(openPR) Nürnberg – Für die Finanzwirtschaft war das Jahr 2008 kein gutes Jahr. Das Platzen der amerikanischen Immobilienblase hat weltweit zu erheblichen Verwerfungen geführt, die Börsenkurse brachen ein, die Rohstoffpreise fielen und die robuste Nachfrage fiel über Nacht in sich zusammen. Und das Schlimmste: Die Beinahe-Kollaps der Finanzsysteme hat das Vertrauen der Kunden in das Bankenwesen entscheidend geschwächt. „Vor diesem Hintergrund sind wir schon etwas stolz darauf, dass wir uns als Sparda-Bank Nürnberg im Krisenjahr 2008 gegen diesen Trend des Vertrauensverlustes gut behaupten konnten“, resümierte Vorstandsvorsitzender Volker Köhler das Geschäftsjahr 2008 der Sparda-Bank Nürnberg.
Die beim diesjährigen Bilanzpressegespräch in Nürnberg vorgelegten Zahlen bestätigen das eindrucksvoll. Der Erfolg spiegelt sich vor allem in der Bilanzsumme wider, die auf knapp 3,5 Milliarden Euro mit einem Plus von 12,5 Prozent (384 Millionen Euro) anstieg. Auch die positive Entwicklung aus den Vorjahren bei der Neukundengewinnung konnte die Sparda-Bank Nürnberg 2008 wiederholen. Die Zahl der Mitglieder nahm im Jahr 2008 erneut zu: Der nordbayerischen Genossenschaftsbank gehören nunmehr über 165.000 Mitglieder an. Das sind 5.578 Mitglieder mehr als im Vorjahr. Mit einem Zuwachs von 12.000 neuen Girokunden steigerte die Bank sogar das gute Vorjahresergebnis (11.400). Der Girokontenbestand erhöhte sich dadurch von 140.000 zum Jahresende 2007 auf 146.000 zum Bilanzstichtag am 31. Dezember 2008. „Besonders erfreulich ist für uns, dass deutlich mehr als 50 Prozent der Neukunden auf Empfehlung von Sparda-Kunden zu uns kamen“, freute sich der Vorstandsvorsitzende. Als offiziellen Beweis für das Vertrauen der Kunden in die Bank nannte er die Spitzenplatzierung der Gruppe der Sparda-Banken in der Kundenzufriedenheitsstudie „Kundenmonitor Deutschland“ der ServiceBarometer AG. In dieser wurden die Sparda-Banken 2008 zum 16. Mal in Folge als „Bank mit den zufriedensten Kunden“ ausgezeichnet.
Diese positive Entwicklung führt der Vorstandsvorsitzende auf die bodenständige Geschäftspolitik seines Hauses zurück. Die Sparda-Bank Nürnberg investiert in konservative, sicherheitsorientierte Investments. Mit ihrem kundenorientierten Vertriebsmodell „Direktbank mit Filialen“ bietet sie gleichermaßen günstige Konditionen wie bei einer Direktbank und eine einfache Abwicklung der Bankgeschäfte, kombiniert mit kompetenter persönlicher Beratung in den 20 Geschäftsstellen. So konnte die Sparda-Bank Nürnberg im Geschäftsjahr 2008 an die erfolgreichen Vorjahre anknüpfen und in allen relevanten Geschäftsbereichen zum Teil kräftig zulegen.
Einlagen im Geschäftsjahr 2008 gesteigert
Die Kundeneinlagen stiegen im Jahr 2008 um rund 150 Millionen Euro mit einem Zuwachs von 5,4 Prozent auf rund 2,9 Milliarden Euro. „Mit diesem Wachstum sind wir sehr zufrieden, da das Bruttogeldvermögen der Bürger im Jahr 2008 insgesamt zurückgegangen ist“, erläuterte Volker Köhler. Vor dem Hintergrund der Finanzkrise waren bei den Kunden vor allem sicherheitsorientierte Geldanlagen mit ordentlicher Rendite gefragt, wie die kurzfristige Geldanlage SpardaFest für sechs und zwölf Monate und das Internet-Tagesgeldkonto SpardaExtraZins.
