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Antidiskriminierungsstelle sieht sich für Jungen nicht zuständig

26.07.200823:05 UhrPolitik, Recht & Gesellschaft

(openPR) Stuttgart: Jungen erhalten bei gleichen schulischen Kompetenzen schlechtere Noten und werden bei gleichen Noten seltener an höher Schulen empfohlen als Mädchen. Diese Feststellung stammt u.a. aus einem Bericht zur Bildungssituation von Jungen, der im Auftrag der Bundesregierung erstellt wurde. Das Bundesbildungsministerium gab allerdings gleich zu verstehen, dass weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit von Jungen nicht erwünscht seien. Es sieht die Länder in der Verantwortung und wäscht seine Hände in Unschuld. MANNdat sieht in dieser Ungleichbehandlung eine deutliche Benachteiligung von Jungen. Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes hat jedoch einen entsprechenden Antrag von MANNdat telefonisch abgelehnt. Sie sieht keinen Handlungsbedarf und sich darüber hinaus auch nicht zuständig.

Eine Einstellung, die schwer nachvollziehbar ist, denn Bildung ist im Antidiskriminierungsgesetz ausdrücklich als Handlungsfeld genannt. Sicher ist sich die Antidiskriminierungsstelle mit dieser Einschätzung aber anscheinend auch nicht, denn zu einer schriftlichen Stellungnahme zu dem Antrag von MANNdat ist sie nicht bereit.

Damit haben Jungen weiterhin schlechte Karten. Die Bildungssituation der Jungen wird von der schwarz-roten Bundesregierung ebenso rigoros vernachlässigt wie vorher von der rot-grünen. Das Wahlversprechen der Bundes-CDU von 2005, "Jungen mit gezielter Förderung aus dem Abseits zu holen“, hat sich schon längst als völlig substanzlos erwiesen.
Die Jugendministerin von der Leyen betonte schon 2006, dass sie die Bildungsbenachteiligung von Jungen "nicht schlimm" fände. Die Bundeskanzlerin lehnt eine gezielte Jungenförderung grundsätzlich ab. So beschränkt sich die "Jungenförderung" weiterhin vorrangig darauf, Jungen feministisch korrekt zu sozialisieren. Der Bildungsabschluss spielt da weniger eine Rolle.
Aber Bügel- und Putzkurse für Jungs sind nicht geeignet, um deren Bildungsmisere zu beheben. Die Antidiskriminierungsstelle ist übrigens im Ministerium von Frau von der Leyen angesiedelt.

Angesichts dieser Vernachlässigung von Jungen sind deren schlechtere Bildungsleistungen nicht verwunderlich. Bei einer Benachteiligung von Mädchen in der Schule würden Antidiskriminierungsstelle und Bundesregierung wohl kaum tatenlos zusehen.

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