(openPR) Rückblick auf die Woche vom 17.11. - 23.11.2008
Die vergangene Woche zeigte uns wieder einmal die aktuellen Ängste auf, die momentan den Markt beherrschen. Da wäre zum einen die Angst, dass die wirtschaftliche Lage viel schlechter ist als bisher angenommen und zum anderen ein weiteres Abrutschen drohe. Bei genauerer Beobachtung der Wirtschaftspresse fällt auf, dass immer öfter das Wort Depression benutzt wird. Vor wenigen Wochen war nicht einmal Rezession genannt worden, sondern es wurde oft als das böses „R-Wort“ umschrieben. Weitere Ängste sind eine möglicherweise bevorstehende Phase der Deflation und selbstverständlich die bestehende Unsicherheit hinsichtlich des Zustandes der Finanzmärkte. Neu hinzu kam die Sorge um die Automobilbranche sowie die Sorgen um Rückzahlungsschwierigkeiten bei Kreditkartenschulden.
Bei den beiden zuletzt genannten Problemen müssen wir aber sehr genau zwischen Fakten und einem eventuellen Versuch von Panikmache unterscheiden. Der schlechte Zustand der amerikanischen Automobilindustrie hat nur sehr wenig mit der aktuellen Finanzmarktkrise zu tun. Viel mehr manifestieren sich hier jahrelange Misswirtschaft, gravierende Managementfehler, schlechte Produkte und natürlich auch eine „Globalisierungsproblematik“ hinsichtlich der immens hohen Produktionskosten.
Die oft genannten ausstehenden Kreditkartenschulden der US-Amerikaner sind im Vergleich zu den bisher entstanden Kosten sehr gering. Das heißt jedoch nicht, dass dies ein non event ist.
In der vergangenen Woche sahen die amerikanischen Indizes überwiegend schlecht aus. Am Donnerstag wurde - eine bis dato - wichtige und starke Unterstützung deutlich unterschritten. Am Freitag sah es zunächst nach weiter fallenden Notierungen aus, bis um ca. 20:00 Uhr die Nachricht die Runde machte, dass der bisherige Chef der Federal Reserve Bank of New York, Timothy Geithner, neuer Finanzminister werden soll. Dieses Gerücht (was mittlerweile bestätigt scheint) verhalf den US-Indizes zu einer späten und beeindruckenden Rallye - was einmal mehr die Nervosität der Marktteilnehmer belegt.
Die Wirtschaftsdaten letzter Woche zeichnen ein düsteres Bild über den Zustand der US Wirtschaft.
Der Consumer Price Index fiel auf einen Wert von -1,0% und befindet sich demnach in einem deflationären Bereich.
Ebenfalls stark fiel - auf Grund der schwachen Nachfrage - der Producer Price Index auf ein Niveau von -2,8%.
Nach der Ankündigung von Citigroup über 50.000 Mitarbeiter weltweit zu entlassen, fiel der Kurs der Aktie um über 60% in der letzten Woche.
Die Neuanträge auf Arbeitslosenversicherung stiegen um 27.000 auf 542.000. Der höchste Stand seit Anfang der ´90er Jahre.
Indizes:
Dow Jones: - 5,31 %
DAX Index: - 12,37 %
Nikkei 225: - 6,52 %
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