(openPR) Spanischer Gesundheitsminister kommt zur Eröffnungspressekonferenz
Vom 17. bis 20. Oktober 2007 findet der Weltkongress für Regenerative Medizin (WCRM) im Congress Center Leipzig statt. Bereits zum dritten Mal werden international renommierte Wissenschaftler ihre neuesten Forschungsergebnisse in der Messestadt präsentieren. "Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, die aktuellen Themenfelder der Regenerativen Medizin auf dem Weltkongress in Leipzig zu vereinen und den Besucher sowie Ausstellern eine Plattform zum interdisziplinären Austausch bieten zu können." sagt Professor Frank Emmrich, Direktor des Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie (IZI), das die Veranstaltung erneut organisiert.
Stammzellen gelten in der modernen Medizin als die Hoffnungsträger bei der Behandlung und Prävention schwer heilbarer Krankheiten. Die Regenerative Medizin beschäftigt sich umfassend mit der Erforschung von Stammzellen, deren Potential zur Heilung und der Entwicklung innovativer Therapiemethoden. In den wissenschaftlichen Vorträgen wird es unter anderem um die Bedeutung von Stammzellen für die Therapie von Herzinfarkt, Schlaganfällen oder Diabetes gehen. Auf dem Tagungsprogramm stehen des Weiteren Themen wie die Knochen- und Knorpelregeneration, neue Biomaterialien, Haut- und Geweberegeneration sowie Gewebezüchtung und Bildgebung. Eine besondere Sektion beschäftigt sich mit regenerativen Techniken in der Veterinärmedizin.
Zu den hochkarätigen Referenten zählen der spanische Gesundheitsminister Bernat Soria, Yann Barrandon (Lausanne), Eva Sykova (Prag), Dietmar Hutmacher (Singapur), Rao Mahendra (USA), Chris Mason (London), Herman Waldmann (Oxford) sowie Oliver Brüstle (Bonn) und Jürgen Hescheler (Köln).
Erstmalig wird der Kongress von einer umfangreichen Industrieausstellung begleitet, die einen direkten Austausch zwischen Vertretern aus Wissenschaft und Wirtschaft ermöglicht. "Die enorme Präsenz der Industrie verdeutlicht die zunehmende Relevanz der Regenerativen Medizin für die Wirtschaft und den Wirtschaftstandort Deutschland" so Dr. Wilhelm Gerdes, Fraunhofer IZI. Rund 60 Aussteller aus 20 Ländern werden auf der Industrieausstellung vertreten sein. Der Hauptsponsor des WCRM ist die Firma PluriStem aus Israel.
Die Eröffnungspressekonferenz findet am 18. Oktober, um 11 Uhr, im Congress Center Leipzig (Messeallee 1, 03456 Leipzig, Raum 11) statt.
Als Interviewpartner stehen zur Verfügung: der spanische Gesundheitsminister Bernat Soria, Professor Frank Emmrich (Fraunhofer-Institut für Zelltherapie und Immunologie), Professor Dietmar Hutmacher (National University of Singapur) und Professorin Heike Mertsching (Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik).
Ausführliche Informationen zum Kongress unter: www.regmed.org.
Die Fraunhofer-Gesellschaft betreibt anwendungsorientierte Forschung zum direkten Nutzen für Unternehmen und zum Vorteil der Gesellschaft. Vertragspartner und Auftraggeber sind Industrie- und Dienstleistungsunternehmen sowie die öffentliche Hand. Mehr als 80 Forschungseinrichtungen sind an Standorten in ganz Deutschland tätig. 12500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, überwiegend mit natur- oder ingenieurwissenschaftlicher Ausbildung, bearbeiten das jährliche Forschungsvolumen von über einer Milliarde Euro. Davon fallen mehr als 900 Millionen Euro auf den Leistungsbereich Vertragsforschung. Rund zwei Drittel dieses Leistungsbereichs erwirtschaftet die Fraunhofer-Gesellschaft mit Aufträgen aus der Industrie und mit öffentlich finanzierten Forschungsprojekten. Ein Drittel wird von Bund und Ländern beigesteuert, auch um damit den Instituten die Möglichkeit zu geben, Problemlösungen vorzubereiten, die in fünf oder zehn Jahren für Wirtschaft und Gesellschaft aktuell werden.
Das Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie (IZI) ist das jüngste Mitglied des Fraunhofer Verbundes Life-Science und wurde anlässlich des europaweiten Tages der Immunologie am 29. April 2005 in der BioCity Leipzig gegründet. Ziel des Instituts ist es, spezielle Problemlösungen an den Schnittstellen von Medizin, Biowissenschaften und Ingenieurswissenschaften für Partner aus der medizinorientierten Industrie und Wirtschaft zu finden. Kernkompetenzen liegen dabei in der regenerativen Medizin, d.h. bei zelltherapeutischen Ansätzen zur Wiederherstellung funktionsgestörter Gewebe und Organe bis hin zum biologischen Ersatz durch in vitro gezüchtete Gewebe (Tissue Engineering). Damit die Gewebe ohne Probleme anwachsen können, müssen zelluläre und immunologische Abwehr- und Kontrollmechanismen erfasst und in die Verfahrens- und Produktentwicklung integriert werden. Um diese Kernkompetenzen herum ergibt sich eine Vielzahl von Aufgaben für neue Produkte und Verfahren. Das Institut ist besonders kliniknah orientiert und übernimmt Qualitätsprüfungen, GMP-Herstellung von klinischen Prüfmustern und klinische Studien im Auftrag. Darüber hinaus unterstützt es die Erlangung von Herstellungsgenehmigungen und Zulassungen. Fraunhofer Institut für Zelltherapie und Immunologie in Leipzig wird deshalb ein neuartiges zelltherapeutisches Verfahren entwickelt, mit dessen Hilfe die Wiederherstellung ausgefallener Funktionen und die Rückbildung von Lähmungen beschleunigt werden können. Das Verfahren hat die ersten experimentellen Prüfungshürden mit sehr guten Ergebnissen überwunden und könnte in den kommenden zwei Jahren erstmals beim Menschen angewendet werden.
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