(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Bereits am späten Montagnachmittag zeigten sich die Preisverläufe von Rohöl und Heizöl an den Börsen etwas uneinheitlich. Rohöl, sowohl im NYMEX- als auch im ICE-Handel, zeigte eine leichte Befestigung, gestützt von Meldungen über neue Überfälle in Nigeria, nach denen ein Öl-Lager der Staatsgesellschaft NNPC in Brand geschossen wurde. Heizöl, sowohl im NYMEX- als auch im ICE-Handel, präsentierte sich knapp behauptet bis leicht nachgiebig, wobei Gewinnmitnahmen und leichte Korrekturen in den Widerstandsbereichen preisführend waren. Meldungen über den andauernden Streik französischer Fischer, durch die auch Öl-Häfen blockiert werden, zeigten keine nachhaltige Wirkung auf die Preise, obwohl mittlerweile auch die Fischer-Verbände von Italien, Spanien, Griechenland und Malta eine Teilnahme an Streik-Aktionen erörtern wollen, wie OMR Oil Market Report berichtete.
Heute Morgen starteten die Notierungen dann knapp über den elektronischen Schlusswerte vom Vortag, allerdings noch mit festem Unterton aufgrund der bestehenden Sorgen über ausreichende Lieferungen, wobei besonders Nigeria im
Blick ist, nachdem es gestern zu weiteren Förderausfällen nach einem Anschlag auf eine Shell-Pipeline kam. Bereits am festen Nachmittag legte vor allem ICE-Gasöl einem kräftigen Preisrückgang vor und die Rohöl-Kontrakte zeigten sich unter Schwankungen nachgiebig. Dieser hielt bis zum Redaktionsschluss gegen 16 Uhr an. Die Preise rutschen zum Zeitpunkt steil abwärts. Als Grund für den Preisrutsch wird der festere Dollar genannt, der sich gegen den schwächeren Euro weiter durchsetzen konnte. Hinzu kommen technische Abwärtskorrekturbereitschaft nach Abprall von den Widerständen heute Vormittag. Zeitweise lagen die Notierungen bereits wieder unter der 130 Dollarmarke pro Barrel Rohöl.
In der heutigen Tagespreiserfassung durch BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau gab es heute wie erwartet kaum Bewegung. Einige Händler passten Ihre Preise noch einmal dem Marktgeschehen der Vortage an und auch der stärkere Dollar sorgt für teuere Einkaufskosten. Darum ging es heute mit einem kleinen Schritt nach oben mit einem bundesdurchschnittlichen Plus von knapp 0,30 Euro pro 100 Liter (beim Kauf einer 3000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt.). Derzeit liegt der Bundesdurchschnittspreis für die 3000 Literpartie noch etwas unter der Marke von 96 Euro pro 100 Liter und damit unverändert nahe am letzten Allzeithoch der vergangenen Woche.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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