Kundenkreditgeschäft zeigt differenziertes Bild
Im Kundenkreditgeschäft entwickelten sich die Zahlen unterschiedlich. Unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung zeigte sich das Geschäft mit den persönlichen Krediten überaus positiv: Bei den Neuzusagen erreichte die Sparda-Bank Nürnberg erstmals ein Volumen von 27 Millionen Euro mit einem Zuwachs von 7 Prozent oder 1,8 Millionen Euro. Als Ursache für diese Steigerung nennt der Vorstand die günstigen Konditionen, die die Sparda-Bank bei gegebener Bonität einheitlich für jeden Kunden garantiert.
Im Bereich der privaten Baufinanzierung verzeichnete das Geldinstitut im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Steigerung des Kundenneugeschäfts von 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit beliefen sich die Neuausreichungen auf 189 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende Volker Köhler erläuterte: „Diese Entwicklung ist für uns besonders erfreulich, da wir diese in einem deutlich rückläufigen Markt erzielen konnten. Denn in unserem Geschäftsgebiet wurden 2008 deutlich weniger Baugenehmigungen erteilt als in den Jahren zuvor.“ Die Sparda-Bank Nürnberg räumt ihren Kunden traditionell günstige Sondertilgungsrechte ein, die die Kunden auch 2008 vermehrt nutzten und ihre Darlehen ablösten.
Das Kreditgeschäft im Jahr 2008 war – wie die Jahre zuvor – von dem anhaltenden, branchenüblichen Trend zur Entschuldung geprägt. Der gesamte Kreditbestand wuchs daher nur um knapp 4,4 Millionen Euro (0,3 Prozent) auf 1,390 Milliarden Euro an.
Spitzenwerte im Vermittlungsgeschäft
Mit ihren Kooperationspartnern Schwäbisch Hall, Union Investment und DEVK erzielte die Sparda-Bank Nürnberg sehr gute Ergebnisse im Vermittlungs- und Provisionsgeschäft. Einen Spitzenwert erreichte der Partner Schwäbisch Hall bei der vermittelten Bausparsumme mit 142 Millionen Euro. Die Summe entspricht einem Zuwachs um 18 Prozent im Vergleich zu 2007. Förderlich für das Bauspargeschäft waren nach Angaben des Vorstands die steigenden Baugeldzinsen sowie das Bedürfnis der Kunden nach Sicherheit angesichts der internationalen Finanzkrise.
Im Versicherungsgeschäft konnte die Bank 2008 die Ergebnisse aus dem Vorjahr noch verbessern. Die Beitragssumme bei den Kapitallebens- und Rentenversicherungen stieg um rund 34 Prozent auf 15,9 Millionen Euro.
Insgesamt positiv entwickelte sich trotz Finanzkrise auch das Investmentgeschäft. Im Vergleich zum Vorjahr vermittelte die Bank ein Bruttoabsatzvolumen von über 160 Millionen Euro an den Partner Union Investment.
Bürgerschaftliches Engagement stark ausgebaut
Die Geschichte der Sparda-Bank hat vor über 75 Jahren in der nordbayerischen Region begonnen. Daher ist es der als Selbsthilfeorganisation für Eisenbahner gegründeten Bank wichtig, hier vor Ort Engagement zu zeigen und Verantwortung zu übernehmen. „Den direkten Gesprächen mit unseren Kunden konnten wir entnehmen, dass sich viele gerade wegen unseres kulturellen und sozialen Einsatzes in der Region für uns als Hausbank entscheiden. Wir werden als sympathische und verantwortungsbewusste Bank wahrgenommen“, beschrieb der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Peter Hering die Reaktion seiner Kunden. Ihr Engagement konzentriert die Sparda-Bank Nürnberg auf die Bereiche Bildung, Soziales, Kultur und seit 2008 auch auf den Umweltschutz.
