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Der Bachelor wird Normalität

13.07.200909:02 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Viele Studenten misstrauen dem Bachelor-Abschluss. Doch auf alte Abschlüsse auszuweichen, sei keine sinnvolle Alternative, meint Hochschulexperte Ludwig Voegelin; Diplom und Magister seien ein "auslaufendes Modell".

"Der Bologna-Prozess ist noch nicht abgeschlossen, aber wir sind kurz davor", sagt Voegelin. Er ist Projektleiter des Beratungsbüros CHE Consult, das sich auf die Beratung von Hochschulen spezialisiert hat.



Bereits 75 Prozent aller rund 12.300 Studiengänge in Deutschland seien schon auf Bachelor und Master umgestellt. Die Hälfte aller Studierenden sei bereits dort eingeschrieben, sagte Voegelin. "Für Jura oder Pharmazie gilt das noch nicht, für Lehramt nicht überall, bei Medizin ist es noch offen", so der Hochschulexperte. "Aber es stellt sich langsam Normalität ein." Der Umstellungsprozess sei so weit vorangeschritten, dass er als praktisch unumkehrbar gelte.

Probleme gebe es für Bachelor-Absolventen allerdings nach wie vor. Die Vorstellung, dass die große Mehrzahl von ihnen gleich ins Berufsleben startet, hat sich in der Praxis noch nicht als realistisch erwiesen: "Rund 60 bis 80 Prozent wollen anschließend noch einen Master machen", sagte Voegelin. Ursprünglich sollte das Master-Studium nur einer Minderheit offenstehen.

Die große Zahl der Bachelor-Absolventen, die nun an den Hochschulen bleiben wollen, sprengten oft deren Kapazitäten. "Das führt zum Teil zu wahnsinnigen Zulassungsverfahren." Manche Bachelor-Studierenden gingen daher notgedrungen auf den Arbeitsmarkt.

Vor allem bei mittleren und größeren Unternehmen gebe es ihnen gegenüber auch keine Vorbehalte mehr. "Die große Mehrzahl findet sie ausreichend qualifiziert", sagte Voegelin. Bei kleineren Betrieben sieht das möglicherweise noch anders aus. "Uns fehlen allerdings die Daten, um das tatsächlich beurteilen zu können."

Die Diskussion um die Frage, ob die Absolventen nach meist nur drei Jahren Studium tatsächlich schon fit für den Arbeitsmarkt sind, habe sich jedenfalls deutlich entschärft. Vor allem an den Fachhochschulen sei die Umstellung auf den Bachelor reibungslos gewesen: Viele von ihnen haben siebensemestrige Bachelor-Studiengänge, so Voegelin.

Im Vergleich zu der zeit vor dem Bachelor habe sich dort gar nicht viel geändert. Dagegen haben sich 95 Prozent der Universitäten für ein sechssemestriges Bachelor-Studium entschieden, nur 1 Prozent für den BA nach acht Semestern. Hinterher ein Master-Studium anzuschließen, mache insbesondere dann Sinn, wenn das Berufsziel eine wissenschaftliche Karriere ist. "Wer promovieren will, kommt am Master nicht vorbei." In allen anderen Fällen sei der BA eine gute Grundlage für den Berufsstart.

"Die innerbetriebliche Karriere hängt vor allem von den Leistungen, weniger vom Abschluss ab", sagte Voegelin. Und wer mit dem Bachelor erst im Berufsleben Fuß gefasst hat, kann bei Bedarf später immer noch einen Master draufsatteln - etwa im Rahmen eines Weiterbildungsstudiums.

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