(openPR) Zumeist geologisch bedingt kommt Uran im Erdboden vieler Regionen Zentraleuropas vor. Über das Grundwasser gelangen Spuren davon ins Trinkwasser. Mit Uranex® bietet Krüger WABAG ein Ionenaustauschverfahren an, das dieses Schwermetall hochselektiv aus dem Wasser entfernt, ohne die Eigenschaften des Wassers ansonsten zu verändern. In Hirschaid, einer Gemeinde in Nordbayern, wurde die erste großtechnische Anlage installiert. Regeneration und Entsorgung des Filtermaterials sind gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz zertifiziert.
Intensive Medienberichterstattung über Urangehalte im Wasser sorgt in diesen Tagen für Diskussionen über eventuelle Gegenmaßnahmen und Grenzwerte. Das Umweltbundesamt empfiehlt, einen Leitwert von 10 Mikrogramm Uran pro Liter Trinkwasser nicht zu überschreiten. In Deutschland dürfen darüber hinaus Tafel- und Mineralwässer, die einen Gehalt von über 2 Mikrogramm pro Liter aufweisen, nicht als „für die Herstellung von Säuglingsnahrung geeignet“ gekennzeichnet sein. Weiterhin hat die WHO einen Grenzwert maximal 15 Mikrogramm pro Liter veröffentlicht. Vor diesem Hintergrund sind entsprechende Entwicklungsaktivitäten in der Wasseraufbereitung zu sehen. So ist vom Forschungszentrum Karlsruhe und ATC Dr. Mann e. K. ein geeignetes Verfahren entwickelt worden, das von Krüger WABAG in Exklusivlizenz erworben und als Uranex-Verfahren zur großtechnischen Reife weiterentwickelt wurde. Es handelt sich dabei um eine Ionenaustauschertechnologie mit einem speziell entwickelten Adsorptionsmaterial. Das Rohwasser tritt von oben in den Austauscherfilter ein und durchläuft ihn im Abstrom. Diese Technik, die wegen des automatisierten Betriebs einen geringen Bedienaufwand erfordert, lässt sich einfach mit bestehenden Aufbereitungsverfahren kombinieren und an wechselnde Wasser¬qualitäten sowie Durchflussmengen anpassen.
Im Rahmen verschiedener Projekte wurde ein intensiver Probebetrieb durchgeführt. Die erste großtechnische Anwendung des Verfahrens, das in Deutschland als erstes dieser Art vom Umweltbundesamt zugelassen wurde, erfolgte im nordbayerischen Hirschaid. Nachdem geringe Spuren des Schwermetalls im Brunnenwasser gefunden wurden, entschied sich die Gemeinde für die Installation einer Uranex-Anlage. Kernstück ist die Adsorptionsstufe mit dem uranselektiven Material, das in einen Stahlbehälter eingefüllt ist und im Abstrom mit einem Durchsatz von rund 32 bis maximal 58 m3/h betrieben wird. Die Anlage wurde im November 2007 in Betrieb genommen, Anfang Dezember 2007 startete der Netzbetrieb zur Versorgung der Hirschaider Bevölkerung.
Die Standzeit des für das Uranex-System verwendeten Filtermaterials liegt bis zum Austausch je nach Anlagendurchsatz und Rohwasserzusammensetzung bei mehreren Jahren. Nach dieser Zeit wird es entnommen, regeneriert und neues Material eingefüllt. Dr. Günter Mann, Lizenzgeber für dieses Verfahren: „Die Regeneration unseres Filtermaterials, beziehungsweise die Entsorgung des Konzentrats ist gemäß Kreislaufwirtschaftsgesetz und der novellierten Deponieverordnung vollständig gesichert. Dabei arbeiten wir mit Partnern zusammen, die hierauf spezialisiert und entsprechend zugelassen sind.“












