(openPR) 12.09.2007 Von Johanna Wögerer, Berlin
Die Fastenden speisen
(IR). Im Ramadan gehen die Menschen alles ruhiger an, schwere körperliche Arbeiten werden auf die Zeit nach ‘Id-ul-Fitr verschoben. In vielen armen Ländern wirkt sich das dramatisch auf das Leben der ärmeren Menschen aus, die abhängig sind von täglicher Gelegenheitsarbeit. So geht es Safiya Hassan aus Somalia. Nun erhält sie im Ramadan Hilfe in Form von Nahrungsmittel.
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Safiya Hassan, 45, ist Mutter von 3 Söhnen und 2 Töchtern und lebt in Anod in der Region Sool im Norden Somalias. Sie ist Witwe, ihr Mann starb 1992 während des Bürgerkriegs. Sie verdient ihr Geld mit Gelegenheitsarbeit wie waschen und putzen. Eine andere Einkommensmöglichkeit hat sie nicht. „Während des Ramadan sinkt unser Einkommen, da die meisten Leute fasten und es weniger Arbeit gibt. Wie soll ich meine Familie in dieser Zeit ernähren?”, fragt sie. Islamic Relief verteilte 2006 erstmals 1.875 Lebensmittelpakete an 9.375 Begünstigte. Safiya Hassan war eine von ihnen. Das Paket enthielt 10 kg Reis, 10 kg Mehl, 10 kg Zucker, 6 kg Datteln und 3 kg Pflanzenöl. Durch die Unterstützung von Islamic Relief können auch Safiya und ihre Kinder ihr Fasten mit einer gesunden Mahlzeit brechen. Sie erklärt, wie sich ihre Lage verbessert hat: „Ohne Arbeit habe ich kein Einkommen, um meine Familie zu ernähren. Nun kann ich meinen Kindern Essen geben, kann mich erholen und auf das Fasten konzentrieren. Ich hoffe, dass ich nach Ramadan wieder Arbeit finde.”
Im Jahr 2006 erweiterte Islamic Relief die Lebensmittelverteilung auf Somalia. Die Eröffnung eines Büros in Somalia und die Verteilung von Nahrung ermöglichte den direkten Zugang zu den Bedürftigsten des Landes.
Projekte fördern
Islamic Relief Weltweit verteilte im Jahr 2006 Nahrung an über 900.000 Begünstigte in 26 Ländern weltweit. Seit ihren Anfängen ist die Organisation im Ramadan aktiv, gibt Nahrung an Bedürftige und Festgeschenke an Waisenkinder. Die Bedürftigen erhalten Lebensmittel in Form von Iftarpaketen, so dass sie während des Ramadans nicht der Belastung von Nahrungssicherung und Hunger ausgesetzt sind. Die Verteilung von Lebensmittelpaketen erfolgt in Verbindung mit anderen Entwicklungsprojekten, um Nachhaltigkeit zu gewährleisten. Die lokalen Islamic Relief-Büros und befreundete Wohlfahrtsorganisationen ermitteln die Bedürftigen. Meist handelt es sich um Witwen, Waisen, ältere und verarmte Menschen, Behinderte, Flüchtlinge und Menschen in Katastrophengebieten. Die Projekte zur Nahrungssicherung und Entwicklungszusammenarbeit bauen Brücken zwischen den Betroffenen und denjenigen, die diesen Menschen helfen möchten und in der Lage dazu sind.
Projekte im Ramadan:
• Verteilung von Iftarpaketen und ‘Id-Geschenken in Afrika, dem Nahen Osten und Asien
• Verteilung der Zakat-ul-Fitr nach islamischen Richtlinien
• Mehr Informationen finden Sie unter: www.ramadanonline.de












