(openPR) Je häufiger die Begriffe "Note", "Klassenarbeit" u.ä. fallen, desto stärker steigen Prüfungsängste. In der Schule und zuhause sollte über Prüfungssituationen nicht mehr gesprochen werden als unbedingt notwendig, empfehlen die Professoren Dr. Albert Ziegler und Heidrun Stöger in ihrem neuen Ratgeber "Pädagogisches Kompaktwissen für Eltern von Schulkindern".
Die Psychologen empfehlen zur Schaffung einer angstfreien Atmosphäre:
- Die Benotungen werden nicht in der Umgebung des Kindes bekannt gemacht
- Der Zeitdruck wird vermindert
- Die Maßstäbe der Bewertung werden transparent gemacht
- Das Kind erfährt, dass seine Aufgeregtheit vor der Prüfung normal und angemessen ist
- Das Kind erfährt anhand eines Beispiels, wie Prüfungsangst überwunden wird
Unter dem Stichwort "Senkung des Erwartungsdrucks" schreiben die Psychologen:
"Nehmen wir an, ein Kind hat in einer Klassenarbeit eine gute Note geschrieben. Die Eltern freuen sich sichtbar und loben das Kind überschwänglich. In der nächsten Klassenarbeit schneidet das gleiche Kind jedoch weniger gut ab, und seine Eltern sind sichtbar betrübt. Natürlich sollen Eltern Anteilnahme und Interesse am Lernen ihrer Kinder haben; doch je größer diese Stimmungs- und Reaktionsunterschiede nach guten oder schlechten Leistungen sind, desto mehr steht für ein Kind bei Prüfungssituationen auf dem Spiel: Es kann im Erfolgsfall viel Anerkennung und Zuneigung erfahren, aber auch viel Ablehnung und Liebesentzug bei einem Misserfolg. Und je mehr für ein Kind auf dem Spiel steht (negativ wie positiv), desto leichter entsteht Prüfungsangst."
Albert Ziegler, Heidrun Stöger:
Pädagogisches Kompaktwissen für Eltern von Schulkindern
Pabst, Lengerich/Berlin, 108 Seiten Großformat, 96 Bilder
ISBN 978-3-89967-369-2











