(openPR) Das Sommermärchen geht weiter – zumindest für die Vermarkter von Flughafenwerbung. Die Werbeflächen an den Airports der Gastgeberstädte Wien und Zürich sind für den Zeitraum der Fußball Europameisterschaft komplett ausgebucht. „Wir haben für die EM 2008 zahlreiche neue Werbeflächen geschaffen, die in kürzester Zeit von internationalen Kunden belegt waren“, sagt Arun Roy, Manager Marketing Communication am Flughafen Zürich, der als einziger Schweizer Flughafen der deutschen Initiative Airport Media (IAM) angehört. Die EM zahlt sich aber nach Ansicht Roys nicht nur für die Flughäfen aus, sondern auch für die Werbekunden: „Durch das höhere Passagieraufkommen bekommen die Kampagnen eine wesentlich größere Beachtung – und das nicht nur auf den EM-Sonderflächen.“
Zu den Kunden, die sich diese gesteigerte Aufmerksamkeit in Zürich gesichert haben, gehören internationale Marken wie Carlsberg, Coca-Cola, die Allianz und KIA. Das Fußball-Ereignis soll bis zu 1,4 Millionen ausländische Gäste in die Schweiz bringen, allein in Zürich landen zwischen dem 9. und 29. Juni 280 zusätzliche Flugzeuge aus aller Welt. Deren Passagiere möchte Carlsberg gleich nach der Landung auf die große Fuß-ball-Party einstimmen. So hat die dänische Brauerei den Ankunftsbereich am Gate komplett als Fußballfeld gebrandet. Neben dem 250 Quadratmeter großen Spielfeld ist Carlsberg bereits seit Mai 2007 mit großformatiger Werbung an der Gepäckausgabe sowie an den Innenwänden der Fluggastbrücken präsent. Mit der La-Ola-Welle in den Fluggastbrücken sicherten sich die Kreativen von Saatchi & Saatchi Simko Bronze beim Airport Media Award im November letzten Jahres.
Ein Fußballfeld hat auch Coca-Cola aufgebaut. Das mit Flaschen besetzte Feld – keine Anspielung auf teilnehmende EM-Teams – ist weithin sichtbar als Miniaturversion auf den Gepäckbändern montiert. Darüber hinaus ist der Softdrink-Hersteller in den Gepäckhallen mit übermannshohen Flaschen an den Säulen präsent. Zu den Züricher EM-Sonderflächen zählen zudem mehrere hintereinander geschaltete Deckenbanner für die Allianz Versicherung im Gate E sowie ein überdimensionales Megaposter für KIA am Parkhaus.
Im Wiener Flughafen, gleichfalls Mitglied der Initiative Airport Media, ist der koreanische Autohersteller hingegen gleich im Terminal vorgefahren. Eine Promotionfläche auf dem Weg zur Gepäckausgabehalle lenkt die Aufmerksamkeit der Ankommenden unmittelbar auf den neuen KIA Ceed. Von dort geht es gleich weiter in die Abholerhalle, wo Canon die Reisenden mit einem gigantischen Deckenfresko empfängt. Das Riesengemälde wird lediglich von der Komplettverhüllung des Parkhauses getoppt, mit der der japanische Druckerhersteller nicht nur die Passagiere sondern auch die Besucher des Flughafens anspricht.
Dass die Europameisterschaft der Gattung Airport Media einen ordentlichen Schub gibt, sehen auch die Wiener. “Wir rechnen mit rund 300.000 zusätzlichen Passagieren während der Euro 08“, erklärt Ilse Koinig, Product Manager Werbeflächenvermarktung am Flughafen Wien. Insgesamt schätzt sie für 2008 ein Passagieraufkommen am Vienna Airport von rund 20 Millionen. Das sind rund 3 Millionen mehr als noch im Vorjahr. Eine Reichweitensteigerung, die sich nach Ansicht der Vermarkter genauso positiv aufs Image der gesamten Gattung auswirken wird wie die Möglichkeit, mit den Sonderwerbeformen die gesamte Vielfalt der Flughafenwerbung zu präsentieren. „Die Aufsehen erregenden Kampagnen bei Großveranstaltungen wie WM, EM oder Olympia zeigen Mediaentscheidern, wozu Airport Media grundsätzlich in der Lage ist“, sagt Olaf Jürgens, Sprecher der Initiative Airport Media. Was die Weltmeisterschaft 2006 deutlich bestätigt hat. „Agenturen und Werbetreibende haben damals begriffen, dass Flughafenwerbung
nicht nur flexible Werbemöglichkeiten bietet sondern auch wesentlich einfacher zu buchen ist, als man ihr nachsagt,“ so Jürgens. Was sich bei den IAM-Mitgliedern auch noch im Folgejahr positiv bemerkbar machte. So gut wie jeder Flughafen konnte für das Jahr 2007 deutliche Umsatzsteigerungen im Bereich Airport Media vermelden.













