(openPR) Ende des Jahres 2008 stehen die drei Geschäftsführer Thorsten Hansen, Andreas Stadler, Thomas Prausse und ihre fünf weiteren Angestellten des Clevergy Kernteams auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt und stoßen mit reichlich Glühwein auf 20.000 gewonnene Kunden an. Die „15.000“ wolle man bis Jahresende knacken, so hieß es noch zehn Monate zuvor auf der Pressekonferenz zur Gründung in Hamburg. Heute ist das Jahr gerade zwei Wochen alt und es sind schon 25.000 Kunden. Wer sich diese Zahlen auf der Zunge zergehen lässt und sie auf den Gesamtmarkt der günstigen Anbieter hochrechnet, der erkennt die wahre Dynamik im bundesweiten Strommarkt und versteht die zunehmende Angst der großen Vier vor den Angriffen der vielen kleinen Flexiblen. Aber zurück zur Entstehungsgeschichte der Clevergy:
Am Anfang waren zwei Stadtwerke mit ähnlicher Strategie und dem Willen zur Risikoteilung. Der abstrakte Begriff „Versicherungsprinzip“ machte die Runde und mündete in der Entscheidung für die Option Wachstum. Was soll das heißen? Ganz einfach... sollten die Kundenverluste im Heimatmarkt zukünftig weiter ansteigen, sollten damit auch die Vertriebschancen einer neuen Gesellschaft in externen Gebieten steigen. Sollte sich diese Marktentwicklung jedoch abschwächen, sinken zwar die Chancen der neuen Gesellschaft, gleichzeitig sinkt aber auch wieder das Risiko von Kundenverlusten im Heimatmarkt... voilà!
Mit der Gründung der Vertriebsgesellschaft Clevergy wollten N-ergie und Enercity also potenzielle Kundenverluste im Netzgebiet kompensieren und zusätzliche Margen im überregionalem Vertriebsgeschäft unter Nutzung von Synergieeffekten und mit geteiltem Risiko generieren. Das Geschäftmodell war erfolgversprechend und so wurde nach der Freigabe durch die Gremien die Umsetzung durchgeführt.
Von Anfang an sollte das Projekt Clevergy nicht weniger als ein „Best Practise“ aller Bereiche der Wertschöpfungkette in der Energiewirtschaft darstellen: mit dem gesammelten Know-How beider Stadtwerke, einem Kernteam von wenigen Personen in Leipzig, externen Beratern, speziellen Dienstleistern und Agenturen wurde ein stark prozessoptimiertes und kundenorientiertes Konzept entwickelt, das den relevanten Entwicklungen des Markes Rechnung trägt.
Kernstück ist das Angebot selbst. Aus den drei markttreibenden Faktoren Preis, Ökologie und Service wurden drei vorgefertigte Produkte entwickelt, welche die Bedürfnisse aller potentiellen Kundengruppen bedienen. Der Kunde hat hier die Möglichkeit, Vertragsdauer und Preisgarantie anzupassen. Wer es gerne ganz individuell mag, kann sich mithilfe des CleverClickers ein komplett eigenes Produkt zusammenstellen - das Baukastenprinzip der Produktentwicklung macht’s möglich.
Um dieses dynamische Prinzip optimal abzubilden, wurde eine im Hintergrund komplexe aber für den User vordergründig sehr einfache und vertriebsorientierte Website entwickelt. Im Laufe des Jahres hat man die virtuelle Produktpräsentation und den Online Vertrieb auf der Grundlage von Marktforschungsergebnissen kontinuierlich gemopft (Modellpflege) wie man bei Mercedes sagen würde.
Um die Strombeschaffung kümmern sich die Stammhäuser. Das gesamte Kundenmanagement wird mit externen Dienstleistern und Partnern kostenoptimal abgewickelt, dasselbe gilt für den Offline Vertrieb. Die Steuerung findet intern statt. Der gesamte Marketing-Mix unterliegt einem vertriebsorientierten CPO (Cost Per Order) und wird unter Performance-Aspekten permanent optimiert.
Ganz zum Schluss sollte noch erwähnt werden, dass man sich bewusst gegen einen Discount-Ansatz entschieden hatte. Dumping-Preis-Angebote wie derzeit von einigen bundesweiten Anbietern praktiziert sind kurzfristig nicht wirtschaftlich und führen langfristig zu starken Preiserhöhungen. Das Ziel der Clevergy war es von Anfang an, trotz eines kontinuierlich preisgünstigen Angebots, schon mittelfristig profitables, überregionales Wachstum bei Haushalts- und Gewerbekunden zu erzeugen.
Als sich die Vorstände der Stammhäuser dann gegen Ende des Jahres 2007 von der Idee überzeugt zeigten, musste man sich ins Zeug legen und begann mit den Vorbereitungen für den Markteintritt. Mit einer sich optisch differenzierenden Marke feierte Clevergy am 29. Februar in Hamburg, Stuttgart und 18 weiteren Regionen seinen Launch. In der erste Phase des Markteintrittes lag der Fokus auf der Optimierung aller relevanten Geschäftsprozesse, um dann am 1. Juli nach einer Ausweitung des Vertriebs auf 80% des Bundesgebietes den Schwerpunkt auf eine aktive Vermarktung zu verschieben. Direktmarketing-Aktivitäten und Offline Vertriebskooperationen wurden getestet und gegen Ende des Jahres ausgebaut, Online Marketing und Vertriebspartner bildeten die zweite Säule der Kundenakquise.
Mittlerweile vertreibt Clevergy im zweiten Geschäftsjahr bundesweit Strom an Privatkunden. Der Plan ist, in Kürze auch Gewerbekunden mit Strom zu versorgen. Im Verlauf des Jahres 2009 wird Clevergy dann gänzlich erwachsen, in dem es sich durch das zusätzliche Angebot von Gas zum vollwertigen Energieversorger mausert.
Bleibt uns also nur noch übrig, allen Beteiligten des Projekts Clevergy ganz herzlich zu gratulieren. Sie haben Mut bewiesen, vieles richtig und aus einer innovativen Idee ein erfolgreiches Geschäftsmodell gemacht. Clevergy ist Ihnen gelungen. Wir wünschen Ihnen auch für 2009 viel Erfolg und viele Kunden!









