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Keine Chance dem Eva-Infarkt - Frauen sterben häufiger als Männer an Herzinfarkt

10.06.200809:20 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) "An einem Herzinfarkt sterben in Deutschland weit mehr Frauen als an Brustkrebs", so die Herzspezialistin und Ernährungsmedizinerin Dr. Gabriele Augsten am Themenabend "Frauenherzen in Gefahr: Das unterschätzte Risiko von Herz- und Kreislauferkrankungen bei Frauen". An der Veranstaltung in der Knappschafts-Klinik Bad Driburg nahmen ca. 70 Unternehmerinnen auf Einladung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft teil. Themenschwerpunkte waren aktuelle Erkenntnisse zu medikamentösen und operativen Behandlungsmethoden, psychosoziale Aspekte von Herzerkrankungen sowie geschlechtsspezifische Unterschiede bei der Erkennung und Behandlung. Ab welchem Lebensalter sollten Frauen ihr Herzkreislaufrisiko kennen? Was ist zu tun, wenn es erhöht ist? Wie können Sie ihr Herz schützen? Beruht das bei Frauen sehr viel häufiger geäußerte Herzstolpern und –klopfen nur auf Einbildung? Was muss „Frau“ tun, wenn das Treppensteigen immer anstrengender wird, was, wenn Schmerzen und Luftnot auftreten? Welche Maßnahmen beinhaltet die Herzdiagnostik?
Der Herzinfarkt wird noch immer als typische Männerkrankheit angesehen. Über ihre besondere Infarktgefährdung wissen die Frauen jedoch viel zu wenig. Häufig verdrängen die Betroffenen die Symptome. Weil die weiblichen Besonderheiten sich noch nicht herumgesprochen haben, werden Infarkte oft zu spät bemerkt. Risikofaktoren wie Stress oder das Rauchen, wirkten sich bei Frauen anders aus, als bei Männern. Deshalb, so erklärte Dr. Augsten, sei ihr Risiko zumeist ungleich höher. „Die Faktoren haben für Frauen einfach eine andere Gewichtung“, sagte sie. Deshalb leben Frauen mit einem höheren Risiko, Herz-Kreislauferkrankungen zu erleiden. In Deutschland sterben pro Jahr rund 160 000 Männer, aber 240 000 Frauen an Herzerkrankungen. Die Herzinfarktrate bei Männern sinkt, bei Frauen steigt sie.
Die Herzspezialistin ist Chefärztin der Knappschafts-Klinik Bad Driburg, einem überregional anerkannten Zentrum für die Rehabilitation und Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Den Herzinfarkt nur als Manager-Krankheit zu sehen, sei deshalb schon lange überholt und müsse endlich richt gestellt werden. Die wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung sind nach wie vor körperliche Bewegung und eine gesunde Ernährung. Wichtig sei, dass Risiko frühzeitig zu erkennen und dem Patienten ein Feedback zu geben, inwieweit Änderungen des Lebensstils bzw. eine medikamentöse Therapie seine Gesundheit verbessern können.“ informierte die Kardiologin, die mit ihren Vorträgen zum Thema „Warum schlagen Frauenherzen anders!“ dazu beiträgt, dass Frauen solche Beschwerden ernst nehmen. „Das Herz ist der Motor unseres Körpers, dennoch schenken wir ihm weniger Aufmerksamkeit, als wie sollten.

Infarkte bei Frauen werden relativ spät entdeckt, dabei sind die Risikofaktoren allen gut bekannt. Dazu gehören Bluthochdruck, Übergewicht, Diabetes, ein erhöhter Cholesterinspiegel und Rauchen. Doch sind die Symptome bei Frauen häufig etwas anders als bei Männern - frauentypische Symptome für den so genannten „Eva-Infarkt“ sind ungewöhnliche Müdigkeit und Schwäche, anhaltende Schlafstörungen, Kurzatmigkeit, Übelkeit und Erbrechen unter körperlicher Belastung, Schmerzen im Oberbauch, am Hals und im Nacken. "Es ist von großer Wichtigkeit auch Symptome, die nicht eindeutig sind - wie etwa Enge- oder Druckgefühle, Drücken im Zwerchfell- ernst zu nehmen und ärztlichen Rat einzuholen. Viele dieser Symptome können Vorboten von Durchblutungsstörungen sein", erklärte die engagierte Medizinerin. "Auch verdrängen Frauen häufig die Symptome. Sie erreichen im Akutfall im Durchschnitt später das Krankenhaus als Männer. Das liegt daran, dass eine Frau bei Herzschmerzen zuerst an die Familie denkt, erst dann kommt der Arztbesuch, da kann es schon zu spät sein", berichtete die Fachärztin für Kardiologie und Angiologie. Auch nehmen Männer viel öfter Rehabilitationsmaßnahmen in Anspruch. Die Familie nicht allein lassen wollen, ist häufig der Grund, warum viele Frauen nach Herzleiden die Möglichkeit zur Regeneration nicht wahrnehmen.

Weitere Vorträge am Themenabend waren „Selbst ist die Frau – was Sie selbst tun können, um gesund zu bleiben: Gesundheit, Ernährung und Übergewicht“ der Ernährungsexpertinnen der Herz-Kreislauf-Reha-Klinik Dagmar Thielen/Hildegard Claes und „Innere Balance in herausfordernden Zeiten“ der Mental- und Personaltrainerin Regina Wagner vom Unternehmen Lebensimpulse aus Gütersloh. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit dem Vortrag von Dietmar Frehe, Betriebskundenberater Knappschaft, zum Thema Kostensparen im Unternehmen durch die Krankenkasse.

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