(openPR) Trotz auffälliger Begriffsvielfalt geht es einer aktuellen deutschlandweiten Studie zu Folge bei Market Intelligence (MI) bzw. Competitive Intelligence (CI) in aller Regel nicht allein um Konkurrenzforschung, sondern auch um eine weitgreifende Markt- und Umfeldbeobachtung
• Hohe strategische Relevanz
• 360°- Sichtfeld
• Zunehmender Outsourcing-Anteil
• IT-Unterstützung ist stark angestiegen
• Investitionen nehmen weiterhin deutlich zu
Butzbach, 10.09.2007 - Ohne Market Intelligence (MI) oder Competitive Intelligence (CI) als Form der systematischen Marktaufklärung mit legalen Mitteln kommen deutsche Großunternehmen nicht mehr aus. Dies belegen die jüngst veröffentlichten Ergebnisse einer im Frühjahr 2007 durchgeführte Befragung unter Top-100 Unternehmen. Wesentliche Erkenntnisse aus der Studie, die sich größtenteils auch mit den Beobachtungen und Erfahrungen des Deutschen Competitive Intelligence Forums (DCIF) decken, lauten:
• MI/CI ist (mittlerweile) etabliert:
– Fest organisierte MI/CI-Funktionen mit entsprechenden Ressourcen und dedizierten Leitungskräften sind Normalität in deutschen Großunternehmen. Im Durchschnitt verfügt jedes befragte Unternehmen über 6 Vollzeit- und 2 Teilzeitmitarbeiter. Fast die Hälfte der Abteilungen existiert bereits länger als zehn Jahre.
• Begriffsvielfalt:
– Als interne Funktionsbezeichnungen finden sich neben Competitive Intelligence und Market Intelligence u.ä. viele weitere Bezeichnungen.
• Hohe strategische Relevanz:
– 18 bzw. 27 Prozent der MI/CI-Teams berichten direkt an die erste bzw. zweite Managementebene. Am intensivsten werden MI/CI-Ergebnisse entsprechend auch von Mitgliedern des (Top) Managements genutzt, gefolgt von Stabsfunktionen (z.B. Strategie, Business Development etc.) sowie von Fachabteilungen wie Marketing, Vertrieb u.a.
• 360°- Sichtfeld:
– Das Forschungsinteresse der befragten MI/CI-Professionals gilt vorwiegend den Mitbewerbern, aber auch Informationen und Wissen hinsichtlich der eigenen Branche und Kunden stehen stark im Fokus. Als verwendete Analysemethoden wurden vor allem SWOT-Analysen, Finanzanalysen und Trendanalysen angegeben. Im Vergleich zu 2005 sind Ad-hoc-Berichte wichtiger geworden.
• Der Outsourcing-Anteil hat zugenommen:
– Er beträgt bei der Informationssammlung und –aufbereitung im Mittel über alle Befragten 21 Prozent. Dieser Anteil ist im Vergleich zum Jahr 2005 leicht gestiegen.
• IT-Unterstützung ist stark angestiegen:
– 73 Prozent der befragten Unternehmen setzen spezielle Software-Tools ein, um Wissen im Unternehmen zu generieren und zielgruppengerecht zu verteilen, Tendenz ggü. 2005 deutlich steigend.
• Investitionen nehmen auch weiterhin deutlich zu:
– Die deutliche Mehrheit der MI/CI-Verantwortlichen erwartet, dass Investitionen in ihren Bereich in den kommenden 5 Jahren merkbar zunehmen werden. 2005 wurde noch überwiegend von nur konstanten Investitionen ausgegangen.
Ziel der Studie mit dem Titel „Market Intelligence (MI) in deutschen Großunternehmen“ war es, gegenwärtige Praxis sowie zukünftige Erwartungen im Hinblick auf Competitive Intelligence zu dokumentieren. Folgende Themenbereiche wurden von den Autoren bei Gayer Consulting, Mitglied der Global Intelligence Alliance (GIA), eingehend untersucht:
- Abgrenzung der MI - Aktivitäten
- Organisation der MI - Aktivitäten
- Ausblick hinsichtlich MI - Aktivitäten.
Herausragende Entwicklungen und Trends konnten durch den Vergleich mit den Ergebnissen der Vorläuferstudie aus dem Jahre 2005 zu Tage gefördert werden.
Die kompletten Studienergebnisse sind auf Anfrage erhältlich:
Diskutiert werden aktuelle Entwicklungen rund um Competitive Intelligence auch im Rahmen der vierten Jahrestagung deutscher Markt- und Wettbewerbsforscher vom 25-26.10.2007 in Bad Nauheim, die erstmals als gemeinsame Veranstaltung des Deutschen Competitive Intelligence Forums (DCIF) e.V. mit dem europäischen SCIP (Society of Competitive Intelligence Professionals) Gipfeltreffen abgehalten wird. Begleitet wird die Tagung von einer parallelen Ausstellung und von Workshops vor der Konferenz.
Ein besonderes Highlight stellt die Keynote von Dr. Michael von der Horst dar, der als Mitglied der Geschäftleitung der Cisco Deutschland GmbH und als Managing Director der Internet Business Solutions Group Europe über seine Erfahrungen mit CI berichten wird.
„Auf globalisierten Märkten muss auch die Konkurrenz jenseits der eigenen Grenzen im Blickfeld bleiben“, erklärt Rainer Michaeli, Vorsitzender des Organisationsteams der Tagung, das erweiterte Angebot der Jahrestagung. „Neben Wettbewerbsanalysten aus dem Mittelstand und namhaften Großunternehmen wie z.B. SAP, DuPont, DaimlerChrysler, Ciba, ABB, Shell konnten wir daher CI-Experten aus Deutschland, Großbritannien, Norwegen, Israel, Schweden, Finnland, der Schweiz, Spanien, den Niederlanden und den USA gewinnen, die Konzepte und praktische Erkenntnisse aus ihrer täglichen Arbeit im Bereich der Wettbewerbsanalyse vorstellen.“
Auch in diesem Jahr kommt der wissenschaftliche Nachwuchs im Rahmen eines studentischen Wettbewerbs ReQuest wieder zu Wort. Im Rahmen der Konferenz wird wieder der DCIF-Award 2007 verliehen, der wissenschaftliche Arbeiten rund um das Thema CI prämiiert.
Die Jahrestagung findet im DOLCE-Tagungshotel in Bad Nauheim statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie unter www.dcif.de und www.scip.org.
Carsten Gayer
Kaninenberghöhe 50
D-45136 Essen
Tel.: +49-(0) 201 – 26690-0











