(openPR) Fraunhofer FOKUS setzt als einer der ersten Forschungspartner AXP/Javalin Router von Cisco Systems für Future Internet Entwicklungen ein
Als einer der ersten Forschungspartner setzt das Fraunhofer-Institut FOKUS in Berlin die neueste mit den AXP/Javalin Modulen ausgerüstete Generation von Cisco Integrated Services Routern ein. Diese Router-Generation ermöglicht es den Forschern komplexe Netzfunktionen direkt in die Netzknoten zu implementieren – mit dem Ziel sowohl durch ein weitgehendes Selbstmanagement der zentralen Netzknoten als auch durch Bereitstellung standardisierter Schnittstellen Dienste und Business-Anwendungen bereits aus dem Netz heraus zu unterstützen. Im Fraunhofer FOKUS Future Internet-Labor arbeiten die unterschiedlichen FOKUS Arbeitsgruppen an zukünftigen Internet-Strukturen, die nach dem Prinzip der Serviceorientierung Infrastrukturkomponenten und Anwendungen in einem durchgängigen Konzept integrieren und die Komplexität sowohl für die Netzadministration als auch für die Anwendung deutlich reduzieren.
“Mit dieser neuen Router-Generation können wir flexibel und direkt in die Funktionalität auf der unteren Netzebene eingreifen,” skizziert Dr. Tanja Zseby, Leiterin des Bereichs Network Research bei Fraunhofer FOKUS die Vorhaben. “Unser Ziel ist es, soweit wie möglich ‘Selbstständigkeit’ in die Netze zu bringen, um zum einen den Administrationsaufwand zu reduzieren, zum anderen durch selbstständig agierende Netze oder Netzkomponenten und standardisierte Schnittstellen die Anwendungen auf höherer Netzebene zu unterstützen – und nicht zuletzt diese sicherer zu machen.”
In zahlreichen Projekten arbeiten die FOKUS Forscher an Lösungen, um durch gezielten Support aus dem Netz die Dienste und Anwendungen zu unterstützen. Im Sinn der Serviceorientierten Architektur-Konzepte (SOA) wird Fraunhofer FOKUS auf Netzwerkebene durch Serviceorientierte Netzwerk-Architekturen (SONA), einem Ansatz, den Cisco Systems erstmals thematisiert hat, die IT-Komponenten vom Netz bis zur Anwendungsebene orchestrieren.
“Mit dem Ansatz der Serviceorientierten Netzwerk-Architektur gehen wir ganz deutlich über den derzeitigen SOA-Ansatz hinaus, der im wesentlichen die Anwendungsebene fokussiert,” erläutert Prof. Radu Popescu-Zeletin, Direktor des Fraunhofer-Instituts FOKUS die Philosophie. “Nur durch Einbezug der Netzinfrastruktur in die Serviceorientierung können komplexe Anwendungen wie zum Beispiel der geplante ‘Service115’ realisiert und gemanagt werden.”
Um die Entwicklungen auf der unteren Netzebene mit den Diensten und Anwendungen auf höherer Ebene zu verbinden sind weitere FOKUS Forschungsgruppen eingebunden. “Die neue Routerarchitektur ermöglicht eine ganz neue Verteilung von Dienst- und Anwendungslogik, wodurch die Netzwerke selbst aber auch die Anwendungen viel effizienter gestaltet werden können. Server und Clients werden weniger belastet und die Nutzer verspüren deutlich verbesserte Reaktionszeiten,” beschreibt Dr. Stephan Steglich, Leiter des Abreitsbereichs Offene Kommunikationssysteme am Fraunhofer-Institut FOKUS die Bedeutung auf der Anwendungsebene.
Das Future Internet-Labor koordiniert die vielfältigen Aktivitäten am Fraunhofer-Institut FOKUS – wie die Arbeiten zur ‘Autonomic Communication’, ‘Next Generation Network Infrastructure’ oder and ‘Integrated System and Test Development’ oder ‘Service Oriented and Mobile Computing’.
Informationen
http://www.fokus.fraunhofer.de/bereichsseiten/kompetenzzentrum/net/projekte.php
http://www.cisco.com/en/US/products/ps9701/index.html