So zeichnete die Genossenschaftsbank im vergangenen Jahr zum vierten Mal drei Einrichtungen aus Nordbayern mit dem insgesamt mit 10.000 Euro dotierten SpardaZukunftspreis „Bildung für Kinder“ aus. Zusätzlich verlieh sie den mit 3.000 Euro dotierten SpardaMedienpreis „Bürgerschaftliches Engagement“ und vergab erstmals den mit 1.500 Euro ausgelobten SpardaSonderpreis „Bestes interkulturelles Integrationsprojekt 2008“. Das kulturelle Engagement weitete die Sparda-Bank auf die nordbayerische Region aus und unterstützte neben Klassik-Open-Air-Konzerten in Nürnberg, Fürth und Coburg 2008 zum ersten Mal die Sparda-Bank Classic Night – das Eröffnungskonzert des Würzburger Hafensommers. Zudem ist die Sparda-Bank Nürnberg seit März 2008 Hauptsponsor der Kampagne „Kinderstadt Nürnberg“. Als Initiator setzt sie sich außerdem gemeinsam mit der Stadt Nürnberg für den Umweltschutz in der Region ein. Im Mai 2008 riefen die beiden Partner zum „Kinder-Klima-Jahr“ auf, das seinen Höhepunkt im Sommer 2009 beim SpardaKinder-Klima-Gipfel findet. „Wir werden auch 2009 unsere Engagements für die Region weiter ausbauen“, kündigte Peter Hering an.
Sich für Nordbayern zu engagieren bedeutet auch eine wichtige Rolle als Arbeitgeber wahrzunehmen. 2008 ist die Mitarbeiterzahl von 302 auf 307 gewachsen. Aktuell bildet die Bank 35 Jugendliche aus. Die Sparda-Bank Nürnberg plant, 2009 weitere 15 Ausbildungsplätze zu schaffen.
Zuversichtlicher Ausblick auf das Jahr 2009
Zusammenfassend ist die Sparda-Bank Nürnberg mit ihren Geschäftszahlen des für die Branche turbulenten Jahres 2008 zufrieden. „Das Kundengeschäft lief für unsere Bank insgesamt sehr gut“, resümierte der Vorstandsvorsitzende Volker Köhler. „Die Kursverluste an den Börsen und Zinsverwerfungen an den Finanzmärkten beeinflussten natürlich auch das Anlagenportfolio der Sparda-Bank Nürnberg. Dies hatte nur marginale Auswirkungen für uns. Im Gegenteil: Das bröckelnde Vertrauen der Kunden in wohlbeleumundete Banken brachte uns zahlreiche neue Kunden und einen Einlagenzufluss.“
Die Finanzmarktkrise wird nach Einschätzung des Vorstands auch noch in 2009 zu spüren sein und in das Jahr 2010 hineinreichen. Der Druck auf die Margen werde anhalten, der Wettbewerb im Privatkundengeschäft werde sich verschärfen. „Doch trotz aller negativen Vorzeichen haben wir uns für 2009 wieder herausfordernde Ziele gesetzt und sind zuversichtlich, diese auch zu erreichen“, so Volker Köhler. Im Einlagengeschäft erwartet die Bank auch für 2009 deutliche Zuwächse, während sie sich im Baufinanzierungsbereich verhalten optimistisch zeigt.
Der Vorstandsvorsitzende kündigte für 2009 außerdem an, das Neukundengeschäft und die Bilanzsumme kontinuierlich zu steigern. Beim Girokontenbestand erwartet die Bank einen Zuwachs um 12.000 Girokonten plus X. Denn im Sommer 2009 wird die Sparda-Bank ihr Filialnetz erweitern und eine Großgeschäftsstelle in prominenter Lage in der Nürnberger Fußgängerzone eröffnen – ein klares Bekenntnis zum Standort Nürnberg und damit zur gesamten Region Nordbayern.










