(openPR) Anlässlich einer Podiumsdiskussion am 15.05.2008 im Berliner `Kunsthaus Tacheles´ kritisierte Frau Dr. Ines Hochkamp vom überparteilichen Arbeitskreis `Gewaltverbrechen – nein, danke !´ das jüngst gestartete Projekt `Kriminalität21´, das mit zugespitzten darstellerischen Formen unkonventionelle Verbrechenspolitik vorantreiben will. So fordern dessen Vertreter unter anderem eine Versöhnung zwischen Gewaltkriminalität und Gesellschaft sowie das Ende der Legende eines möglichen Abbaus gefährlicher Kapitalverbrechen. Frau Dr. Hochkamp warf dem neuen Projekt wegen des satirischen Vorgehens bei einem ernsten Thema „mangelnde Sensibilität im Umgang mit Vertretern der institutionalisierten Verbrechensbekämpfung“ vor.
Dem entgegnete Hartmut Lühr von `Kriminalität21´, dass Vereine und Bewegungen wie `der weiße Ring´, die `Opferhilfe´ und eben auch der Arbeitskreis, für den Frau Dr. Hochkamp spreche, im Rahmen ihrer Öffentlichkeitsarbeit beim derzeit vorherrschenden täterfixierten Klima in Justiz und Medien anscheinend noch nicht einmal zugeben könnten, dass „die Opfer schwerer Gewalttaten ja durchaus ebenfalls Menschen seien“ ohne mit solchen „ungehörigen Eingeständnissen“ ihre Unterstützung durch den Staat auf´s Spiel zu setzen.
Die Vertreterin des Arbeitskreises `Gewaltverbrechen – nein, danke !´ hielt dieser Einschätzung entgegen, dass aktuellen Umfragen zufolge immerhin noch knapp zwei Drittel der Bundesbürger der Justiz vertrauten, was angesichts von Globalisierung und neoliberaler Politik ein „vollkommen akzeptabler Wert“ sei. Dieses Maß an Zuspruch solle man nicht leichtfertig durch das von der Initiative `Kriminalität21´ vorgeschlagene reinigende Eingeständnis schwerer Systemfehler bei der bundesdeutschen Rechtsprechung auf´s Spiel setzen. Der Arbeitskreis `Gewaltverbrechen – nein Danke !´ sehe in solch einem symbolhaften Handeln, so Frau Dr. Hochkamp, einen gefährlichen Schritt in Richtung Anarchie und Faustrecht, der für einen modernen Staat nicht wünschenswert sei.
www.kriminalität21.de













