(openPR) Schwule und Lesben werden auch in Deutschland noch immer mit Ablehnung oder gar Hass konfrontiert. Darauf weist der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Homophobie (17. Mai) hin.
Wenn die Fußballfans in Kürze bei der Europameisterschaft 2008 die besten Spieler anfeuern, darf nicht vergessen werden, dass die Homophobie im Fußball noch ein besonders großes Problem ist. Obwohl es unter Insidern als offenes Geheimnis gilt, dass selbstverständlich auch Spielerinnen und Spieler der Bundesliga homosexuell sind, hat bis heute kein aktiver deutscher Profi das Coming-out gewagt. Stattdessen behaupten einige Trainer und Manager - wie kürzlich der Italiener Luciano Moggi -, dass es im Fußball keine Schwulen gebe.
"Es ist skandalös, dass sich Fußballspieler genötigt sehen, aus Tarngründen zu heiraten und dass bei unserer erfolgreichen Frauen-Nationalmannschaft das Thema völlig tabu ist", sagt BLSJ-Vorsitzende Ute Roos. "Offenbar ist die Angst vor dem 'Skandal', vor Ablehnung und Anfeindung so groß, dass die Spielerinnen und Spieler lieber ein groteskes Doppelleben führen." Deshalb appelliert der BLSJ an den Deutschen Fußball-Bund (DFB) und die Vereine in allen Ligen, homosexuelle Profis und Amateure zu unterstützen und ein Klima zu schaffen, in dem ein öffentliches Coming-out auch im Fußball möglich wird.
Von ihren Kolleginnen und Kollegen fordern die lesbischen Journalistinnen und schwulen Journalisten eine sensible und respektvolle
Berichterstattung, wenn sich Fußballerinnen und Fußballer öffentlich zu ihrer Homosexualität bekennen. "Wenn ein Fußballer oder eine Fußballerin das Coming-out wagt", appelliert Ute Roos, "fallt nicht über ihn oder sie her, sondern respektiert die Privatsphäre!"













