd-Vorstand Norbert Reinelt „ein wichtiger Beitrag in unserem Bemühen, den Wohnungsbestand der Genossenschaft zukunftssicher, umweltfreundlich und bezahlbar zu machen.“

Dezentrale Versorgung mit günstigen Preisen

Das BHKW in der Eythstraße 43 wird mit Erdgas betrieben und erzeugt etwa 350 Megawattstunden Energie im Jahr für Strom, Heizung und Warmwasser. Es hat eine Leistung von 20 kW elektrisch und 47 kW thermisch. Den erzeugten Strom können die Bewohner direkt bei der Berliner Energieagentur zu einem günstigen Tarif beziehen. Die vom BHKW erzeugte Wärme deckt die Grundlast im Bereich Warmwasser und Heizung ab. Bei hohem Wärmebedarf in der kalten Jahreszeit springt zusätzlich ein Erdgas-Brennwertkessel mit 300 kW ein, um die Spitzenlast abzudecken. BEA-Geschäftsführer Michael Geißler: „Dezentral, nah am Verbraucher erzeugte Energie, ist absolut konkurrenzfähig. Sowohl bei der Wärme als auch beim Strom liegen wir unter dem ortsüblichen Preisniveau. Und obendrein profitiert die Umwelt.“
Blockheizkraftwerke setzen die eingesetzte Primärenergie nahezu vollständig in Wärme, Strom – oder Kälte – um, ihr Nutzungsgrad liegt bei über 90 Prozent. Kraftwerke ohne Kraft-Wärme-Kopplung, bei denen die Abwärme nicht genutzt wird, haben dagegen einen Nutzungsgrad von maximal 40 Prozent. Insgesamt arbeiten in Berlin rund 280 BHKW. Die Berliner Energieagentur betreibt 27 Anlagen an 21 Standorten im gesamten Stadtgebiet. Weitere Inbetriebnahmen sind in Vorbereitung.
Der „Lindenhof“ ist zwischen 1918 und 1921 unter Leitung des damaligen Schöneberger Stadtbaurats Martin Wagner entwickelt worden und orientierte sich an der Idee der Gartenstadt. Die Pioniersiedlung zeichnete sich vor allem durch guten Wohnraum zu günstigen Konditionen, zahlreiche Gemeinschaftseinrichtungen und die Möglichkeit der Selbstversorgung in Hausgärten aus. Für die Gestaltung der Außenanlagen war der renommierte Land-schaftsarchitekt Leberecht Migge verantwortlich. Insgesamt besteht der Lindenhof heute aus 232 Häusern aus verschiedenen Epochen mit insgesamt 1.267 Wohnungen.

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