(openPR) Legasthenie – LRS und Zappelphilipp nun auch in Hösbach
Das Wort Leg- a- sthenie stammt aus altgriechischen Wort „legein“ = sprechen (lesen, schreiben), da „a“ steht für „nicht“ oder „un-„ und das Wort „sthenos/sthenein“ hat die Bedeutung von „Kraft/stark sein“ (imstande sein). (Quelle Wikepedia)
Zusammengesetzt könnte man auch sagen Legasthenie bedeutet: „nicht Imstande sein, zu lesen und zu schreiben“
Lesen und Schreiben zu können gehört zu den Kulturtechniken und wird heute noch als Synonym für „Intelligenz“ verwendet. Wer nicht lesen oder schreiben kann ist „dumm“ – daher war es auch im Mittelalter den „Gelehrten“ vorbehalten zu lesen und zu schreiben.
Wenn wir uns einmal die Liste der berühmten und bekannten Legasthenikern ansehen, so muss doch deutlich vor gehoben werden, dass es sich hierbei um wahrlich keine „Dummen“ handelt. Persönlichkeiten wie Albert Einstein, Georg Bush, Whoopie Goldberg, Tom Cruise, Tommy Hilfinger sind bekennende Legastheniker.
Legasthenie ist eine Problematik der Wahrnehmungen; dennoch denken wir oft, dass ein intensives Wiederholen, stupides Pauken, stundenlanges Hausaufgaben machen etc. zu einer Verbesserung führen muss. Nun, Legasthenie ist eine Problematik der Wahrnehmung.
Stellen Sie sich einfach mal vor sie lesen einen Text z. B. diesen Text und während sie lesen verschwimmen ihnen diese Buchstaben. Beim laut vorlesen würden sie nun Teile der Wörter, ganze Wörter oder sogar den gesamten logischen Inhalt des Textes verändern – nur weil ihre Optische Wahrnehmung problematisch ist.
Oder sie hören einen Text oder Wörter und ihre Hörschwelle liegt zu tief – somit können sie verschiedene Laute nicht richtig wahrnehmen und eventuell nicht differenzieren. Dies führt unweigerlich zu einem Fehler; z.B. sie hören Haus und Maus wurde gesagt.
Zu diesen Wahrnehmungen kommen dann noch die Thematiken von Rechtschreibregeln – die auf kurzen und langen, schnellen und langsamen Vokalen (Selbstlauten) aufgebaut sind oder auf scharfen und weichen Konsonanten basieren.
Da hilft kein pauken von Regeln wenn sie nicht korrekt wahrgenommen werden können.
Nun ja das verwächst sich alles – stimmt! Die Anforderungen bezogen auf Diktat wird von Leistungsstufe zu Leistungsstufe (Klasse zu Klasse) immer geringer. Später werden in Deutschaufgaben Punkte abgezogen aufgrund fehlerhafter Rechtschreibung – d.h. der Schüler hat den Inhalt richtig – die Rechtschreibung falsch und kann somit nicht auf eine volle Punktzahl kommen – Ist dies gerecht?
Legasthenie verwächst sich nicht – auch nicht in der Pubertät. Erwachsene Legastheniker versuchen nur das Lesen und Schreiben zu vermeiden. Dies geht halt nicht immer – wenn es dann nicht mehr vermieden werden kann, kommt es zu Problemen, die weit umfangreicher und tiefer sind als die ursprüngliche Legasthenie.
Jedes Kind hat ein Recht auf Bildung (Artikel 28 der UN-Kinderrechtskonvention) – dies bedeutet aber auch, dass jedes Kind ein Recht auf das Erlernen von „Lesen und Schreiben“ hat. Denn durch lesen und schreiben können wir an den gesellschaftlichen Prozessen teilnehmen und ein eigenständiges und selbst bestimmendes Leben führen.
Richtig Problematisch wird dies, wenn es sich zusätzlich um einen Zappelphilipp handelt – oder wie es heute heißt „AD(H)S“.
ADS`ler haben unter anderem eine recht geringe Frustrationstoleranz und eine geringe Motivation für Arbeiten die keinen Spaß machen. Halten Sie sich dies nun mit einer LRS / Legasthenie vor Augen. Lesen und Schreiben macht keinen Spaß – der Ärger zu Hause und in der Schule sind bereits vorprogrammiert.
Es kommt nun zu mehr Unfug, Ärger und Vermeidung, was die Lehrer und die Eltern oftmals zur Aufgabe bringt. Der Teufelskreislauf hat dann bereits begonnen sich zu schließen. Das Kind erfährt Ablehnung und Aufgabe – jeder sieht den Betroffenen lieber von hinten als von vorne.
Muss das sein? Sicherlich nicht! Vor allem jedoch steht das Grundverständnis über die Phänomene AD(H)S und Legasthenie / LRS – dies sowohl bei Eltern als auch in der Schule. Ebenso eine Erkenntnis über die Auswirkungen des familiären Systems auf das Kind. Ändert sich das System so ändert sich auch das Kind.
Aufgeben oder Annehmen? Aufgeben würde bedeuten das Kind so zu nehmen wie es ist und die Auswirkungen still und frustriert zu akzeptieren. Annehmen heißt aber nicht hinnehmen, sondern lenken und führen mit Zuneigung, Liebe und Wertschätzung. So erhalten viele Kinder eine Strategie für das weitere Leben.
„Wir haben uns dieser Herausforderung angenommen und freuen uns daher einen weiteren Partner in unserem Netzwerk aufnehmen zu können. Das Rubikon-Institut Konzept der individuellen Betreuung und intensiven Trainings können wir nun durch die gemeinsame Arbeit mit der Heilpraktikerin Astrid Iff im Landkreis-Aschaffenburg ausdehnen. In die Heilpraxis von Astrid Iff wird nun zusätzlich ein Rubikon-Institut integriert – durch den hohen kompetenten Austausch von Know-How und Material ist das Rubikon-Institut in Hösbach und das Stammhaus in Schöllkrippen für unsere Kinder im Landkreis Aschaffenburg vor Ort.
Durch eine straffe und eingespielte Organisation kann das Rubikon-Institut in Hösbach sofort mit dem Training von LRS / ADS / Dyskalkulie Kindern starten – unsere Eltern können sich auf ein erfolgreiches Konzept für Ihre Kinder verlassen.“ (Siegfried Eberle, Leiter Rubikon-Institut Unterfranken, Schöllkrippen)





